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Liebe & Psychologie

How to: 5 Fragen zur Sexpraktik Rimming

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 17. August 2019

Beim Thema Analsex scheiden sich gewöhnlich die Geister. Manche finden es mega hot, andere schließen diese Sexpraktik für sich aus. Noch spezieller ist da sicherlich auch die Praktik des Anilingus (engl. Rimming). Was es damit auf sich hat, erklären wir euch hier.

Sexpraktiken gibt es viele und nicht jeder muss jede davon mögen. Nichtsdestotrotz interessiert man sich natürlich schon für die verschiedenen Spielarten. Und längst ist es ganz normal geworden, auch mal links und rechts zu schauen, welche Praktiken es im SM-Bereich gibt, die auch für den – sagen wir mal – Ottonormalverbraucher reizvoll sein könnten. Und schon sind wir beim Thema Anilingus.

1. Was genau ist Anilingus bzw. Rimming?

Die Sexualpraktik Anilingus (englisch Rimming) ist auch bekannt unter den Bezeichnungen Rim-Job, Rimming, Oroanalkontakt, Anus-Stimulation oder etwas umgangssprachlicher Zungenanal, Afterlecken oder Rosettenlecken. Womit ja letztlich schon gesagt ist, worum es dabei geht.

Noch mal deutlich für alle: Es geht darum, den Anus des Partners mit der Zunge und dem Mund zu stimulieren. Ursprünglich stammt die Praktik aus der Sadomaso-Szene und war als eine Art Bestrafung bzw. Züchtigung des devoten Parts gedacht. Und neuerdings schwappen ja etliche dieser Praktiken ja gerne mal rüber in die Welt der Nicht- bzw. Neu-SMler.

2. Ist Rimming körperlich erregend?

Viele Menschen – nicht jeder – empfindet die Stimulation der Anal- und Dammregion als sehr erregend. Kein Wunder, denn hier befinden sich zahlreiche Nervenenden, es handelt sich sozusagen um eine weitere erogene Zone.

Dennoch reicht das alleinige Lecken nicht zum Orgasmus. Eine gleichzeitige Stimulation der Klitoris oder Fingern bei ihr und die Stimulation von Penis und Hoden bei ihm sollten den Genuss jedoch komplett machen und zum Höhepunkt führen. Vorausgesetzt natürlich, man empfindet Rimming als angenehm und kann sich entspannen. Ist halt nicht jedermanns Sache.

Video: Nachgefragt: Analsex - hot or not?

3. Welche Stellungen eignen sich für den Anilingus?

Wie bei allen oralen Verwöhnprogrammen ist es eine Frage der richtigen Stellung, damit es für beide Partner angenehm ist und sich niemand verrenken muss. Beliebt ist – Achtung, findet sicherlich nicht jeder geil – das Facesitting, bei dem sich der Partner über das Gesicht seines Sexpartners hockt oder kniet. Wer es nicht ganz so gesichtsbedeckend mag, versucht es mit dem Doggystyle oder der 69-er Stellung. Oder der Partner beugt sich über eine Lehne. Passt alles.

4. Welche gesundheitlichen Risiken bestehen beim Rimming?

Klar wirft diese Praktik direkt einmal hygienische und gesundheitliche Fragen auf. Natürlich ist es auch bei dieser Sexpraktik wichtig, sich zu schützen. Denn ja, man kann sich auch beim Anilingus mit Geschlechtskrankheiten und mit HIV anstecken. Deshalb unterhaltet euch über eventuelle bestehende sexuelle Geschlechtskrankheiten und sorgt für Sicherheit und Sauberkeit. Womit wir bei Punkt 5 wären.

5. Was tun, damit Rimming save und sauber abläuft?

Natürlich sollte man sich vor einem Anilingus gründlich waschen, damit derjenige, der seinen Partner mit einem Anilingus verwöhnen will, sich nicht eckeln muss oder böse Überraschungen erlebt. Wer sich dennoch nicht wirklich sauber und wohl fühlt, kann das ganze Spiel ja einfach unter die Dusche verlegen. Dann ist Rimming in jedem Fall eine saubere Sache.

Wichtig ist in jedem Fall, dass der Partner bei der Frau nicht von einer Körperöffnung zur nächsten wechselt, sei es mit den Fingern oder eben der Zunge, sonst kommt es schnell zu Infektionen, da Bakterien aus der Anusregion in die Vagina gelangen können. Um sich vor Geschlechtskrankheiten zu schützen ist das so genannte Lecktuch, das über den Anus gelegt wird, eine gute und sichere Lösung. (Lecktücher gibt es auch hier bei Amazon.)

Da Rimming aber auch viel mit gegenseitigem Vertrauen und großer Intimität zu tun hat, wäre auch ein vorheriger gemeinsamer Test auf eventuelle Krankheiten ein guter Rat.

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