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Rezept für Mochi-Eis: So gelingt euch die gesunde Eis-Sensation

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 16. Juni 2019
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Mochi-Eis ist kalorienarm, vegan und super lecker. Wir zeigen euch, was drin steckt und wie ihr die kleinen Eiskugeln ganz einfach selber machen könnt.

Eis im Teigmantel - und das soll keine Kalorienbombe sein? Nö, zumindest nicht im Fall von Mochi-Eis. Denn statt klassischem Sahneeis landet traditionell Eiscreme aus Kokosnussmilch in der Mitte einer dünnen Schicht aus ungebackenem Klebreismehl. Also nix mit fettigem Frittieren.

Übersüß sind die Teig-Eis-Happen auch nicht, denn die elastische Hülle besteht quasi nur aus Mehl und Wasser. Sie ist damit der ideale Geschmacksträger für das Eis und hält beim Essen zugleich eure Finger sauber.

Was ist Mochi? Zwischen Trend und Tradition

In Japan haben Mochis eine lange Tradition - ursprünglich allerdings ohne Eisfüllung. Typischerweise verbergen die runden Mini-Reismehlküchlein in ihrem Inneren eine stark gezuckerte Bohnenpaste als süße Überraschung.

Auch Fruchtgelees und Füllungen aus nussigem Sesam oder cremiger Erdnussbutter sind beliebt. Hauptsaison haben Mochi in Japan übrigens im Winter. Dann werden sie mit Vorliebe als Neujahrsküchlein vernascht.

Das trendige Mochi-Eis wurde ebenfalls von einer Japanerin erfunden. Frances Hashimoto brachte das gekühlte Mochi in den USA groß raus und verpasste dem Traditionsgebäck damit ein Sommer-Update! Der Teiganteil ist beim Mochi-Eis deutlich geringer als bei klassischen Mochis. So bleibt innen mehr Platz für die Eiscreme - genau richtig in der heißen Jahreszeit.

Mochi-Eis: vegan und vielfältig

Die Mischung von frostigem Eis und klebrig-weicher Teighülle ist ein echtes Erlebnis. Selbst in gekühltem Zustand bleibt das Mochi-Eis noch soft und kaugummiartig. Das klingt jetzt unter Umständen nicht ganz so appetitlich und es gibt sicherlich genug Leute, die mit der Mochi-Konsistenz ihre Probleme haben. Aber die Fangemeinde ist groß und wir gehören definitiv dazu.

Außerdem hat Mochi-Eis noch diese Vorteile:

  • Es ist auch für Veganer geeignet (gluten- und laktosefrei).
  • Es ist klein und kompakt und beugt so Heißhungerattacken vor.
  • Es ist sättigend, sodass ihr automatisch weniger davon nascht.
  • Es ist in vielen leckeren Sorten zu haben - von Erdbeer über Matcha bis hin zu schwarzem Sesam.

Und wenn das euch immer noch nicht überzeugt hat: In soften Pastellfarben ist Mochi-Eis auch äußerst Instagram-tauglich und ein beliebtes Fotomotiv unter Influencern.

Wo kann man Mochi-Eis kaufen?

Mochi-Eis bekommt ihr am günstigsten im Tiefkühlregal eines gut aufgestellten Asialadens - oder direkt frisch als Dessert beim Asiaten. Ihr könntet aber auch im normalen Supermarkt Glück haben. Das Gründerunternehmen "SD Sugar Daddies" hat am 22. Mai 2019 den REWE Start-up-Award gewonnen - viele Märkte (Real und Metro) haben ihr "O-Mochi"-Eis danach prompt ins Sortiment aufgenommen. Ende des Jahres soll es das vegane Mochi-Eis deutschlandweit in jedem REWE geben.

Theoretisch könnt ihr Mochi-Eis auch im Online-Handel kaufen. Für eine gute Kühlung ist dabei in der Regel gesorgt. Aber die Versandkosten sind meist so hoch, dass sich eine Bestellung im Internet nur bei einer Großlieferung lohnt.

Am preiswertesten ist es, wenn ihr euer Mochi-Eis selber macht. Mit ein bisschen Geduld und Fingerspitzengefühl ist das überhaupt kein Problem. Gleichzeitig wisst ihr so genau, was im Mochi drin steckt - zum Beispiel euer Lieblingseis oder gesundes Nicecream!

Mochi-Eis-Rezept: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die meisten Zutaten, die ihr für euer Mochi-Eis braucht, habt ihr wahrscheinlich schon zuhause. Fehlt eigentlich nur noch das japanische Klebreismehl. Achtet hier auf den Zusatz "glutinous", was so viel wie "klebrig" heißt. Auch von "süßem" Reismehl ist oft die Rede, obwohl das Mehl auch hier ungesüßt ist. Ihr findet das Mochi-Klebreismehl in asiatischen Lebensmittelläden oder gleich hier bei Amazon.

Hier die genaue Zutaten-Liste:
Für 8 Mochi-Eis-Kugeln

  • 8 Eisbällchen eurer Wahl
  • 50 g Klebreismehl
  • 100 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • Speisestärke

So gelingt die Zubereitung:

Schritt 1:
Klebereismehl und Zucker in einer Schüssel verrühren. Danach das Wasser schluckweise zugeben und alles mit einem Schneebesen verrühren. Keine Sorge, wenn die Mischung recht flüssig ist, das ist erst mal richtig so.

Schritt 2: Gebt die Mixtur in eine beschichtete Pfanne und erhitzt sie bei mittlerer Hitze. Dabei die ganze Zeit mit einem hölzernen Pfannenwender umrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Ihr werdet schnell bemerken, dass die Masse zäher wird. Jetzt heißt es Muckis anstrengen und weiter mit dem Holzwender rühren und schlagen, bis der Teig so fest ist, dass er am Pfannenwender kleben bleibt.

Tipp: In anderen Rezepten wird der Mochi-Teig 2,5 Minuten in der Mikrowelle bei 800 Watt erhitzt. Bei der Herd-Variante habt ihr jedoch mehr Kontrolle über den Teig und könnt Klumpen besser vermeiden.

Schritt 3: Verteilt großzügig Speisestärke auf der Arbeitsfläche. Gebt den Teig darauf und teilt ihn in 8 Portionen. Verarbeitet die einzelnen Teigteile in der mit Speisestärke bemehlten Hand zu flachen Scheiben. Vorsicht: Der Teig könnte noch heiß sein!

Schritt 4: In die Mitte der Mochi-Fladen setzt ihr nun jeweils 1 kleine Eiskugel. Die Teigseiten umschlagen und an der unteren Seite leicht verdrehen, sodass das gebildete Päckchen nicht aufgeht. Anhaftende Speisestärke könnt ihr nun locker von eurem Mochi-Eis-Bällchen abklopfen. Fertig!

Schritt 5: Damit das Eis wieder fest wird, solltet ihr die gefüllten Mochis vor dem Verzehr etwa 2 Stunden ins Gefrierfach legen. Danach heißt es: Genießen!

So pimpt ihr euer Mochi-Eis!

Für bunte Mochi-Eis-Kugeln verknetet ihr ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe (hier bei Amazon) im warmen Teig. So könnt ihr beispielsweise eure Zitronen-Eis-Füllung durch gelbe Mochis von orangen Mango-Eis-Mochis unterscheiden. Geschmack UND Farbe bekommt ihr, wenn ihr den Teig mit grünem Matcha-Pulver (hier bei Amazon) oder Kakao aromatisiert.

Wer mag, kann seine fertigen Mochis zusätzlich mit Sahne, bunten Zuckerstreuseln und Popcorn verzieren, in flüssige Schokolade tunken oder ein Marshmellow obendrauf schmelzen lassen. Eurer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

Wenn ihr schon etwas geübter darin seid, Mochi-Eis selber zu machen, könnt ihr euch mal an fruchtigen Erdbeer-Mochis versuchen.

Dafür legt ihr den warmen Mochi-Teig um eine frische Erdbeere. Kombinieren könnt ihr das Ganze super mit Vanille- oder Schoko-Eis, das ihr vorher in der Teigmitte verstrichen habt. Köstlich mit frischer Schlagsahne oder einfach pur!

Mochi-Eis essen: Mit oder ohne Löffel?

Und wie isst man das Ganze? Wie ihr wollt! Mochi-Eis lässt sich schneiden oder löffeln wie normale Eiscreme - vorausgesetzt, es kommt nicht direkt aus der Gefriertruhe. Dann solltet ihr es vorher kurz antauen lassen. Wer nicht allzu kälteempfindlich ist, beißt einfach rein. Nehmt das Mochi-Eis-Bällchen dazu in die Hand oder benutzt einen Zahnstocher. Wenn ihr gleich mehrere Eiskugeln stapeln wollt, ist ein Cake-Pop-Stiel (hier bei Amazon) eine gute Hilfe.

Gefahren beim Mochi essen

Klebreis ist tückisch, das verrät schon sein Name! Medien wie der Stern warnen regelmäßig davor, dass immer wieder Japaner beim neujährlichen Mochi-Rausch ersticken. Werdet beim Mochi-Eis essen also nicht zu gierig und kaut den Teig unbedingt gut durch, bevor ihr ihn herunterschluckt - am besten peu à peu in kleinen Bissen. So genießt ihr die kleine Leckerei auch viel bewusster.

Video-Anleitung: Beeriges Fruchteis für eure Mochis

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