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Liebe & Psychologie

Freunde, Mingle oder mehr? Ab wann ist man eigentlich zusammen?

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 17. April 2018
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Die Zeiten, in denen der erste Kuss oder die erste gemeinsame Nacht klar machten, dass man von nun an zu zweit durchs Leben geht, sind leider passé. Das macht vieles komplizierter. Wann genau ist man eigentlich ein Paar?

Ihr datet euch, flirtet, kommt euch näher, ihr küsst euch, ihr landet im Bett, ihr trefft euch wieder... Die Gefühle berauschen dich und so nimmt das Ganze seinen Lauf. Und dann fragt dich deine beste Freundin, ob ihr jetzt zusammen seid, du und deine neue Flamme. Und dir fällt auf: Du kannst es echt nicht sagen. Fallt ihr noch in die Rubrik "Date", was alles unverbindlich macht, oder seid ihr mittlerweile schon ein Paar mit Option auf eine dauerhafte Beziehung?

Ab wann ist man zusammen und ein Paar?

Es klingt alles so einfach, aber letztlich ist die Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Früher, in Teenagerzeiten, war es deutlich simpler: Da wurde die Frage "Willst du mit mir gehen?" gestellt (oder per Zettel zum Ankreuzen geschickt) und fertig. Aber jenseits der 15 fragt das leider keiner mehr - oder besser: zum Glück! - und das macht die Sache etwas schwieriger.

Denn weder der erste Kuss noch Sex sind heutzutage ein aussagekräftiges Indiz dafür, dass die Sache von beiden Seiten aus gleichermaßen klar ist. Dass die Suche beendet ist. Dass man verbindlich sein will. Dass das jetzt exklusiv ist miteinander.

Das Phänomen Mingle macht es nicht leichter

Zugegeben: Mittlerweile gibt es viele Dinge, die das Zusammenkommen erschweren und für reichlich Gefühlschaos sorgen. Da gibt es das Phänomen Mingle, bei dem beide Seiten die Vorteile der Beziehung, aber auch die des Singledaseins für sich nutzen. Sozusagen eine Mischung aus Mixed und Single. In diesem Fall ist es eben nicht exklusiv, man ist nicht richtig zusammen, stellt den Lover nicht seiner Familie vor oder wird als Paar von Freunden eingeladen - und es ist für beide Partner völlig OK. Nur darüber geredet haben sollte man in diesem Fall schon.

Wenn es sich für beide gut anfühlt, spricht nichts dagegen - wenngleich man eine gewisse Unverbindlichkeit nicht von der Hand weisen kann und die schmeckt halt nicht jedem. Denn irgendwann wünscht man sich schon jemanden, der bleibt. Der einen seiner Mutter und seinen Kumpels vorstellt und mit leuchtenden Augen sagt: "DAS ist sie - meine Freundin."

Liebeskiller Breadcrumbing

Es gibt auch sehr unschöne Dinge, wie beispielsweise Breadcrumbing. Dieser neudeutsche Begriff bezeichnet das fiese Verhalten mancher Singles, die ihr Date bewusst leiden lassen, indem sie den anderen einfach hinhalten. Und sobald ihr Gegenüber irgendwann die Nase voll hat und enttäuscht aufgeben will, dann wirft der Breadcrumber ihm einen kleinen Brocken Aufmerksamkeit hin - nur eben so viel, damit er bleibt, um ihn dann weiter auf Abstand zu halten. Das wird gerne von Menschen gemacht, die noch nach etwas Besserem Ausschau halten oder einfach nicht zu einer Bindung bereit oder fähig sind.

Wie erkenne ich, dass wir zusammen sind?

Was also ist ein Indikator für eine Beziehung? Ab wann ist man zusammen? Wenn beide ihr Tinder-Profil gelöscht haben? Wenn er seine Statusmeldung bei Facebook in "in einer Beziehung" geändert hat?

Letztlich hilft nur, die neue Flamme einfach direkt zu fragen: "Sind wir jetzt eigentlich zusammen? Ist das mehr mit uns?" Und wer Angst hat, sein Gegenüber damit in die Flucht zu schlagen, der sollte sich fragen, warum er diese Angst hat. Denn vielleicht ist die Sorge deshalb berechtigt, weil man eben längst gemerkt hat, dass der andere nicht bereit ist für mehr.

Wenn dein Date nämlich echtes Interesse an einer festen Beziehung hat, dann dürfte ihn deine offene Frage gar nicht so tiefgehend schocken, oder? Vielleicht auch eine gute Methode, um Breadcrumber, Beziehungsunfähige und andere Gefühlskiller frühestmöglich auszusortieren.

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