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Liebe & Psychologie

Panda Syndrom: Steckt deine Beziehung auch in der Kuschelfalle?

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 3. September 2018
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Wer schon lange mit seinem Partner zusammen ist, kennt das wahrscheinlich: Die anfängliche Leidenschaft schwindet. Und statt Sex zu haben, sitzt man kuschelnd auf der Couch. Genau für diese Entwicklung gibt es eine Bezeichnung: Panda Syndrom. Was steckt dahinter und was kann man dagegen tun?

Es könnte alles so schön sein. Man liebt sich und ist schon länger ein Paar. Es läuft super harmonisch und dann plötzlich entdeckt man, dass man in eine Falle getappt ist. In die Kuschelfalle. Denn vor lauter Vertrautheit ist man vom Liebespaar zu etwas anderem mutiert. Eher freundschaftlich und vertraut, statt wild verliebt und scharf aufeinander. Verständnis und Harmonie sind an die Stelle von Lust und Leidenschaft gerückt: Das Panda Syndrom hat sich breit gemacht.

Wie macht sich das Panda Syndrom bemerkbar?

Paare, bei denen im Bett mal Flaute herrscht, gibt es sicherlich viele. Solche Phasen können vorkommen, wenn es mal stressig ist oder einfach einer von beiden eine miese Phase hat, in der ihm nicht der Sinn nach Sex steht. Aber beim Panda Syndrom ist es anders. Hier wird der eigentliche Sex immer weniger, dafür wird mehr gekuschelt. Man mag sich immer noch und findet sich auch körperlich anziehend, aber eben anders. Weniger leidenschaftlich, sondern eher zärtlich und liebevoll. Und das verändert die Beziehung durchaus. Denn aus dieser so gemütlichen Kuschelfalle kommt man als Paar so schnell nicht wieder raus.

Wohlgemerkt: Wir reden hier nicht von wenig Sex in der Beziehung oder phasenweise zu wenig Sex. Beim Panda Syndrom wird der Sex schlichtweg unwichtig für beide Partner. Er fehlt keinem von beiden.

Für beide ist es das Schönste, sich zu Küssen, miteinander zu reden, Arm in Arm auf dem Sofa zu liegen, sich nah zu sein - aber ohne in die Kiste zu springen. Die Gründe können vielfältig sein. Nicht immer müssen Kinder Schuld sein oder der Stress auf der Arbeit. Vielmehr hat man einfach zu viel im Kopf und Tausend andere schöne Dinge, die man mit dem Partner tun möchte - da rutscht Sex auf den letzten Platz der To do Liste. Oder fällt einfach ganz flach. Und um das Bild des niedlichen Pandas zu bemühen: Ähnlich wie die flauschigen Tierchen ist man schlichtweg zu träge und zu faul für Sex.

Betrifft das Panda Syndrom nur Langzeitpaare?

Sollte man meinen, ist aber nicht so. So zeigt die Studie des Partnervermittlung-Portals Parship, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Beziehungsdauer und der sexlosen Zweisamkeit gibt. Egal ob nur ein paar Jahre oder 20 Jahre Beziehung hinter ihnen liegen: Pandas gibt es in allen Sparten. Und das Phänomen ist verbreiteter als man denkt: Rund 28 Prozent der Paare in Deutschland sind bekennende Sexmuffel und kuscheln lieber, statt mal wieder wilden Sex zu haben.

DAS kennen nur Menschen, die in einer Langzeitbeziehung leben!

Was tun, wenn das Panda Syndrom zugeschlagen hat?

Sind beide Partner mit der Kuschel-Beziehung zufrieden, muss man nicht zwangsläufig wieder das wilde Sexleben forcieren. Umfragen zeigen, dass rund 20 Prozent der Paare sich eine sexlose Beziehung durchaus vorstellen können.

Dennoch sollte man sich immer in Erinnerung rufen, wie wichtig Sex für die Partnerschaft ist. Er wirkt wie eine Art Bonding zwischen den Liebenden, das heißt, er stärkt die Bindung zu einander, macht sie stärker für Belastungen aller Art. Zum einen, weil Sex eben das Gefühl, einander nahe zu sein, stärkt, und weil Sex eben auch Stress abbaut und für Zufriedenheit, Entspannung und innere Ruhe sorgt.

Deshalb sollte sich Paare, die zu kleinen Kuschel-Pandas mutiert sind, doch wirklich noch mal überlegen, ob sie so ganz und gar ohne Sex leben möchten. Man muss ja nicht von Null mal Sex auf fünfmal die Woche hochfahren, aber einmal im Monat wäre doch auch schon mal eine Hausnummer. Und meist ist der Effekt ganz klar: Hat man erstmal wieder die Lust auf einander entfacht, läuft es wieder wie von selbst und die Kuschelabende auf dem Sofa werden weniger - oder zumindest enden sie im Bett.

Was genau Paare mit Panda Syndrom tun können, erfährst du hier:

Wie du den Sex wieder in deine Beziehung zurück holst: Kein Sex - kein Grund zur Panik: So läuft dein Liebesleben wieder rund!

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