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7 Gründe, dich als Knochenmark-Spender registrieren zu lassen

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 16. August 2019

Um Knochenmark- bzw. Stammzellspender zu werden, musst du erst mal nur ein Wattestäbchen mit etwas Speichel befeuchten, fertig. Und wir sagen dir auch, warum du das unbedingt tun solltest.

Knochenmarkspender zu werden geht kinderleicht. Du musst dafür nicht einmal ins Krankenhaus gehen, sondern kannst dir das Set bequem im Internet bestellen, z.B. bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS).

Warum man sich überhaupt als Knochenmarkspender registrieren lassen sollte? Jeden Tag erkranken in Deutschland und überall auf der Welt Menschen an Blutkrebs. Blutkrebs ist ein Überbegriff für alle bösartigen Erkrankungen des Knochenmarks und des blutbildenden Systems. Eine Form ist zum Beispiel die Leukämie.

Ein typisches Merkmal von Blutkrebs ist die Entartung der weißen Blutzellen. Normalerweise sind weiße Blutkörperchen für die Immunabwehr zuständig und bekämpfen Infektionen. Bei Menschen mit Blutkrebs funktionieren sie nicht wie gewohnt. Man neigt zu Infekten, der Sauerstofftransport im Blut wird behindert und Blutungen werden nicht mehr so leicht gestoppt.

Mit herkömmlichen Behandlungsmöglichkeiten, wie z.B. der Chemotherapie, stößt man bei Blutkrebs schnell an die Grenzen. Die letzte Chance auf Heilung ist für Erkrankte oft eine Stammzelltransplantation. Dafür in Frage kommen nur Menschen, deren Gewebemerkmale denen des Erkrankten möglichst ähnlich sind. Das sind manchmal Familienmitglieder, häufig aber sind Erkrankte auf eine Fremd-Spende angewiesen.

Ist ein passender Spender gefunden, gibt es zwei Möglichkeiten. In den meisten Fällen wird eine Stammzellspende über eine Blutentnahme gemacht. Lediglich in 20 Prozent der Fälle wird unter Vollnarkose eine Stammzellspende aus dem Knochenmark entnommen. Beides hat ein geringes Risiko für den Spender.

Du bist noch unschlüssig?

Hier kommen sieben Gründe, warum du dich noch heute als Knochenmarkspender registrieren lassen solltest:

1. Täglich erkrankt allein in Deutschland alle 15 Minuten ein Mensch an Blutkrebs. Es kann JEDEN treffen.

2. Ein Großteil der Patienten sind Kinder und Jugendliche.

3. Nur ein Drittel der Erkrankten findet einen passenden Spender in der Familie.

4. Jeder siebte Patient findet keinen passenden Spender.

5. Je mehr Menschen registrierte Knochenmarkspender sind, desto mehr Menschen kann geholfen werden.

6. Eine Stammzelltransplantation ist oft die letzte Chance auf Heilung.

7. Eine Stammzelltransplantation rettet Leben und birgt kaum Risiken für den Spender.

Übrigens: Wenn ihr matcht, also als Spender für eine erkrankte Person in Frage kommt, wird man euch bei der Kontaktaufnahme noch einmal explizit fragen, ob ihr auch noch zum jetzigen Zeitpunkt bereit seid, die Spende zu leisten.

Wer wissen möchte, wie eine Stammzellenspende genau abläuft, kann hier einen ausführlichen Erfahrungsbericht lesen: Erfahrungsbericht: Wie es ist, Stammzellen zu spenden

Weitere Quellen & Informationen:

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von Diane Buckstegge