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Terrible Twos? Von wegen! 9 Gründe, warum dreijährige Kinder die schlimmsten sind

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 19. April 2018
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Wenn Kinder mit zwei Jahren ihr eigenes 'Ich' und ihren Willen entdecken, ist das für Eltern sehr anstrengend. Allerdings ist das nur die Vorbereitung! Denn wenn die Kleinen erst drei Jahre alt sind, geht es zu Hause richtig los.

Für Eltern ist jede Phase des eigenen Kindes immer die anstrengendste. Egal ob sie noch Neugeborene sind, gerade anfangen zu krabbeln oder bereits erste Worte brabbeln, das Hier und Jetzt ist für Eltern die größte Herausforderung. Und alle schon 'bewältigten Phasen' sind in der Retrospektive eigentlich gar nicht so schlimm gewesen.

Jedenfalls fast alle, denn eine Phase toppt sie alle (wenn meine Kinder in die Pubertät kommen, überarbeite ich diesen Artikel unter Umständen noch mal). Wenn die süßen, kleinen, Kulleraugen-tragenden Kinder nämlich drei Jahre alt sind, ändert sich zu Hause der Ton und ein kleiner Diktator tritt eines morgens aus dem Kinderzimmer.

Darum sind 3-Jährige das ausgemachte Böse:

1. Ihr Wille geschehe

Während Kinder am Anfang einfach weinen, wenn die Eltern 'Nein' sagen oder sie ihren Willen nicht durchsetzen können, sind sie mit drei Jahren eine Naturgewalt - aus der Unterwelt. Denn sie werfen sich auf den Boden, schreien aus Leibeskräften und haben dabei die Ausdauer eines Marathon-Läufers. Da kann man sich als Eltern schon mal fragen, ob man einen Exorzisten zur Teufelsaustreibung kurzfristig organisiert bekommt.

2. Ohne Punkt und Komma

Lange sehnt man es herbei, dass die Kinder anfangen zu sprechen. Wenn sie es mit drei Jahren dann so richtig raus haben, gibt es kein Halten mehr. Sie kauen einem tagein tagaus ein Ohr ab und danach auch noch das zweite.

3. Ohne Windel, ohne Planung

Das windelfreie Leben ist für Kinder ein riesengroßer Schritt. Mit rund drei Jahren haben sie's auch raus, Bescheid zu geben, wenn sie mal müssen. Allerdings IMMER SOFORT. Da wird eine einstündige Autofahrt auch gerne zu einem ausgedehnten Tagesausflug. Denn kaum hat man das Kind angeschnallt und sich selbst hinters Steuer gesetzt, da brüllt es schon von hinten. Positiver Nebeneffekt: So erfährt man, dass es auch im Discounter, dem Drogeriemarkt oder dem Tiernahrungshandel eine Kunden-Toilette gibt.

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4. Das schmeckt nicht!

Vorbei ist die Zeit, da man dem Kind das Essen kredenzt und es alles einfach reingespachtelt hat. Mit drei Jahren ist alles, was nur annähernd gesund aussieht, ein Anschlag auf ihr Leben. Selbst in der pürierten Suppe werden sie eine Zutat finden, die ihnen das Mahl so richtig vermiest.

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5. Das ziehe ich nicht an!

Auch vorbei sind die Zeiten, in denen man ihnen etwas Süßes anziehen konnte und sie aussahen wie kleine, schnuckelige H&M-Katalog-Kinder. Mit drei Jahren kleiden sie sich selbst ein, getreu dem Motto: Zu bunt gibt es nicht!

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6. Sie baden in Dreck

Dreckige Hände sind ein Grund zum Weinen, zumindest für Kinder im Alter von zwei Jahren. Mit drei scheinen Kinder darin zu baden. Die Schuhe beinhalten immer mehr Sand als der Sandkasten, die Hände sind Pechschwarz und die Klamotten kann man am Abend in die Waschmaschine stellen.

7. Sie haben dich in der Hand

Kinder im Alter von drei Jahren sind wahre Strippenzieher. Sie kennen die Knöpfe und Hebel, die sie betätigen müssen, um entweder etwas zu bekommen oder aber ihre Eltern an den Rand des Wahnsinns zu befördern. Und dann bekommen sie auch was sie wollen.

8. Müde sind immer nur die anderen

Schlaf ist für Dreijährige die Höchststrafe. Sie wachen morgens vor dem eigentlichen Aufstehen auf, müssen nach dem Mittagessen unbedingt noch etwas fertig spielen und sind abends sowieso nie müde. Und ihre Ähnlichkeit mit einem Panda finden sie eigentlich auch ganz schön.

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9. Ich mach das alleine!

Dreijährige sind überzeugt davon, ALLES alleine machen zu können. Und sie werden richtig bösartig, wenn man es auch nur wagt, ihnen Hilfe anzubieten. Wenn man dabei als Eltern nicht die Geduld verliert (weil alles eine Ewigkeit dauert), tun es nach dem dritten misslungenen Versuch dann die Kinder und damit wären wir wieder bei Punkt 1.

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