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6 Hausmittel gegen eine verstopfte Nase: Die wirken wirklich!

Jane Schmitt
von Jane Schmitt Veröffentlicht am 30. August 2018
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Eine verstopfte Nase gilt generell als harmlos - trotzdem ist sie extrem nervig! Wir verraten euch 6 Hausmittel gegen eine verstopfte Nase, die euch wieder frei atmen lassen und viel schonender sind als Nasenspray.

Wir kennen es alle nur zu gut, vor allem wenn die feucht-kühle Jahreszeit Einzug feiert: dieses unangenehme Gefühl, wenn die Nase „zu“ ist, wir mühsam durch den Mund atmen müssen und plötzlich nur noch mit einer seltsam näselnden Stimme sprechen können. Kurz: eine verstopfe Nase ist alles andere als sexy.

Kämpfst du auch mit einer verstopften Nase? Statt reflexartig zum Nasenspray zu greifen, solltest du bei der nächsten Erkältung besser erst einmal versuchen, mit sanften Hausmitteln gegen eine verstopfte Nase anzukommen. Denn anders als Nasensprays, lassen die natürlichen Hausmittel die Nase schonend abschwellen.

Was sind die Ursachen für eine verstopfte Nase?

Abgesehen von Erkältungsviren können auch andere Ursachen hinter dem Schnupfen und der verstopften Nase stecken. Dazu zählen unter anderem Allergien zum Beispiel gegen Hausstaub oder Tierhaare. In dem Fall spricht man von einem sogenannten allergischen Schnupfen. Weitere Gründe für eine vermehrte Schleimbildung in den oberen Atemwegen können Rauch, Staub, trockene Luft sowie bestimmte Reizstoffe sein.

Außerdem kann auch der übermäßige und regelmäßige Gebrauch von Nasensprays zu einer dauerhaften Verstopfung der Nase führen. Deshalb sollte man Nasentropfen oder -spray maximal sieben bis zehn Tage anwenden.

Gut, dass es jede Menge Hausmittel gibt, die effektiv gegen eine verstopfte Nase wirken können. Hier kommen die 6 besten!

1. Inhalieren, um die Atemwege zu befreien

Zu den klassischen Hausmitteln gegen eine verstopfte Nase zählt das Inhalieren von heißem Wasserdampf. Der Dampf hilft dabei den Schleim zu lösen, beziehungsweise die Nasenschleimhaut zu befeuchten. Versetzt mit Salz oder ätherischen Ölen wie Eukalyptus, Thymian, Anis oder Pfefferminz wirkt Inhalieren zuverlässig gegen erkältungsbedingten Schnupfen.

Richtig inhalieren:
Zum Inhalieren kann man einen Topf oder eine Schüssel mit heißem Wasser befüllen und sich dann mit einem Handtuch über dem Kopf über die dampfende Flüssigkeit beugen. Das Risiko sich dabei zu verbrühen ist jedoch sehr hoch. Auch die Augen kriegen die ätherischen Dämpfe ab, wodurch sie brennen und tränen können.

Eine sichere Variante sind deshalb Dampfinhalatoren:
Der praktische Inhalationsaufsatz reicht genau über Nase und Mund, so dass der heilsame Dampf optimal auf die oberen Atemwege wirken kann, ohne die Augen in Mitleidenschaft zu ziehen. Wie bei der klassischen Schüssel-Handtuch-Variante füllst du heißes Wasser in das Gerät, gibst den gewünschten Zusatz wie Salz oder Öl hinein und verschließt das Gefäß mit dem dazugehörigen Aufsatz.
Einen Inhalator bekommst du in der Apotheke, im Drogeriemarkt oder online.

Salzlösung gegen eine verstopfte Nase:
Für eine selbstgemachte Salzlösung zum Inhalieren löse 1 g Speisesalz mit 100 ml heißem Wasser. Das Inhalieren mit Salzwasser ist schonender als mit ätherischen Ölen.

Wichtig: Asthmatiker und Kinder sollten keinesfalls mit ätherischen Ölen behandelt werden, weil diese Asthmaanfälle und sogar Atemnot verursachen können.

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2. Nasendusche gegen eine verstopfte Nase

Auch Nasenspülungen mit Salzwasser können effektiv helfen, die Nase wieder freizubekommen. Dadurch werden Krankheitserreger oder auch Pollen aus der Nase gespült.

Anwendung einer Nasendusche:
Neige den Kopf für die Nasenspülung seitlich nach vorn über ein Waschbecken. Fülle lauwarmes Wasser (oder Salzwasser) in ein Nasenloch ein und lass es auf der anderen Seite abfließen. Bei einer sehr verstopften Nase muss man es mehrfach versuchen bis sich der Schleim löst. Sei vorsichtig und übe nicht zu viel Druck aus.

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3. Viel trinken bei Schnupfen

Neben verschiedenen Hausmitteln hilft es dem Körper bei hartnäckigem Schnupfen auch viel zu trinken. Ist der Körper mit ausreichend Wasser versorgt, fördert das die Verflüssigung zähen Schleims. Pfefferminztee wirkt durch den hohen Mentholgehalt schleimlösend. Auch andere Kräutertees sind wirksame Hausmittel gegen eine verstopfte Nase.

4. Vitamin C bei Erkältungen

Nehmen wir ausreichend Vitamin C zu uns, geht es uns besser. Zwar ist es wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt, ob, wie und warum Vitamin-C-haltige Lebensmittel die Krankheitsdauer verkürzen, doch das Ergebnis ist entscheidend. Daher ist eine Tasse heiße Zitrone mit Honig absolut zu empfehlen.

Tipp: Übergießt die Zitrone und den Honig nicht mit kochendem Wasser, sondern lasst es kurz abkühlen. Die Hitze beschädigt die guten Inhaltsstoffe.

Die solltet ihr kennen: Die Top 10 der Vitamin C reichen Lebensmittel

5. Zwiebel und Knoblauch gegen eine verstopfte Nase

Es mag zunächst gewöhnungsbedürftig klingen, doch einige schwören auf dieses Hausmittel: Wer unter einer verstopften Nase leidet, kann eine Zwiebel in Stücke schneiden, in ein offenes Gefäß geben und dieses nachts, auf Kopfhöhe neben das Bett stellen.

Neben Zwiebeln kann man das genauso mit frischem Knoblauch anwenden. Möglicherweise ist auch das Riechen an einer frisch aufgeschnittenen Zwiebel hilfreich. Treibt der scharfe Zwiebelgeruch uns sonst die Tränen in die Augen, können die Dämpfe den Schleim in einer verstopften Nase lösen.

Wer (egal ob man selbst oder der Partner) den Geruch von Zwiebeln und Knoblauch nicht erträgt, kann in den Behälter auch ein paar Wattebausche stecken und diese zum Beispiel mit Minzöl beträufeln.

Gut zu wissen: Knoblauchgeruch loswerden: Die besten Tipps

6. Nasenschleimhaut feucht halten

Ist die Nase häufig verstopft, kann es auch daran liegen, dass man sich oft in warmer, trockener oder verrauchter Luft aufhält. Dagegen kann das Befeuchten der Nasenschleimhaut helfen. Ähnlich wie eine Nasenspülung mit Salzwasser wirken salzhaltige Nasensprays - schleimlösend und befeuchtend. Ebenso kann man auf Nasensalbe zurückgreifen. Die trockene Luft in einem überheizten Schlafzimmer lässt sich durch regelmäßiges Lüften und das Aufhängen nasser Handtücher nasenfreundlicher gestalten.

Auch ein Dampfbad kann eine verstopfte Nase lindern und die Schleimhäute befeuchten. Gerade für Erkältungen gibt es viele Badezusätze, die dabei helfen, wieder frei atmen zu können. Diese sorgen dafür, dass die Schleimhäute in der Nase abschwellen. Besonders geeignet sind Zusätze mit Minze, Eukalyptus, Thymian oder Fichtennadeln und Meersalz.

Wichtig: Du solltest auf das Bad verzichten, wenn du einen hohen Blutdruck oder Fieber hast, weil das heiße Bad den Kreislauf ankurbelt und das unter genannten Umständen zu belastend für den Körper ist.

Erkältungsbad selber machen:
Für das Erkältungsbad sollte die Wassertemperatur zwischen 32 und 36 Grad betragen. Lege dich für 15 bis 20 Minuten in die Wanne. Für ein Vollbad nimmst du einen Teelöffel Pflanzenöl oder Honig und fügst maximal 10 Tropfen eines ätherischen Öls dazu, gut vermischen. Da die Öle schnell verfliegen, solltest du sie erst kurz vor dem Baden ins Wasser geben.

Statt der Öle kannst du auch Kräuter für das Erkältungsbad verwenden, diese sind etwas milder. Dazu kannst du verschiedene Tees benutzen. Koche dazu einen Liter Wasser und gebe 1 Teebeutel Fencheltee, 1 Teebeutel Pfefferminztee und 1 TL Anissamen hinein. Lass den Sud für circa 10 Minuten in einer Kanne ziehen. Gieße die Kräutermischung in dein Vollbad.

Vorsicht: Für Schwangere und Kinder sind nicht alle ätherischen Öle geeignet. Lasst euch in der Apotheke beraten.

Auch lesen: Badezusätze und ihre Wirkung

Verstopfte Nase durch Nasenspray?

Nasensprays mit Wirkstoffen wie Oxymetazolin oder Xylometazolin wirken abschwellend und helfen so sehr schnell gegen eine verstopfte Nase. Die Wirkung hält dabei über mehrere Stunden an. Doch man sollte Medikamente dieser Art nicht länger als eine Woche verwenden. Der Grund: Bei zu häufiger Anwendung kommt es zu einem Gewöhnungs-Effekt der Nasenschleimhaut. Sie schwillt nach jedem Sprühen schneller wieder an - die Nase ist verstopft. Die Folge: Man greift noch häufiger zum Spray und es entsteht eine Art Teufelskreis. Um einer solchen Gewöhnung bzw. Abhängigkeit Herr zu werden, hilft nur der komplette Verzicht.

Verstopfte Nase: Wann zum Arzt?

Generell ist eine verstopfte Nase kein Grund zur Besorgnis. Bessern sich die Beschwerden trotz Medikamente oder Hausmittel jedoch innerhalb einer Woche nicht, oder hast du Fieber oder Schmerzen in den Nebenhöhlen, solltest du einen Arzt aufsuchen. Dann könnte zum Beispiel eine Nasennebenhöhlenentzündung vorliegen.

HINWEIS: Zu Risiken und Nebenwirkungen von Arzneien lies die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und frage deinen Arzt oder Apotheker.

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