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Calciummangel: Wenn du DIESE Symptome hast, solltest du handeln!

Jane Schmitt
von Jane Schmitt Veröffentlicht am 3. September 2018
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Häufige Muskelkrämpfe und -zuckungen, Kribbeln in Händen und Beinen - das können Symptome von Calciummangel sein. Erfahre hier, wie du dem vorbeugen kannst und wann du zum Arzt gehen solltest.

"Trink Milch, damit du groß und stark wirst", viele Kinder haben diesen Satz schon gehört. Tatsächlich ist auch etwas Wahres dran. Denn Nahrungsmittel wie Milch sind zuverlässige Calciumlieferanten. Doch nicht nur Kinder sollten täglich ausreichend Calcium aufnehmen. Auch für Erwachsene ist es wichtig, ihren Bedarf mit einer ausgewogenen Ernährung zu decken.
Wir verraten dir, an welchen Symptomen du einen Calciummangel erkennst und warum der Mineralstoff so wichtig für deinen Körper ist!

8 typische Symptome für einen Calciummangel

Am häufigsten zeigt sich ein Calciummangel durch folgende Symptome:

  • Muskelschmerzen und Krämpfe
  • unkontrollierte Muskelzuckungen
  • Kribbeln in Hände und Beinen (Ameisenlaufen)
  • gesteigerte Erregbarkeit des Nervensystems

Daneben gibt es noch weitere Symptome, die auf einen Calciummangel hindeuten können. Dazu gehören:

Warum ist Calcium wichtig?

Von allen Mineralstoffen, die im Körper zu finden sind und zu denen zum Beispiel auch Eisen oder Magnesium gehören, ist Calcium (auch Kalzium) der häufigste. Dabei sind 99 Prozent des Calciums in den Knochen zu finden, circa 1 Prozent ist in Blut und Nervenzellen enthalten. Calcium ist für unseren Körper in vielerlei Hinsicht enorm wichtig:

  • Calcium wird für das Wachstum und den Erhalt von Knochen und Zähnen benötigt.
  • Calcium ist unter anderem dafür zuständig, dass unsere Muskeln einwandfrei funktionieren können, hier verhindert es Krämpfe.
  • ​Der Körper braucht Calcium für die Herz-, Nieren- und Lungenfunktion.
  • ​Calcium ist für das Nervensystem und die Hormonproduktion wichtig.
  • Calcium schützt und stärkt die Zellwände und ist für die Blutgerinnung notwendig.

​Nehmen wir den Mineralstoff ausreichend auf, stärkt das unser gesamtes Immunsystem und schützt vor Erkrankungen wie Osteoporose. Damit unser Organismus den Mineralstoff Calcium optimal aufnehmen und verwerten kann, benötigt er zusätzlich Vitamin D.

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Die Folgen von Calciummangel

Besteht ein länger andauernder Calciummangel, leiden darunter Skelett und Zähne. Das bedeutet, dass es dann zu einer Entkalkung von Knochen und Zähnen kommen kann. Schon bei geringen Belastungen besteht ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Zusätzlich kann es durch den Mangel zu Rückenproblemen und starken Schmerzen kommen.

Calciummangel bzw. eine unzureichende Verwertung des Mineralstoffs kann auch zu Knochenverformungen führen, doch das ist heutzutage eher selten. ​Im 19. Jahrhundert waren davon meist Kinder betroffen. Sie lebten in düsteren Arbeitervierteln und konnten durch einen Mangel an Sonnenlicht nicht genug Vitamin D bilden. Daher wurde die Erkrankung auch als Vitamin-D-Mangel-Rachitis bezeichnet.

Wie viel Calcium braucht ein Mensch?

Die Menge an Calcium, die der Körper braucht, variiert je nach Lebensalter. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für erwachsene Frauen und Männer eine tägliche Aufnahme von etwa 1000 Milligramm, um den Tagesbedarf zu decken. Den Tagesbedarf erreicht ihr schon, indem ihr zum Beispiel pro Tag einen Becher Joghurt, eine Portion Broccoli, ein Glas Milch und etwas Käse esst. Kinder, Schwangere und stillende Mütter benötigen mehr Calcium.

Diese Lebensmittel enthalten Calcium

Die empfohlene Calciummenge pro Tag lässt sich normalerweise recht einfach über die Nahrung aufnehmen. Milchprodukte wie Käse, Milch oder Joghurt liefern dabei am meisten Calcium. Wer sich vegan ernährt, sollte calciumhaltige Lebensmittel wie Grünkohl, Broccoli oder Blattspinat auf seinen Speiseplan setzen. Auch Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte enthalten Calcium, allerdings weniger.

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Calciummangel? Trink mehr Wasser!

Mineralwasser ist ebenfalls ein zuverlässiger Calciumlieferant. Pro Tag solltest du 2 bis 3 Liter Wasser trinken, um deinen Flüssigkeitshaushalt aufzufüllen. Kauft man Mineralwasser, sollte es idealerweise über 550 mg Calcium pro Liter enthalten, dabei sollte der Natriumgehalt niedrig sein, am besten unter 220 mg pro Liter.

Wann brauche ich Calciumpräparate?

Es kann vorkommen, dass die Calcium-Aufnahme über die Nahrung nicht ausreicht, um unseren täglichen Bedarf zu decken. Dann sind Calciumpräparate eine Möglichkeit, einem Mangel und den Symptomen vorzubeugen. Gerade Menschen mit einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz), die sich vegan ernähren oder die Milchprodukte einfach nicht mögen, wird empfohlen, Calcium einzunehmen. Normal dosierte Calciumpräparate können in Form von Tabletten oder Brausetabletten in Drogerien oder Apotheken gekauft werden.

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Wie schädlich ist ein Calciumüberschuss?

Tatsächlich kann es auch zu einem Calciumüberschuss (Hyperkalzämie) kommen. Normalerweise ist ein erhöhter Calciumspiegel im Körper harmlos. Allerdings kann ein Überschuss je nach Veranlagung die Bildung von Nierensteinen fördern. Auch bei Dialysepatienten wird genau darauf geachtet, dass der Calciumwert nicht zu hoch wird. Hochdosiertes Calcium solltest du daher nur nach ärztlicher Anweisung einnehmen.

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