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Gesunde Schokoriegel selber machen: Vegan, ohne Zucker & sooo lecker!

von Ann-Kathrin Schöll Erstellt am 21. August 2020
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Gesunde Schokoriegel selber machen: Vegan, ohne Zucker & sooo lecker!© unsplash.com/julia-androshchuk

Naschen ohne schlechtes Gewissen? Das geht mit gesunden Schokoriegeln! Wir zeigen euch ein veganes Rezept ohne Haushaltszucker, das gekauften Riegeln echte Konkurrenz macht. Versprochen!

Ich gebe zu: Ich esse gerne Kuchen mit Zucker und ernähre mich nicht vegan. Deshalb bin ich oft erst mal skeptisch, was zuckerfreie oder vegane Rezepte angeht. Umso mehr freue ich mich aber, wenn ich veganes oder zuckerfreies Essen probiere und ich absolut NICHTS vermisse.

Genau das ist mir passiert, als ich ein Rezept für gesunde Schokoriegel ausprobiert habe - vegan und ohne Zucker. Meine Befürchtung: Die Schokoriegel schmecken nur "gesund" und so gar nicht nach Süßigkeiten.

Doch ich kann euch versichern: Das vegane Schokoriegel-Rezept ohne Zucker ist einfach GENIAL! Ich finde die selbst gemachten Süßigkeiten sogar leckerer als Snickers, Twix & Co. Und ja, das meine ich 100 % ernst.

Gesunde Schokoriegel ohne Zucker selber machen: Veganes Rezept

Die gesunden Schokoriegel kommen ganz ohne Haushaltszucker aus. Dafür stecken jede Menge Vitamine und Mineralstoffe drin durch die verwendeten Datteln, Haferflocken und Nüsse.

Die Basis für die Happen, die kein bisschen nach Müsliriegel, sondern herrlich schokoladig und cremig süß schmecken, bildet ein knuspriger No-Bake-Boden aus Hafer- und Kokosflocken. Darauf kommt eine sündige Füllung, die an Chocolate Fudge erinnert, aber viel gesünder ist.

Ihr braucht für 14-16 Riegel:

Für den Boden:

  • 100 g Haferflocken (oder Hafermehl)
  • 50 g Kokosflocken
  • 1,5 EL Kokosöl*
  • 1 gestrichener TL Zimt
  • 2 EL Agavendicksaft*
  • 100 ml Pflanzenmilch


Für die Füllung:

  • 240 g Soft-Datteln
  • 1 EL Backkakao
  • 3 EL Crunchy-Erdnussbutter
  • 2-3 EL Ahornsirup
  • 1 TL Vanille-Extrakt*
  • 1 Prise grobes Meersalz
  • etwas Wasser
  • 100 g ganze Haselnüsse


Für die Glasur:

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 1 EL Kokosöl


Zum Garnieren:

  • Kokosflocken
  • Salzflocken


Außerdem:


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Zubereitung:

Startet mit dem Boden:
Dazu die Haferflocken im Standmixer zu einem Mehl zerkleinern. Alternativ könnt ihr auch direkt Hafermehl verwenden. Das Kokosöl in eine kleine Schüssel geben und bei niedriger Stufe in der Mikrowelle schmelzen lassen. Das Hafermehl in eine größere Schüssel geben und zusammen mit dem flüssigen Kokosöl, den Kokosflocken, dem Zimt, dem Agavendicksaft und der Pflanzenmilch zu einem recht festen und klebrigen Teig verarbeiten.

Die Brownie-Backform (ich habe eine mit Maßen 27x26 cm verwendet, ihr könnt aber auch eine kleinere benutzen) mit Backpapier auslegen und den Teig hineindrücken, sodass ein gleichmäßig dicker Boden entsteht. Zum Glattstreichen einen Backspatel mit Wasser anfeuchten und den Boden damit andrücken.

Jetzt zur Füllung:
Dazu die Soft-Datteln zusammen mit dem Kakao, der Erdnussbutter, dem Vanille-Extrakt, dem Meersalz und einen Schuss Wasser in den Mixer geben und zu einer glatten Masse pürieren. Da die Datteln sehr klebrig sind, solltet ihr den Mixer auf eine kleine Stufe stellen oder den Pulsieren-Modus verwenden. Sonst kann es schnell passieren, dass er "durchdreht".

Die fertige Füllung auf den Boden geben und ebenfalls gleichmäßig glatt streichen. Das dauert ein wenig und klappt mit einem angefeuchteten Spatel besser. Zur Not könnt ihr auch eure Hände kurz unters Wasser halten und damit die Füllung auf dem Boden verteilen und andrücken.

Jetzt die Haselnüsse darüber streuen und mit den Händen in den "Teig" drücken. Das Ganze wandert jetzt für 2-3 Stunden in den Gefrierschrank. Durch die Kälte werden die Schokoriegel schön fest und lassen sich besser schneiden und mit Schokolade überziehen.

Für die Schokoglasur die Schokolade in grobe Stücke brechen und zusammen mit dem Kokosöl im Wasserbad oder auf niedriger Stufe in der Mikrowelle (bei maximal 200 Watt) schmelzen lassen. In der Zwischenzeit den Riesenschokoriegel aus der Form heben und mit einem langen, scharfen Messer in gleichmäßige kleine Schokoriegel schneiden.

Backpapier unter das Kuchengitter legen und die Schokoriegel einzeln mit der flüssigen Schokolade überziehen. Dazu einfach die Riegel ins Schokobad fallen lassen und mit zwei Gabeln wenden, dann aufs Kuchengitter legen. Achtung: Da die Riegel gefroren sind, wird die Schokolade schnell fest. Streut also direkt die Kokosflocken oder die Salzflocken als Garnitur darüber.

Die gesunden Schokoriegel sind im Kühlschrank rund 2 Wochen haltbar. Eingefroren halten sie sogar mehrere Monate.

Im Video: So einfach könnt ihr Erdnussbutter selber machen

Video von Aischa Butt

Schokoriegel-Rezept abwandeln

Das vegane und gesunde Schokoriegel-Rezept lässt sich je nach Geschmack abwandeln. Wer zum Beispiel nicht so gerne Haselnüsse isst oder eine Allergie hat, kann diese auch durch andere Nüsse oder Mandeln ersetzen. Mit salzigen Erdnüssen erinnern die Schokoriegel an Snickers, mit Walnüssen bekommen sie einen herberen Geschmack. Auch Mandeln passen gut zum Dattel-Schoko-Fudge.

Lest auch: 6 Rezepte für gesunde Proteinriegel

Die Erdnussbutter in der Schokofüllung könnt ihr auch durch Mandelbutter oder ein anderes Nussmus ersetzen. Wenn ihr ein eher flüssiges Nussmus verwendet, solltet ihr je nach Konsistenz das Wasser bei der Zubereitung der Füllung reduzieren.

Wie viel Kalorien haben die gesunden Schokoriegel?

Für alle, die denken, "gesund" heißt gleichzeitig auch kalorienarm, habe ich schlechte Nachrichten: Ja, die selbst gemachten veganen Schokoriegel ohne Haushaltszucker sind gesünder, da in ihnen mehr Vitamine und Mineralstoffe stecken als in "normalen" Schokoriegeln.

Doch durch die verwendeten Nüsse, das Kokosöl, die Datteln und natürlich die Zartbitterschokolade sind sie nicht gerade Leichtgewichte, was die Kalorien angeht.

So kommen 100 g Datteln auf ca. 280 Kilokalorien und in 100 g Haselnüssen stecken sogar rund 630 Kilokalorien. Auch bei den veganen Riegeln gilt also: Nascht mit Bedacht. Wenn ihr Kalorien einsparen möchtet, könnt ihr die Nüsse weglassen und zu einer Schokolade mit noch höherem Kakao-Anteil greifen.

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