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Wie bringe ich mein Kind zum Schlafen? Tipps für völlig übermüdete Eltern

von der Redaktion Veröffentlicht am 1. März 2018
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Dunkle Augenringe, massiver Schlafentzug: Die Eltern sind hundemüde, der Nachwuchs quicklebendig. Schlafprobleme bei Kindern kennen viele Eltern leider zu gut.

"Wie bringe ich mein Kind nur zum Schlafen?" ist sicher eine der häufigsten Fragen vieler Eltern während der ersten Lebensjahre ihres Kindes. Denn dass Schlafprobleme nach den ersten Monaten aufhören, ist leider nur ein Gerücht. Ein Hoffnungsschimmer, an den sich jedoch viele Eltern klammern.

Auch Klein-, Kindergarten- und Schulkinder können sich mit dem Schlafen noch schwer tun. Sie können nicht einschlafen, wachen nachts häufiger auf, wollen nicht im eigenen Bett schlafen bzw. können nicht einschlafen, wenn Mama oder Papa nicht daneben sitzen.

Mama und Papa treiben die Kleinen damit schnell an den Rand der Verzweiflung. Im Gegensatz zum Nachwuchs werden sie immer müder und wollen dringend etwas ändern. Leider gibt es keine Standard-Antwort auf die Frage "Wie bringe ich mein Kind zum Schlafen". Es gibt zwar jede Menge Tipps und Methoden, doch ihr müsst für euch und euer Kind herausfinden, was hilft.

Wie bringe ich mein Baby zum Schlafen?

In den ersten sechs Monaten braucht ein Baby gut 15 Stunden Schlaf am Tag. Davon schläft es etwa 10 Stunden in der Nacht, die restlichen Stunden tagsüber. Das hört sich zwar unheimlich viel an, allerdings schlafen Säuglinge die Stunden nicht am Stück. Gerade nachts wachen sie meist spätestens alle vier Stunden auf, weil sie Hunger haben. Bis sie dann gefüttert und gegebenenfalls gewickelt sind, ist einiges an Zeit verstrichen.

Tipps, damit das Baby nachts schnell wieder einschläft:

  • Macht so wenig Licht wie möglich an.
  • Seid leise, sprecht gedämpft mit eurem Baby.
  • Spielt nicht mit eurem Kind.

Damit das Schlafengehen abends leichter fällt, könnt ihr schon früh mit Ritualen anfangen. Füttert das Baby immer mehr oder weniger zur gleichen Uhrzeit, wickelt es und zieht dann den Schlafanzug an. Danach könnt ihr ein Gute-Nacht-Lied singen oder die Spieluhr laufen lassen.

Übrigens: Viele Kinder tun sich mit dem Einschlafen schwer, weil sie übermüdet sind. Achtet auf die Signale und sorgt dafür, dass euer Baby nicht zu lange am Stück wach bleibt, sondern die Schlafenszeiten - auch tagsüber - eingehalten werden.

Tipps, damit das Kind allein einschläft

Ohne meine Mama schlaf ich nicht - kommt euch das bekannt vor? Manche Kinder schlafen nur ein, wenn Mama oder Papa neben dem Bett sitzen bleiben. Das kann auf Dauer ganz schön anstrengend werden. Die Ursachen für dieses Verhalten sind vielfältig. Manche Kinder haben Angst vor der Dunkelheit, andere Trennungsängste. Versucht herauszufinden, warum euer Nachwuchs nicht allein schlafen möchte. Gibt es eine Ursache, dann versucht sie zu beheben. Macht zum Beispiel eine Nachtlampe an oder entfernt Sachen von den Wänden, die gruselige Schatten werfen. Sind alle Probleme beseitigt, gibt es verschiedene Methoden, mit denen ihr euer Kind dazu bringt, allein einzuschlafen. Alle benötigen etwas Zeit. Wichtig: Ihr müsst konsequent bleiben.

Die Wecker-Methode:
Sagt eurem Kind beim Schlafengehen, dass ihr in fünf Minuten wiederkommt. Stellt euch gegebenenfalls einen Wecker und schaut nach fünf Minuten bei ihm rein. Nur kurz. Falls es nicht schläft, sagt, dass ihr nach zehn Minuten nochmal kommt. Weint es, könnt ihr es kurz trösten, lasst euch aber nicht auf Verzögerungstaktiken ein.

Die nächsten Abende macht ihr es ebenso, die Zeitabstände werden aber vergrößert.

Die Schritt-Methode:
Setzt euch am ersten Abend wie gewohnt zu eurem Kind ans Bett. Am nächsten Abend setzt ihr euch auf einen Stuhl etwas vom Bett entfernt. Am dritten Abend sitzt ihr euch auf einen Stuhl in der Nähe der Tür, danach lasst ihr die Tür offen und sagt, dass ihr im selben Stockwerk bleibt.

Tipps, damit Kinder im eigenen Bett einschlafen

Manche Kinder schlafen schon nicht im eigenen Bett ein, andere kriechen irgendwann nachts zu den Eltern ins Bett: Beides stört auf Dauer. Schließlich möchtet ihr euer Bett irgendwann wieder nur für euch haben! Die Kleinen machen sich nämlich gern richtig breit.

Der Schritt im eigenen Bett ein- und durchzuschlafen, ist für viele Kinder jedoch schwer. Macht es ihnen leichter, indem ihr darüber sprecht. Erklärt, wie schön es ist und dass Mama und Papa ganz in der Nähe sind. Um das Getrennt-Schlafen zu erleichtern, könnt ihr die ersten Nächte eine Matratze neben euer Bett legen, auf dem das Kind schläft. Danach geht es in sein Bett und ihr könnt zu Beginn auf einer Matratze daneben schlafen. Sorgt dann aber zum Beispiel mit der Wecker-Methode schnell dafür, dass es allein einschläft. Kommt es nachts zu euch, bringt ihr es wieder zurück - auch wenn es schwerfällt und es einfacher wäre, liegenzubleiben.

Wie bringe ich mein Kleinkind zum Schlafen?

Ein Kleinkind braucht gut elf Stunden Schlaf pro Nacht. Soll es morgens um sieben aufstehen, sollte es abends gegen acht ins Bett. Damit das Einschlafen leichter fällt, solltet ihr abends Rituale einführen. Gestaltet die letzte Stunde vor dem Schlafengehen ruhiger. Es sollte nicht mehr getobt oder ferngesehen werden. Stattdessen könnt ihr ruhige Musik hören, eine Geschichte lesen oder ein bisschen erzählen. Danach geht es erst ins Bad, dann gibt es eine kurze Kuschelrunde und eine Gute-Nacht-Geschichte im Bett.

Übrigens: Diese Tipps gelten genauso für ältere Kinder.

Tipps zum Durchschlafen

Manche Kinder schlafen abends zwar schnell ein, sie wachen nachts aber öfter auf und tun sich dann mit dem Einschlafen wieder schwer. Mit den richtigen Tipps sorgt ihr dafür, dass das nächtliche Aufwachen nicht in einer Spielstunde, sondern im Weiterschlafen endet:

  • Wartet erst einmal ab, manchmal wird das Kind gar nicht richtig wach und schläft von allein wieder ein.
  • Macht nur ein kleines Licht an, beruhigt euer Kind ganz leise und sanft. Nehmt es, wenn nötig, kurz auf den Arm.
  • Legt es so bald wie möglich wieder ins Bett, deckt es gut zu, verabschiedet euch.
  • Gebt ihm sein Lieblingskuscheltier ins Bett.
  • Ist euer Kind nachts oft durstig, stellt direkt ein wenig Wasser bereit.
  • Lasst ein Nachtlicht an.

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