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Tipps für mäkelige Esser: Was tun, wenn das Kind sein Gemüse nicht anrührt?

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 4. Mai 2017
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Das Argument "Aber es ist gesund und gut für dich" kann man sich direkt sparen.

"Mama, mögen Hasen Möhren?" - "Ja, sehr sogar. Und weißt du was? Deshalb tragen sie auch nie eine Brille!"

Schlechter kann der elterliche Versuch wohl kaum sein, das Kind zum gesunden Gemüse-Essen zu überreden. Aber ganz ehrlich, ich hab's auch schon versucht. Mit genau dieser zugegebenermaßen dämlichen Antwort. Aber so klein und unerfahren Kinder sind, solche Überredungsversuche durchschauen sie sofort. Also was tun, wenn der Nachwuchs das Gemüse verweigert und anfängt, sogar die klein geschnittenen Möhren aus der Suppe zu picken?

Eine allgemein gültige Antwort gibt es darauf vermutlich nicht. Denn jedes Kind ist anders, selbst familienintern. Während das eine also am liebsten Spinat isst, guckt das andere Erbsen, Möhren und Co. nicht mal an. Es gibt allerdings ein paar Möglichkeiten, das Kind ans verhasste Gemüse heranzuführen​.

5 Tipps von einem, der es wissen muss.

Jemand der weiß, wie man das am einfachsten schaffen kann, ist Miguel Maestre, ein bekannter Koch in seiner Wahlheimat Sydney und außerdem Vater zweier Kinder. In einem Interview mit der Australischen 'Daily Mail' verriet er jetzt, wie man die kleinen nörgelnden Esser zu kleinen Gemüse-Gourmets macht.

1. Gemeinsam essen

Miguel wurde in Spanien geboren und wuchs dort auf. Das Essen mit der Familie hatte immer einen besonderen Stellenwert. Gemeinsam am Tisch sitzen und gemeinsam essen sind heute besonders wichtig für den Starkoch und seine Familie. Auch Tischmanieren und das richtige Essen mit Messer und Gabel gehören dazu.

2. Gemeinsam kochen

Wer bei der Zubereitung des Essens oder sogar bei der Wahl des Essens helfen darf, wird später am Tisch nicht mäkeln, meint Miguel. "Wenn du Brot backst, lass sie den Teig machen." Auch der Umgang mit scharfen Messern sollte nicht gescheut werden. "Das gibt Kindern Selbstvertrauen und sie lernen den Umgang damit."

3. Bringe ihnen das Gemüse näher

Besucht einen Bauernhof, pflanzt gemeinsam etwas im Garten oder auf dem Balkon an. Der Wahl-Australier meint: "Bringe ihnen etwas über saisonales Gemüse bei wie Wintergemüse und sie werden viel offener mit dem Thema gesundes Essen umgehen."

4. Neue Geschmäcker

Miguel ist überzeugt davon, dass man Kindern auch öfter mal etwas Unbekanntes und Neues präsentieren kann. Die Kinder sollten dabei helfen, verschiedene Geschmäcker zu mixen. "Es ist wichtig für Kinder Essen aus aller Welt kennenzulernen", so der Koch.

5. Bleib hartnäckig

Der Koch ist überzeugt davon, dass man unbedingt dem Drang widerstehen sollte, extra für die Kinder zu kochen. "Schneide das Gemüse klein in Salate oder Couscous. Und wenn das nicht hilft, versuche etwas anderes, bis sie es essen", so der Koch.

Gesunde Ernährung ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen wichtig. Und weil das so ist, versuche ich in Zukunft mehr gemeinsam mit und nicht mehr nur für die Kinder zu kochen. Wollen wir doch mal sehen, ob aus meinem kleinen Gemüse-Hasser nicht doch noch ein Gemüse-Gourmet wird!

​Habt ihr vielleicht noch andere Tipps? Lasst es uns wissen!

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Das sind die 50 gesündesten Lebensmittel © iStock
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