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Medusa-Piercing: Die wichtigsten Infos zum Oberlippenpiercing

von Christina Cascino Erstellt am 23. Juni 2020
Medusa-Piercing: Die wichtigsten Infos zum Oberlippenpiercing© Getty Images

Risiken, Schmerzen, Pflege und Kosten: Hier kommen alle wichtigen Infos, die ihr über das Medusa-Piercing wissen solltet.

Beim Medusa-Piercing handelt es sich um ein Piercing im Bereich der Lippen. Genauer gesagt sitzt dieses Piercing am Philtrum, also der kleinen Einkerbung zwischen Oberlippe und Nase.

Alle Piercings im Bereich der Lippe werden übrigens als Labret-Piercings bezeichnet. Neben dem Medusa zählt zum Beispiel auch das Monroe- bzw. Madonna-Piercing, das rechts oder links der Oberlippe sitzt sowie das klassische Labret-Piercing unterhalb der Unterlippe zu den Labret-Piercings.

Ihr wollt wissen, wie das Medusa-Piercing gestochen wird, welche Risiken es gibt und was ihr bei der Pflege beachten müsst? Hier entlang!

Wichtig vorab: Wie alle anderen Lippenpiercings und Piercings generell auch sollte das Medusa-Piercing ausschließlich in einem professionellen Piercing-Studio gestochen werden. Laienhaftes Piercen könnte zu heftigen Entzündungen führen.

Außerdem ist gerade beim Medusa ein sehr präzises Stechen gefragt, da es genau in der Mitte der Hautrille sitzen sollte.

Medusa-Piercing: So wird das Oberlippenpiercing gestochen

Bevor es ans eigentliche Stechen geht, wird zunächst die Piercingstelle gründlich desinfiziert und die Ein- und Austrittsstelle mit einem Stift markiert. Anschließend wird die Oberlippe mit einer Klemmzange fixiert und leicht angehoben. Nun wird die Einstichstelle an der Oberlippe mit einer speziellen Nadel durchstochen.

Direkt nach dem Stechen kann die Oberlippe leicht anschwellen, pochen und sich heiß anfühlen. In manchen Fällen verfärbt sich die Lippe oder sogar das Zahnfleisch in den ersten Tagen etwas blau. Diese Beschwerden sollten allerdings nach wenigen Tagen wieder verschwinden.

Auch lesen: Septum-Piercing: Alle Infos rund um das Nasenpiercing

Medusa-Piercing: Wie schmerzhaft ist das Piercen?

Das Medusa-Piercing wird zwar nur durch Haut und nicht wie bei vielen Ohrpiercings (etwa dem Tragus oder Conch) durch Knorpelgewebe gestochen, wird aber dennoch zu den schmerzhafteren Piercings gezählt. Der Grund: Am Philtrum, also der Stelle an der die Einstichstelle des Medusas liegt, verlaufen besonders viele Nerven.

Wie groß die Schmerzen letzten Endes sind, hängt natürlich immer vom eigenen Schmerzempfinden ab.

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Medusa-Piercing stechen lassen: Das sind die Risiken

Wie andere Piercings auch, bringt das Medusa einige Risiken mit sich. Bleibt ihr mit dem Piercing häufig an Kleidung und Co. hängen oder pflegt ihr es nicht regelmäßig, können Schmerzen und Entzündungen auftreten. Bei starken Entzündungen bleibt nicht selten eine dauerhafte Narbe an der Oberlippe zurück.

Neben Entzündungen kann es außerdem passieren, dass der Piercingschmuck mit der Mundschleimhaut verwächst. Daher sollte das Piercing ab und an vorsichtig gedreht werden. Zudem kann das Piercing gerade am Anfang beim Essen stören.

Die größte Gefahr besteht allerdings darin, dass es durch das Medusa-Piercing (ähnlich wie beim Lippenbändchenpiercing) zu Schäden am Zahnfleisch oder Zahnschmelz kommt. Denn das Piercing übt permanenten Druck und Reibung auf das Zahnfleisch aus. Um Schäden zu vermeiden, sollte deswegen ein Piercingschmuck aus weichem Kunststoff gewählt werden.

Wie teuer ist ein Medusa-Piercing?

Wieviel ihr für das Stechen eines Medusa-Piercings zahlen müsst, lässt sich pauschal nicht beantworten. Die Preise variieren meist von Piercing-Studio zu Piercing-Studio und von Region zu Region.

In der Regel solltet ihr für das Lippenpiercing mit etwa 40 bis 70 Euro rechnen. Neben dem Piercen ist meist der Erstschmuck sowie die Piercingpflege im Preis enthalten. Informiert euch am besten vorher beim Piercing-Studio eurer Wahl, welche Kosten auf euch zukommen.

Lesetipp: Piercing-Trends: Die wollen wir jetzt!

Medusa-Piercing: Alles zur Heilung und richtigen Pflege

Das Piercing an der Oberlippe sollte nach vier bis acht Wochen vollständig abgeheilt sein. Damit sich das Piercing nicht entzündet und schnell und problemlos verheilt, solltet ihr nach dem Stechen unbedingt auf die richtige Pflege achten.

Wichtig: Da es sich beim Medusa zum Teil um ein äußeres Piercing und zum Teil um ein orales Piercing handelt, muss es sowohl von außen, als auch und von innen gepflegt werden. Hier kommen die wichtigsten Tipps:

  • Einstichstelle in den ersten Wochen zwei- bis dreimal täglich mit Desinfektions-Mundspray (gibt es im Piercing-Studio, der Apotheke oder hier bei Amazon*) reinigen.

  • Zusätzlich sollte der Mund nach den Mahlzeiten mit einer Mundspülung (ohne Alkohol) oder mit Kamillentee ausgespült werden.

  • In den ersten Tagen auf Zigaretten und Alkohol verzichten und Piercing vor Seife und Kosmetik schützen.

  • In den ersten zwei Wochen sollten keine milch- und fruchtsäurehaltigen Lebensmittel verzehrt werden.

  • Medusa ab und zu mit desinfizierten Händen! vorsichtig drehen, um zu vermeiden, dass es mit der inneren Mundschleimhaut verwächst. Piercing aber auf keinen Fall selbstständig herausnehmen.

  • Eventuell entstehende Krusten können vorsichtig mit warmem Kamillenwasser entfernt werden.


Was zu tun ist, wenn sich euer Piercing doch mal entzündet, erfahrt ihr hier: Piercing entzündet: Was du tun kannst und wann du zum Arzt solltest.

Medusa-Piercing: Diesen Schmuck gibt es

Ist das Medusa-Piercing vollständig abgeheilt, könnt ihr den Erstschmuck durch anderen Schmuck bei eurem Piercer austauschen lassen.

Besonders geeignet für dieses Lippenpiercing ist ein Labret Stab. Ein solcher Stab besitzt am einen Ende eine kleine Platte und am anderen Ende ein Gewinde, auf das eine kleine Kugel geschraubt werden kann.
Der Stab des Piercings ist in der Regel 1,2 mm dick und 8-10 mm lang. Empfohlen wird außerdem ein Labret Stab aus Bioflex (PTFE). Das Material ist besonders hautfreundlich, während nickelhaltige Piercings aus chirurgischem Edelstahl häufig Allergien oder Entzündungen auslösen und die Zähne beschädigen können.

Von Piercingringen, Hufeisen oder Segment Clicker wird beim Medusa in der Regel abgeraten. Diese können Zähne und Zahnfleisch angreifen und sollten daher auf keinen Fall länger als ein paar Tage getragen werden.

Quellen & weitere Informationen zu gesundheitlichen Risiken des Piercings:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen lediglich der Information und ersetzen keine Diagnose beim Arzt. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen oder Beschwerden auf, solltet ihr euren Arzt kontaktieren.

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