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Co-Sleeping: So schlafen alle gut und sicher im Familienbett

von Anne Walkowiak ,
Co-Sleeping: So schlafen alle gut und sicher im Familienbett© Getty Images

Gerade am Anfang gibt es für Baby und Eltern kaum etwas Schöneres, als immer zusammen zu sein. Das gilt auch fürs Schlafen. Teilen sich aber alle ein großes Familienbett, gilt es einiges zu beachten.

Inhalt
  1. · So wird das Familienbett zum sicheren Schlafplatz für alle
  2. · Gut schlafen im Familienbett
  3. · Was spricht gegen ein Familienbett?
  4. · Wie lange können Kinder im Familienbett schlafen?
  5. · Familienbett kaufen oder selber bauen?

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen Eltern strikt dazu geraten wurde, ihr Kind am besten direkt nach der Geburt ans eigene Bettchen zu gewöhnen. Heute weiß man – oder besser, gesteht man es den Kleinen zu – dass das Alleinsein zum schlimmsten zählt, was sie in ihren ersten Lebenstagen und -monaten erleben können. Und genau deshalb entscheiden sich immer mehr Eltern für das Familienbett und gegen das eigene Kinderbettchen.

Vorab im Video: Gründe, warum das Baby nicht schläft

Video von Justin Amaral

Und auch mit zunehmendem Alter der Kinder praktizieren viele Familien das sogenannte Co-Sleeping, also das gemeinsame Schlafen in einem großen Familienbett. Damit alle Familienmitglieder zu jeder Zeit sicher und gut schlafen können, gibt es beim Familienbett ein paar Dinge, die man beachten sollte.

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So wird das Familienbett zum sicheren Schlafplatz für alle

Ganz oben auf der Liste für das ideale Familienbett steht natürlich die Sicherheit für das Baby oder auch ein älteres Kind. Und dabei geht es nicht nur um den Schutz vor dem Hinausfallen. Auch Matratze, Bettlaken oder das Kissen können gefährlich für Babys werden. Wie sollte das Familienbett also aussehen?

1. Die Matratze für das Familienbett sollte gewisse Standards erfüllen. Soll das Baby beispielsweise in der Mitte zwischen Mama und Papa liegen, ist es wichtig, dass es keine Lücke gibt. Also besser keine zwei Matratzen für das Familienbett, sondern eine große durchgehende. Auch ein Topper kann eine vorhandene Lücke gut abdecken. Zudem sollte die Matratze nicht zu weich und auch groß genug sein, damit alle genug Platz und Bewegungsfreiheit haben.

2. Das Bettlaken sollte möglichst straff gespannt sein, damit sich Arme und Beine des Kindes nicht darin verfangen können.

3. Je nachdem, wo das Bett im Schlafzimmer steht, sollte darauf geachtet werden, dass es keine Lücken gibt, in die das Kind hineinrutschen könnte. Steht das Bett also an der Wand, sollten eventuelle Zwischenräume ausgestopft werden. So kann beispielsweise ein flexibles Bettgitter, wie es bei größeren Kindern gern als Schutz vor dem Hinausfallen verwendet wird, eine Lücke zwischen Bettrahmen und Matratze entstehen lassen. Für das Baby kann schon diese vermeintlich kleine Lücke gefährlich werden. Auch der Abstand der Sprossen eines solchen Gitters sollte nicht zu groß sein, damit sich das Baby nicht darin verfängt.

4. Vor allem dann, wenn das Baby noch klein ist, sollten keine Kissen in seiner Nähe liegen. Es besteht immer die Gefahr, dass es eines heran und über das Gesicht zieht und somit die Atemwege verdeckt.​ Der Greifreflex macht’s möglich. Dasselbe gilt für Decken. Babys schlafen in den ersten Monaten am besten in einem Kinderschlafsack (einen Ganzjahres-Baby-Schlafsack findest du zum Beispiel hier bei Amazon)*.

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Gut schlafen im Familienbett

Ein Familienbett ist nicht für jedermann und jede Familie geeignet. Gerade am Anfang und mit einem kleinen Baby ist es durchaus wichtig, dass Mama bzw. Papa nicht zu fest schlafen, um schnell auf die Bedürfnisse des Kindes reagieren zu können. Es ist aber von großem Nachteil einen leichten Schlaf zu haben, wenn ein zappeliges zwei- oder dreijähriges Kind des Nachts neben einem liegt.

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Vor allem Babys tun sich oft schwer mit dem Schlafen. Am Anfang liegt das daran, dass sie erst einen Tag-Nacht-Rhtyhmus erlernen müssen. Anschließend sind es eher äußere Faktoren, die den Schlaf der jüngsten Familienmitglieder stören können. So sollten Eltern darauf achten, dass das Familienbett möglichst duftfrei ist, denn Babys haben einen sehr feinen Geruchssinn. Das gilt für das Waschmittel, aber auch für Cremes, Lotions und Parfüms von Mama und Papa. Je natürlicher der Geruch der Eltern und der Umgebung, desto eher fördert es die Eltern-Kind-Bindung, denn Babys erkennen Mama und Papa am Anfang am Geruch.

Eine gute Bindung zu den Eltern vermittelt dem Kind Sicherheit und Geborgenheit. Und wer sich gut aufgehoben fühlt, der kann auch leichter ein- und später durchschlafen.

Die Temperatur im Schlafzimmer ist ebenfalls wichtig für einen guten Schlaf. Je mehr Personen sich das Familienbett teilen, desto schneller wird es warm. Achtet darauf, dass es im Schlafzimmer nicht zu warm und nicht zu kalt ist. Ideal sind 18 Grad Celsius. Mit Hilfe von saisonalen Babyschlafsäcken schwitzen die Kleinen nicht im Sommer und frieren nicht im Winter.

Übrigens: Haustiere wie Hunde oder Katzen gehören nicht ins Familienbett. Und auch auf Alkohol und Zigaretten sollte man unbedingt verzichten, wenn man sich das Bett mit Kindern teilt.

Was spricht gegen ein Familienbett?

Das Co-Sleeping soll dem Kind Geborgenheit und Sicherheit geben. Letzteres ist jedoch gefährdet, wenn es beispielsweise eine starke Gewichtsdifferenz zwischen den Eltern gibt. Ist eines der Elternteile viel schwerer als das andere und liegt das Baby neben ihm, besteht die Gefahr, dass das Kind rüberrollt und sich aus dieser Lage nicht mehr befreien kann. In einem solchen Fall ist es sicherer für das Kind, in einem Beistellbettchen direkt neben dem Elternbett zu schlafen.

Auf das Familienbett sollte man auch verzichten, wenn ein Elternteil oder sogar beide nicht gut schlafen können, wenn das Kind im Familienbett liegt. Und das unabhängig vom Alter des Kindes. Wer des Nachts öfter wach liegt, als schläft, sollte überlegen, ob es nicht für alle angenehmer ist, das Kind an sein eigenes Bett zu gewöhnen. Wenn es die Bewegungen des Nachwuchses sind, die einen immer wieder aus dem Schlaf reißen, dann genügt vielleicht bereits ein eigenes Bett neben dem Elternbett.

Wenn es jedoch die Geräusche des Kindes sind, die einen immer wieder nachts aufwecken, dann sollte man tatsächlich über ein eigenes Zimmer nachdenken. Denn am Ende zählt, dass alle gut schlafen können. Ausgeruhte Eltern sind nämlich viel entspannter und stressresistenter als stets übermüdete.

Wie lange können Kinder im Familienbett schlafen?

Es gibt kein festes Alter, an dem Eltern ihr Kind oder ihre Kinder aus dem Familienbett werfen sollten. In der Regel ergibt sich das von ganz alleine. Wenn die Kinder sechs, sieben oder acht Jahre alt sind und immer selbstständiger werden, fragen sie auch nach einem eigenen Bett bzw. Zimmer. Solange sich alle Familienmitglieder wohl damit fühlen, in einem Bett zu schlafen, so lange können Eltern und Kinder das Bett auch teilen.

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Familienbett kaufen oder selber bauen?

Entscheidend dafür, ob ihr ein Familienbett kauft oder selber baut ist der Platz, den ihr zum Schlafen benötigt. Während es einigen Paaren samt Nachwuchs nichts ausmacht, sich eine 1,40 m Matratze zu teilen, kommen andere auch mit einer 1,80 m Matratze nicht richtig zur Ruhe.

Mittlerweile hat sich der Einzelhandel allerdings auf Familien eingestellt. Heute ist es kein Problem mehr, ein Familienbett in den Maßen 280 x 200 Meter zu kaufen. Allerdings kostet so eine Bettkonstruktion auch ein bisschen mehr.

Wer also Geld sparen möchte und trotzdem nicht aufs Familienbett verzichten mag, der baut selbst. Die einfachste Variante lässt sich aus Paletten und Matratzen bauen. Wer gerne ein paar mehr Zentimeter über dem Boden schläft, der sollte nicht ganz ungeschickt im Umgang mit Werkzeug sein. Aber auch hier finden sich im Internet jede Menge Ideen, Anleitungen und Tipps.

Quellen & Informationen:

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Wichtiger Hinweis zum Schluss: Die Informationen und Tipps in diesem Artikel sind lediglich Anregungen. Jedes Kind ist anders und reagiert auf seine eigene Art und Weise. Es ist deshalb wichtig, dass du auf dein Kind eingehst und so herausfindest, welcher Weg der beste für euch ist.

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