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Liebe & Psychologie

8 Dinge, die passieren, wenn man mit der besten Freundin Schluss macht

von Inga Back Veröffentlicht am 21. Oktober 2016

Das Ende einer Freundschaft steht dem Ende einer Liebesbeziehung wirklich in nichts nach.

Unsere Freunde sind diejenigen, die mit uns durch dick und dünn gehen. Sie sind immer für uns da und während Beziehungen kommen und gehen, sind Freunde diejenigen, die bleiben. Doch manchmal kommt alles anders als man denkt und selbst langjährige Freundschaften, die bereits in der Kindheit angefangen haben, gehen auseinander.

Denn manchmal entwickeln unsere Freunde sich in eine Richtung, die nicht zu unserer passt oder wir merken eines Tages, dass unsere vermeintlich beste Freundin uns gar nicht gut tut. Das ist traurig, muss aber nichts schlechtes sein. Manche Menschen treten nur für eine kurze Zeit in unser Leben und nicht jede Freundschaft muss für immer halten. Was einem jedoch niemand sagt ist, wie schwer es sein kann, eine Freundschaft zu beenden.

Man hat auch eine Art Liebeskummer

Das Ende einer Beziehung ist oftmals für alle Beteiligten wirklich schmerzhaft und oft auch schwer zu verkraften. Wie gut, wenn man Freunde hat, die einen nach der Trennung auffangen und wieder aufbauen. Blöd nur, wenn man mit diesen Freunden Schluss gemacht hat und die Person, die einem nach einer Trennung sonst Schokolade und Eiscreme mitgebracht hat (oder auch Wodka) jetzt nicht mehr da ist.

Denn ob Exfreund oder ehemals beste Freundin: Wann immer wir einen Menschen verlieren, der uns wichtig war, erleben wir den schmerzhaften Verlust gleich und vermissen diese Person.

Kein Ego Boost von außen

Nach dem Ende einer Beziehung kommt früher oder später die Erkenntnis, dass man endlich seine Freiheit wiedergewonnen hat. Man geht wieder feiern und bekommt Komplimente von allen Seiten, weil man ja schließlich wieder Single ist und nach Lust und Laune flirten kann.

Außerdem erzählen einem die Freunde ständig, dass man sowieso viel zu gut für den Ex war. Wenn man eine Freundschaft beendet, hat man diesen Bonus leider nicht. Vor allem weil diese Freundin oder dieser Freund vielleicht sogar die Person war, mit der man immer gemeinsam feiern gegangen ist und weil die anderen Freunde mit ihr vielleicht noch befreundet sind und nicht schlecht von ihr sprechen möchten.

Der Feind: Facebook

Wo fängt man nach einer Trennung von einer Freundin überhaupt an? Muss man die Facebook-Freundschaft jetzt beenden? Setzt man sie auf den Bekanntenstatus? Müssen gemeinsame Fotos gelöscht werden? Liked man neue Beiträge passiv-aggressiv weiter als wäre nichts geschehen? Ganz zu schweigen von der Flut an Emotionen, die einen plötzlich überkommen, wenn man Fotos und Beiträge der ehemals besten Freundin sieht, wie sie sich mit neuen Freundinnen amüsiert, statt mit dir.

Gute Freunde sind ein kostbares Gut

Gerade wenn man mit der besten Freundin Schluss gemacht hat, und man keine zwölf Jahre mehr ist, kann man sich schnell ganz schön einsam vorkommen. Neue Freundschaften im Erwachsenenalter zu schließen, gestaltet sich oft schwieriger als gedacht und kostet Zeit, die wir oftmals nicht haben. Wie findet man überhaupt neue Freunde? Muss man jetzt einem Verein beitreten? Und wieso gibt es eigentlich kein Tinder für Freunde?

Betrunkene und/oder verheulte Anrufe

Wofür sind beste Freunde da, wenn nicht, um einen nach der Trennung davon abzuhalten, betrunken den Ex anzurufen? Leider tun wir es doch alle immer mal wieder. Und auch wenn es oftmals einfach nur peinlich ist, manchmal ergibt sich daraus sogar etwas Gutes, sofern man Sex mit dem Ex gut findet.

Trennt man sich jedoch von einer Freundin, hält niemand einen davon ab, sie anzurufen oder ihr zu schreiben, wenn einem irgendwann bewusst wird, wie sehr man sie vermisst - nur leider kommt dabei überhaupt nichts Gutes bei raus.

Im Gegenteil: Es ist wohl das Traurigste, was passieren kann, wenn man in seinem schwächsten Moment einer ehemaligen Freundin zeigt, wie schlecht es einem ohne sie geht. Vor allem wenn die Antwort kaltes Schweigen ist. Super traurig.

Dasselbe gilt im Übrigen auch andersrum: Wenn du diejenige warst, die die Freundschaft beendet hat, mach dich gefasst auf eine Armada an abwechselnd sehr traurigen und super wütenden Nachrichten und Anrufen - die du am besten aus Gründen des Selbstschutzes ignorierst. Denn...

Sie werden sehr wütend auf dich sein

Niemand trennt sich einfach so von guten Freunden. Oftmals hat das schwerwiegende Gründe, die manchmal nicht an einem bestimmten Ereignis festgemacht werden können. Vielleicht war deine ehemals beste Freundin ein so negativer Mensch, dass du dich nach dem Kontakt mit ihr ausgelaugt gefühlt hast. Vielleicht war sie auch erschreckend unsensibel und hat nur auf ihre eigenen Bedürfnisse geachtet.

Was auch immer der Grund war, die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch, dass sie überhaupt keine Schuld bei sich sehen wird. Mach dich gefasst auf ihren Zorn. Es könnte laut werden, verletzende Worte könnten fallen und wahrscheinlich wird keine deiner Erklärungen bei ihr auf Verständnis stoßen. Sie wird sich verraten fühlen und dir die Schuld daran geben.

Ein großes Minus: Schuldgefühle

Als wäre es nicht schon schwierig genug mit dem Ende einer guten Freundschaft klarzukommen, plagen einen auch noch Schuldgefühle. Schließlich werden wir von klein an dazu erzogen, zu verzeihen und uns wieder zu vertragen. Wenn wir also zu dem Entschluss kommen, dass wir eine Freundschaft beenden müssen, fangen wir an, unseren eigenen Charakter anzuzweifeln.

Wir fragen uns, ob wir wirklich loyal sind, oder ob wir tatsächlich rücksichtslos einen Menschen aufgegeben haben. Aber Spoiler: Wahrscheinlich habt ihr die richtige Entscheidung getroffen und einen Menschen aus eurem Leben gestrichen, der euch schon lange nicht gut getan hat.

Ein Teil der Vergangenheit geht

Ja, es klingt sehr dramatisch und man hat schließlich noch viele andere Freunde, aber gerade wenn man seine beste Freundin verliert, verliert man einen Menschen, der viele Jahre vielleicht sogar Jahrzehnte ein großer und wichtiger Teil des Lebens war. Und diesen Menschen wird man nie wieder ersetzen können.

Im Gegensatz zu einer Partnerschaft kann man sich auch nicht innerhalb weniger Monate neu verlieben und jemand besseren finden. Denn es dauert Jahre eine neue Freundschaft zu bilden und keine Freundschaft ist wie die andere.

Wahrscheinlich ist das auch der Punkt, der die Trennung von Freunden so schwierig macht: Über viele Jahre hat man sich mit diesem Menschen identifiziert, Geheimnisse und Insider geteilt und schöne Erinnerungen geformt. Und mit so einer Trennung geht ein Lebensabschnitt unwiderruflich zu Ende - und das kann geradezu niederschmetternd sein, selbst wenn man weiß, dass es wirklich die richtige Entscheidung war.

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