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Helix-Piercing: Alles, was ihr über das Ohrpiercing wissen müsst

von Christina Cascino Veröffentlicht am 12. November 2019

Ohrpiercings liegen derzeit voll im Trend. Wir verraten dir, was du über das Helix-Piercing wissen solltest – von den Risiken bis hin zur richtigen Pflege.

Das Helix-Piercing gehört zu den Klassikern unter den Ohrpiercings. Dabei handelt es sich um einen Ohrring am oberen, äußeren Rand der Ohrmuschel, der sogenannten Helix.
Da das Piercing durch Knorpelgewebe gestochen wird, braucht es etwas länger als ein gewöhnliches Ohrloch, um vollständig abzuheilen.

Ganz wichtig vorab: Ein Helix-Piercing solltest du ausschließlich in einem professionellen Piercing-Studio stechen und es auf keinen Fall beim Juwelier mit einer herkömmlichen Ohrloch-Pistole schießen lassen!
Beim Durchschießen der Helix können Nerven verletzt werden und heftige Entzündungen auftreten, sodass das Piercing nicht selten nach kurzer Zeit wieder herausgenommen werden muss. Daher solltet ihr immer einen erfahrenen, professionellen Piercer aufsuchen – das gilt übrigens auch für andere Ohrpiercings.

Helix-Piercing: So wird das Ohrpiercing gestochen

Vor dem eigentlichen Stechen wird der Piercer zunächst euer Ohr desinfizieren und die Einstichstelle markieren. Wenn ihr dann bereit seid, sticht der Piecer mit einer Piercingnadel unter starkem Druck durch den Helix-Knorpel. Einige Piercer bevorzugen das Punchen, bei dem ein Teil des Knorpels mit einem speziellen Stanz-Gerät entfernt wird.

Nach dem Durchstechen bzw. Punchen wird zunächst ein "Barbell" verwendet – das müsst ihr tragen, bis die Wunde komplett verheilt ist. Wie lange das dauert, ist ganz unterschiedlich, in der Regel ist ein Helix-Piercing meist nach drei bis sechs Monaten verheilt. Da Knorpelgewebe allgemein schlechter durchblutet ist als Weichgewebe, müsst ihr für die Abheilung etwas Geduld mitbringen. Danach könnt ihr den Ohrschmuck bei eurem Piercer austauschen lassen – von kleinen Steckern bis hin zu auffälligen Ringen ist alles möglich.

Wie schmerzhaft ist das Piercen?

Viele fragen sich, ob das Piercen der Helix schmerzhaft ist. Die Antwort: Ja, ist es, aber nur kurz. Das Stechen durch Knorpel ist deutlich schmerzhafter als durch weiches Gewebe am Ohrläppchen. Außerdem befinden sich im Ohrknorpel viele kleine Nerven.

Das Durchstechen dauert allerdings nur wenige Sekunden, sodass die Schmerzen gut auszuhalten sind. Nach dem Stechen kann euer Ohr etwas anschwellen, pochen oder sich heiß anfühlen. Aber auch diese Beschwerden klingen meist nach kurzer Zeit wieder ab.

Helix-Piercing: Das sind die Risiken

Der Helix-Ohrring bringt, wie jedes andere Piercing auch, einige Risiken mit sich. Anders als normale Ohrlöcher im Ohrläppchen verheilen Piercings, die durch Knorpelgewebe gestochen werden, leider nicht ganz so schnell und unkompliziert ab.

Die größte Gefahr besteht darin, dass Entzündungen oder Hautreizungen nach dem Piercen auftreten. Auch allergische Reaktionen und Pigmentstörungen sind möglich. Treten Komplikationen auf, solltet ihr sofort euren Piercer aufsuchen. Der kann euch sagen, was zu tun ist. Die meisten Entzündungen lassen sich relativ gut mit entsprechenden Salben in den Griff kriegen.

Helix-Piercing: So pflegst du dein Ohrpiercing richtig

Für einen schnellen Heilungsprozess solltet ihr nach dem Piercen auf Folgendes achten:

  • Finger weg! Helix-Piercing nicht anfassen oder daran herumspielen. Wenn doch, Hände unbedingt vorher waschen und desinfizieren.

  • Piercing täglich dreimal mit Desinfektionsspray einsprühen.

  • In den ersten Tagen auf blutverdünnende Medikamente, z.B. Aspirin verzichten.

  • Während der ersten zwei Wochen: Auf Schwimmbad-, Solarium-, und Saunabesuche sowie bestimmte Sportarten (Ballsport, Turnen, ...) verzichten.

  • In den ersten Tagen Helix-Piercing nicht mit Pflegeprodukten wie Seife, Shampoo und Haarspray in Kontakt bringen.

  • Beim Schlafen nicht direkt auf dem Piercing liegen, besser auf die andere Seite drehen.

  • Vorsicht vor Kopfbedeckungen, Schals oder ähnlichem, das sich am Piercing verfangen kann.

  • Eventuell entstehende Krusten vorsichtig mit warmen Kamillenwasser reinigen und desinfizieren.

  • Piercing auf keinen Fall herausnehmen.

Wie teuer ist ein Helix-Piercing?

Wie viel ihr für ein Helix-Piercing zahlen müsst, lässt sich so nicht pauschal sagen. In der Regel kostet ein Helix-Piercing – je nach Piercingstudio und Region – wie andere Ohrpiercings auch etwa 30 bis 80 Euro.

Im Preis enthalten ist neben dem Stechen an sich meist außerdem der Erstschmuck und Pflegemittel. Fragt vorher am besten im Piercing-Studio eurer Wahl nach, wie sich die Kosten zusammensetzen.

Helix-Piercing Schmuck

Schmuck für den Helix-Ohrring kauft ihr am besten direkt in dem Piercing-Studio, in dem ihr das Piercing stechen lassen habt. Der Piercer kann euch am besten beraten, ob ein Helix-Piercing-Ring oder doch eher ein Helix-Piercing-Stecker zu der Anatomie eures Ohrs passen.

Am weitesten verbreitet für die Ohr-Helix sind Piercing-Ringe wie Hufeisen Piercings, Segment Ringe und Segment Clicker. Aber auch Piercingstecker und Stäbe werden beim Helix-Piercing immer beliebter.

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Quellen & weitere Informationen zu gesundheitlichen Risiken des Piercings:

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