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Welche Sonnencreme ist besser: mineralische oder chemische?

von Yvonne Willms ,
Welche Sonnencreme ist besser: mineralische oder chemische?© Getty Images

Bei Sonnencreme differenziert man zwischen mineralischem UV-Schutz und chemischen UV-Filtern. Doch was bedeutet das genau und welcher Schutz ist der richtige für mich? Wir erklären euch die Unterschiede.

Inhalt
  1. · Das zeichnet Sonnencremes mit chemischen UV-Filtern aus
  2. · Wie wirken Sonnencremes mit mineralischen UV-Filtern?
  3. · Vorteile und Nachteile der beiden UV-Filter
  4. · Die verschiedenen Vor- und Nachteile in der Übersicht
  5. · Mineralische oder chemische Sonnencremes: Welche sind besser?
Video von Justin Amaral

Auf der Suche nach einer neuen Sonnencreme kann man schnell mal die Orientierung verlieren. Ob leichte Fluids fürs Gesicht oder spezielle Sensitive-Produkte für die sensible Haut – die Vielzahl an verschiedenen Produkten ist nahezu unendlich. Noch hinzu kommt der Lichtschutzfaktor, den man auch nicht außer Acht lassen sollte.

Außerdem haben Sonnencremes zusätzlich noch eine Besonderheit, in der sich die Produkte unterscheiden. Und zwar betrifft dies den jeweiligen UV-Filter. Denn Sonnenschutzprodukte gibt es in zwei Versionen, nämlich mit mineralischen und chemischen UV-Filtern.

Die Wirkungsweise, wie diese beiden Sonnencremes die Haut vor UV-A- und UV-Strahlung schützen, ist also ganz anders. Doch was unterscheidet die Produkte und woher weiß ich, welche UV-Filter besser sind?

Das zeichnet Sonnencremes mit chemischen UV-Filtern aus

Chemische UV-Filter dringen oberflächlich in die Haut ein und wandeln die Sonnenstrahlen dann in Wärme um. Sie werden häufig auch als organische Filter bezeichnet. Der Vorteil: Chemische Filter hinterlassen im Gegensatz zu mineralischem Schutz keinen weißen Film auf der Haut. Die Produkte haben von den Texturen oft mehr zu bieten und sind somit auch vom Tragegefühl oft angenehmer.

Der Grund, warum viele Menschen dennoch auf mineralische Filter ausweichen, ist folgender: Sonnencremes mit chemischen Filtern, dringen in die Haut. Das zwar nicht tief. Jedoch können sie Hautreizungen auslösen. Personen, die zu Allergien neigen, greifen daher oft lieber zu mineralischem Schutz. Langzeitstudien, ob chemische Filter der Haut schaden und im schlimmsten Fall sogar in den Blutkreislauf gelangen können, gibt es jedoch nicht.

Lies auch: Achtung: Das sind die 7 größten Sonnenschutz-Irrtümer

Wie wirken Sonnencremes mit mineralischen UV-Filtern?

Mineralische Filter reflektieren die UV-Strahlen auf der Haut, sie leiten sie also von der Haut gewissermaßen weg. Oft sind in mineralischen Filtern kleine Partikel aus Zink oder Titandioxid enthalten. Diese Art von Sonnencremes sind vorwiegend bei Naturkosmetikmarken zu finden. Sie sind verträglicher zur Haut, haben jedoch auch Nachteile. Sie können die Haut austrocknen und besser für die Umwelt sind sie leider auch nicht.

Mineralische Filter werden auch anorganische Filter oder physikalische UV-Filter genannt. Viele Menschen bevorzugen diese Art von UV-Schutz, da mineralische Produkte nicht in die Haut eindringen. Sie wirken lediglich an der Oberfläche. Da die Partikel beim Eincremen jedoch nicht zerfallen, bildet sich oftmals ein weißer, hartnäckiger Schleier.

Zwar bieten viele Hersteller inzwischen auch mineralische Sonnencremes mit Nanopartikeln an. Denn damit bildet sich keine weiße Schicht. Jedoch ist auch hier nicht geklärt, ob diese winzig kleinen Partikel in die Haut dringen – was wiederum zur gleichen Problematik wie bei den chemischen Filtern führt. Sonnencremes mit Nanopartikeln müssen mit dem Begriff "Nano" auf der Verpackung markiert sein.

Vorteile und Nachteile der beiden UV-Filter

Wie immer gibt es bei vielen Produkten Vor- und Nachteile. So auch bei chemischem und mineralischem UV-Schutz. Wer bereits mineralische Filter verwendet hat, hat es sicher schon mal festgestellt. Denn einer der großen Nachteile von mineralischem Sonnenschutz ist, dass er häufig einen weißen Film auf der Haut hinterlässt. Dieser kann dann selbst beim Duschen mitunter hartnäckig sein.

Der Grund, warum Menschen oft von mineralischem UV-Schutz doch wieder auf den chemischen Sonnenschutz zurückgreifen. Denn viele Produkte bieten ein angenehmeres Hautgefühl und einige Texturen kommen sogar ohne störenden Klebefilm auf der Haut aus. Menschen, die jedoch häufig mit Allergien zu kämpfen haben, für die sind mineralische Filter – zumindest in der Theorie – die bessere Wahl.

Die verschiedenen Vor- und Nachteile in der Übersicht

Um mineralische und chemische Sonnencremes miteinander zu vergleichen, muss man die Vor- und Nachteile kennen. So könnt ihr die für euch beste Wahl treffen. Wie immer gilt jedoch: Es kommt immer auf das jeweilige Produkt und die Inhaltsstoffe an. Hier habt ihr die für beide Varianten üblichen Merkmale in der Übersicht.

Vorteile chemische UV-Filter:

  • oftmals angenehmeres Tragegefühl
  • keine weiße Schicht


Nachteile chemischer UV-Schutz:

  • keine Langzeitstudien zu Hautverträglichkeit
  • kann Allergien auslösen
  • meist nicht umweltverträglich


Vorteile mineralischer UV-Filter:

  • dringt nicht in die Haut (Ausnahme: Nanopartikel)
  • löst keine Allergien aus


Nachteile mineralischer UV-Schutz:

  • hinterlässt weißen Schleier auf der Haut
  • meist nicht umweltverträglich


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Im Video: So lassen sich Sonnencremeflecken aus Kleidung entfernen

Video von Anneke Winkler

Mineralische oder chemische Sonnencremes: Welche sind besser?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Denn ob ein mineralischer oder chemischer Sonnenschutz besser für eure Haut ist, kommt zum einen auf eure Haut und zum anderen auf die Inhaltsstoffe an. Denn auch viele chemische Sonnencremes sind inzwischen durchaus für Allergiker*innen gut verträglich. Einige Produkte verzichten inzwischen beispielsweise auf den Inhaltsstoff Octocrylene.

Dieser Wirkstoff steht insbesondere im Verdacht Allergien auszulösen und ist auch der Grund, warum Sonnencremes nicht länger als ein Jahr nach Anbruch verwendet werden sollten. Denn zersetzt sich dieser Stoff, kann krebserregendes Benzophenon entstehen.

Um herauszufinden, welche Sonnencreme für euch die passende ist, empfiehlt es sich verschiedene Produkte zu testen. Probiert sie aus und prüft, welche der beiden Varianten eure Haut besser verträgt. Selbstverständlich spricht auch nichts dagegen, beide Arten von Sonnencremes in eure Sommer-Skincare-Routine zu übernehmen und im Wechsel zu verwenden.

Mehr dazu: Sonnencreme-Test 2022: Die schützen deine Haut, ohne zu kleben

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Etwas Wichtiges zum Schluss: Hautpflege ist immer sehr individuell. Ob die von uns beschriebenen Tipps oder vorgestellten Produkte für dich funktionieren, kannst nur du selbst beurteilen. Wenn du eine sehr sensible Haut hast, die zu Irritationen neigt, kann es ratsam sein, einen Hautspezialisten aufzusuchen. So findest du garantiert die Pflege, die zu den Bedürfnissen deiner Haut passt.

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