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Ganz ohne Tränen: Wie du es schaffst, dass dein Kind zufrieden alleine schläft

Inga Back
von Inga Back Veröffentlicht am 20. September 2018
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Viele Eltern sitzen allabendlich neben dem Kinderbettchen und warten darauf, dass ihr Liebling ruhig und selig einschläft. Doch nicht immer klappt das so gut. Wir verraten euch deshalb Tipps und Tricks, mit denen das Zubettgehen und Alleineschlafen gleich viel besser klappt.

So schön das Familienbett auch sein kann, irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem die meisten Eltern sich ihr Bett zurückwünschen. Die Kinder werden schließlich immer größer, das Bett dagegen nicht. Damit die ganze Familie erholsamen Schlaf bekommt, ist der Schritt ins eigene Kinderbettchen also irgendwann unausweichlich.

Da Kinder sich mit der Zeit jedoch an ihre Schlafroutine gewöhnt haben, kann es durchaus passieren, dass sie die Idee, plötzlich ohne Mama und Papa zu schlafen, erstmal gar nicht toll finden. Glücklicherweise gibt es Wege, wie sie tränenfrei lernen können, alleine zu schlafen und das ohne dass Mama oder Papa sich auf den Boden neben das Kinderbett legen müssen, bis sie eingeschlafen sind.

Führt ein Belohnungssystem ein

Wenn Kinder ermutigt und gelobt werden, blühen sie regelrecht auf und lernen wesentlich schneller - auch das Alleineschlafen. Wenn euer Liebling also erstmal nicht alleine schlafen möchte, könnt ihr eine kleine Tafel anbringen, an der euer Schatz für jede Nacht, die er alleine in seinem Bettchen geschlafen hat, einen Stern bekommt. Ja, es kann so einfach sein: Manchmal ist alles, was man als Belohnung braucht, ein Sternchen-Sticker oder -Stempel.

Am Anfang wird jede Menge Ermutigung und Lob nötig sein, um eurem Kind zu vermitteln, dass es diese Nacht alleine in seinem Bettchen schlafen soll. Ihr könnt ihm jedoch gut zureden, dass es diese eine Nacht schaffen wird und schließlich könnt ihr jeden Tag wieder von einer weiteren Nacht sprechen, bis euer Liebling irgendwann seine erste Woche voller Sterne hat. Nach etwa einem Monat wird euer Kind vermutlich bereits vergessen nach den Sternchen zu fragen.

Tipp: Wenn bei eurem Liebling etwas größere Überredungskünste notwendig sind, dann kann es helfen, wenn ihr sagt, dass der Doktor Mama gesagt hat, dass alle alleine in ihrem Bett schlafen müssen, um den besten Schlaf zu kriegen und am nächsten Tag fit zu sein. Das ist nicht direkt geflunkert und kann das Quäntchen sein, was den Unterschied macht zwischen einem überzeugten Kind und einem quengelnden, das nicht einverstanden ist.

Gebt ihnen zwei Optionen - bei allem

Manchmal muss man auf das ein oder andere Ablenkungsmanöver zurückgreifen, um den Fakt, dass sie fortan alleine schlafen sollen, nicht überzubetonen. Fragt sie also ruhig, ob sie lieber den blauen oder den roten Pyjama tragen möchten. Ob sie mit dem Stoffbären oder dem Stoffhäschen schlafen wollen. Ob das Licht ausbleibt oder sie das Nachtlicht wollen, und zu guter Letzt: Ob sie möchten, dass die Kinderzimmertür nachts auf oder zu bleibt.
Sie werden wahrscheinlich immer wollen, dass die Tür auf bleibt, aber darum geht es nicht. Diese letzte Frage kann entscheidend sein, damit ihr ohne große Ankündigung, dass Mama jetzt gehen muss, den Raum verlassen könnt.

Schaut in kurzen Abständen rein

Am Anfang kann es helfen, wen ihr euren Kindern sagt, dass ihr in fünf Minuten wiederkommt. So können sie sich zum einen in kurzen Intervallen daran gewöhnen, alleine in ihrem Bettchen zu bleiben und zum anderen lernen sie, dass ihr immer wieder zurückkommt. Kinder verstehen so, dass ihr auch dann noch da seid, wenn ihr nicht im selben Raum seid. Es ist aber absolut wichtig, dass ihr dann auch wirklich in genau fünf Minuten wieder da seid.

Dabei kann es auch beruhigend auf die Kleinen wirken, wenn ihr ihnen genau sagt, was ihr in der Zeit machen müsst. Sagt ihnen also ruhig, dass ihr schnell den Geschirrspüler einladet und dann wiederkommt, oder dass ihr die Tante anrufen möchtet und gleich zurück seid.

Behaltet eure Routine bei

Menschen sind Gewohnheitstiere, wenn wir erstmal ein bestimmtes Verhaltensmuster gelernt haben, fällt es uns schwer, dieses wieder abzulegen. Beim Schlaf könnt ihr euch das jedoch zu Nutze machen. Wenn eure Kinder immer die gleiche Schlafroutine haben, beispielsweise dass ihr gemeinsam bei gedämmtem Licht eine Geschichte lest, dann könnt ihr das auch in ihrem eigenen Bett so fortführen.

Falls eure Kinder es jedoch gewohnt sind, dass ihr danach auf dem Boden neben ihrem Bett wartet, bis sie eingeschlafen sind, könnt ihr das durch eine neue Routine ersetzen. Deckt sie zum Beispiel nach der Gute-Nacht-Geschichte ganz fest zu, gebt ihnen ein Küsschen und fragt sie auf dem Weg zur Tür, ob ihr die Tür auf oder zu lassen sollt. Schon habt ihr ein neues Ritual, dass ihr fortan jede Nacht durchführen könnt.

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