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Co-Sleeping: So schlafen alle gut und sicher im Familienbett

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 26. Juli 2018
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Gerade am Anfang gibt es für Baby und Eltern kaum etwas schöneres, als immer zusammen zu sein. Das gilt auch fürs Schlafen. Teilen sich aber alle ein großes Familienbett, gilt es einiges zu beachten.

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen Eltern strikt dazu geraten wurde, ihr Kind am besten direkt nach der Geburt an das eigenen Bettchen zu gewöhnen. Heute weiß man - oder besser, gesteht man es den Kleinen zu - dass das Alleinesein zum schlimmsten zählt, was sie in ihren ersten Lebenstagen und -monaten erleben können. Und genau deshalb entscheiden sich immer mehr Eltern für das Familienbett und gegen das eigene Kinderbettchen.

Und auch mit zunehmendem Alter der Kinder praktizieren viele Familien das Co-Sleeping, also das gemeinsame Schlafen in einem großen Familienbett. Damit alle Familienmitglieder zu jeder Zeit sicher und gut schlafen können, gibt es beim Familienbett ein paar Dinge, die man beachten sollte.

So wird das Familienbett zum sicheren Schlafplatz für alle

Ganz oben auf der Liste für das ideale Familienbett steht natürlich die Sicherheit für das Baby oder auch ein älteres Kind. Und dabei geht es nicht nur um den Schutz vor dem Hinausfallen. Auch Matratze, Bettlaken oder das Kissen können gefährlich für Babys werden. Idealerweise sieht ein Familienbett wie folgt aus:

1.Die Matratze für das Familienbett sollte gewisse Standards erfüllen. Soll das Baby beispielsweise in der Mitte zwischen Mama und Papa liegen, ist es wichtig, dass es keine Lücke gibt. Also besser keine zwei Matratzen für das Familienbett, sondern eine große durchgehende. Zu weich sollte sie nicht sein und auch groß genug, damit alle genug Platz und Bewegungsfreiheit haben.

2. Das Bettlaken sollte möglichst straff gespannt sein, damit sich Arme und Beine des Kindes nicht darin verfangen können.

3. Je nachdem, wo das Bett im Schlafzimmer steht, sollte darauf geachtet werden, dass es keine Lücken gibt, in die das Kind hineinrutschen könnte. Steht das Bett also an der Wand, sollten eventuelle Zwischenräume ausgestopft werden. Auch ein flexibles Bettgitter, wie es bei größeren Kindern gern als Schutz vor dem Hinausfallen verwendet wird, kann eine Lücke zwischen Bettrahmen und Matratze entstehen lassen, die für Babys gefährlich werden kann. Auch der Abstand der Sprossen eines solchen Gitters sollte nicht zu groß sein, damit sich das Baby nicht darin verfängt.

4. Vor allem dann, wenn das Baby noch klein ist, sollten keine Kissen in seiner Nähe liegen. Es besteht immer die Gefahr, dass es eines heran und über das Gesicht zieht.​ Das selbe gilt für Decken. Babys schlafen in den ersten Monaten am besten in einem Kinderschlafsack.

Gut schlafen im Familienbett

Ein Familienbett ist nicht für jedermann und jede Familie geeignet. Während es beispielsweise am Anfang und mit einem kleinen Baby wichtig ist, dass Mama bzw. Papa nicht zu fest schlafen, um schnell auf die Bedürfnisse des Kindes reagieren zu können, ist es definitiv von Nachteil einen leichten Schlaf zu haben, wenn ein zappeliges zwei- oder dreijähriges Kind des Nachts neben einem liegt.

Achtung ist auch geboten, wenn es eine starke Gewichtsdifferenz zwischen den Eltern gibt. Ist eines der Elternteile übergewichtig und liegt das Baby neben ihm, besteht die Gefahr, dass das Kind rüber rollt und sich aus dieser Lage nicht mehr befreien kann. In einem solchen Fall ist es sicherer für das Baby, in einem Beistellbettchen direkt neben dem Elternbett zu schlafen.

Eltern sollten versuchen, im Familienbett möglichst duftfrei zu schlafen, denn Babys haben einen sehr feinen Geruchssinn. Das gilt für das Waschmittel, aber auch für Cremes, Lotions und Parfüms von Mama und Papa. Je natürlicher der Geruch, desto eher fördert es die Eltern-Kind-Bindung, denn Babys erkennen Mama und Papa am Anfang am Geruch.

Die Temperatur im Schlafzimmer ist ebenfalls wichtig für einen guten Schlaf. Je mehr Personen sich das Familienbett teilen, desto schneller wird es warm. Achtet darauf, dass es im Schlafzimmer nicht zu warm und nicht zu kalt ist. Ideal sind 18 Grad Celsius. Mit Hilfe von saisonalen Babyschlafsäcken schwitzen die Kleinen nicht im Sommer und frieren nicht im Winter.

Übrigens: Haustiere wie Hunde oder Katzen gehören nicht ins Familienbett. Und auch auf Alkohol und Zigaretten sollte man unbedingt verzichten, wenn man sich das Bett mit Kindern teilt.

Bis wann können Kinder im Familienbett schlafen?

Es gibt eigentlich kein festes Alter, an dem Eltern ihr Kind oder ihre Kinder aus dem Familienbett werfen sollten. In der Regel ergibt sich das von ganz alleine. Wenn die Kinder sechs, sieben oder acht Jahre alt sind und immer selbstständiger werden, fragen sie auch nach einem eigenen Bett bzw. Zimmer.

Wer jedoch nicht gut schlafen kann, wenn das Kind im Familienbett liegt, unabhängig vom Alter des Kindes, der sollte überlegen, ob es nicht für alle angenehmer ist, dass Kind an sein eigenes Bett zu gewöhnen. Wenn es die Bewegungen des Nachwuchses sind, die einen immer wieder aus dem Schlaf reißen, dann genügt ein eigenes Bett neben dem Elternbett.

Wenn es jedoch die Geräusche des Kindes sind, die einen immer wieder nachts aufwecken, dann sollte man über ein eigenes Zimmer nachdenken. Denn am Ende zählt, dass alle gut schlafen können.

Familienbett kaufen oder selber bauen?

Entscheidend dafür ob ihr ein Familienbett kauft oder selber baut ist der Platz, den ihr zum Schlafen benötigt. Während es einigen Paaren samt Nachwuchs nichts ausmacht, sich eine 1,40 m Matratze zu teilen, kommen andere auch mit einer 1,80 m Matratze nicht richtig zur Ruhe.

Mittlerweile hat sich der Einzelhandel allerdings auf Familien eingestellt. Heute ist es kein Problem mehr, ein Familienbett in den Maßen 280 x 200 Meter zu kaufen. Allerdings kostet so eine Bettkonstruktion auch ein bisschen mehr.

Wer also Geld sparen möchte und trotzdem nicht aufs Familienbett verzichten mag, der baut selbst. Die einfachste Variante lässt sich aus Paletten und Matratzen bauen. Wer gerne ein paar mehr Zentimeter über dem Boden schläft, der sollte nicht ganz ungeschickt im Umgang mit Werkzeug sein. Aber auch hier finden sich im Internet jede Menge Ideen, Anleitungen und Tipps.

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