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Venom Piercing: Infos zu Schmerzen, Risiken und Pflege

von Christina Cascino Erstellt am 27.03.22 um 16:00
Venom Piercing: Infos zu Schmerzen, Risiken und Pflege© Getty Images

Das Venom Piercing ist ein sehr spezielles Piercing in der Zunge. Wie schmerzhaft der Körperschmuck ist und welche Risiken es gibt, kannst du in unserem Ratgeber lesen.

Inhalt
  1. · Unterschied Venom Piercing und Scoop Piercing
  2. · Wie wird ein Venom Piercing gestochen?
  3. · Venom Piercing: Wie schmerzhaft ist das Stechen?
  4. · Was kostet das Doppel-Piercing in der Zunge?
  5. · Mögliche Risiken eines Venom Piercings
  6. · Venom Piercing: Alles zur Heilung und richtigen Pflege
  7. · Welcher Schmuck eignet sich für das Piercing in der Wange?

Beim sogenannten Venom Piercing handelt es sich um ein Doppel-Piercing an der Zunge. Genauer gesagt wird bei diesem ausgefallenen Körperschmuck jeweils ein Piercing rechts und eins links senkrecht durch den Zungenmuskel gestochen.

Auch wenn das Piercing sicherlich ein echter Hingucker ist – ganz ungefährlich ist es leider nicht. Wir zeigen euch, welche Risiken bestehen, was ein Venom Piercing kostet und was ihr sonst noch vor dem Stechen wissen müsst.

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Video von Sarah Glaubach

Unterschied Venom Piercing und Scoop Piercing

Bei flüchtiger Betrachtung sieht das Venom Piercing wie ein Scoop Piercing aus. Doch bei diesen zwei Piercings gibt es einen entscheidenden Unterschied: Während beim Scoop Piercing lediglich durch die Haut der Zunge gestochen wird und Ein- und Ausstichstelle auf gleicher Höhe liegen, wird beim Venom senkrecht durch den Zungenmuskel gestochen – und das gleich zweimal.

Alle Infos zu den unterschiedlichen Zungenpiercings findet ihr hier: Zungenpiercing: Das solltet ihr vor dem Stechen wissen

Wie wird ein Venom Piercing gestochen?

Ganz wichtig vorab: Egal, um welches Piercing es sich handelt, ihr solltet immer darauf achten, ein professionelles Piercingstudio und eine/n erfahrene/n Piercer*in zu wählen. Wird das Piercing unfachgemäß gestochen, kann es zu schlimmen Entzündungen kommen.

Der Piercer muss beim Venom darauf achten, die beiden Piercings auch wirklich parallel zueinander zu stechen und darf dabei keine Blutgefäße durchstechen. Auch das Zungenbändchen, mit dem die Zunge am Unterkiefer verwachsen ist, sollte nicht verletzt werden. Das Venom Piercing ist zudem nicht bei jedem Menschen anatomisch möglich zu stechen.

Da es sich beim Venom um ein Doppel-Piercing handelt, habt ihr die Wahl, die beiden Piercings direkt in einem Rutsch nacheinander stechen zu lassen. Oder aber ihr entscheidet euch dafür, erst die eine Zungenseite zu durchstechen und die andere an einem späteren Termin, z.B. nach Abheilung des ersten Piercings.

Bevor es dann ans eigentliche Stechen geht, wird zunächst die Position der Ein- und Ausstichstelle vom Piercer genau bestimmt und mit einem Stift markiert. Anschließend wird der Mund mithilfe einer desinfizierenden Mundspülung gründlich gereinigt. Nun wird die herausgestreckte Zunge mit einer Klemmzange fixiert und (meist von unten nach oben) mit einer speziellen Nadel durchstochen und der Piercingstab eingesetzt.

Die Zunge wird in der Regel nach dem Stechen stark anschwellen. Aufgrund der Schwellungen sollte der Piercer zunächst einen etwas längeren Piercingstab von 20-22 mm Länge und einer Stärke von 1,6 mm einsetzen. Ist der Schmuck nämlich zu kurz, würde das Piercing permanent unter Druck stehen. Außerdem kann es vorkommen, dass die gepiercte Stelle blutet– vor allem dann, wenn ein Blutgefäß verletzt wurde. Die Blutung sollte nach 10-20 Minuten abklingen; wenn nicht, solltet ihr einen Arzt aufsuchen.

Lest auch: Ohrpiercing: Wir haben alle Infos über Methoden, Tipps und Risiken!

Venom Piercing: Wie schmerzhaft ist das Stechen?

Ob das Stechen des doppelten Zungenpiercings als sehr oder weniger schmerzhaft empfunden wird, hängt letztlich davon ab, wie stark das eigene Schmerzempfinden ist. Da das Venom allerdings durch den Zungenmuskel gestochen wird und dieser relativ dick und mit vielen Blutgefäßen durchzogen ist, wird das Piercen meist als relativ schmerzhaft wahrgenommen. Das Gute: Das Piercen dauert nur wenige Sekunden, sodass sich die Schmerzen aushalten lassen.

Was kostet das Doppel-Piercing in der Zunge?

Wie viel ihr für das Venom Piercing zahlen müsst, hängt ganz davon ab, in welchem Studio ihr euch piercen lasst. Die Preise variieren zudem stark von Region zu Region. Grob solltet ihr mit einem Preis zwischen 100 und 150 Euro rechnen. Die Kosten sind hier etwas höher, da es sich schließlich um zwei einzelne Piercings handelt.

Informiert euch am besten vorab über die Kosten. Bei vielen Piercingstudios ist neben dem eigentlichen Stechen oftmals auch schon der Erstschmuck sowie die Piercingpflege im Preis enthalten

Mögliche Risiken eines Venom Piercings

Alle Piercingarten, egal ob Bauchnabel-, Ohr- oder Lippenpiercing, sind mit gewissen Risiken verbunden. Schließlich wird Gewebe durchstochen und ein Fremdkörper eingesetzt. Entzündungen, Infektionen oder allergische Reaktionen können nie vollkommen ausgeschlossen werden.

Wird das Piercing nicht richtig gestochen und wichtige Nerven in der Zunge verletzt, kann es in seltenen Fällen zu einem veränderten Geschmacksempfinden bzw. zu einer Verminderung der Intensität von Geschmacksrichtungen kommen.

Außerdem besteht beim Doppel-Zungenpiercing das Risiko, die Zähne, den Zahnschmelz und das Zahnfleisch zu beschädigen. Das Piercing kommt durch Sprechen, Kauen oder ein Herumspielen ständig in Berührung mit den Zähnen – und das tut ihnen alles andere als gut. Um Zahnschäden zu vermeiden, sollte daher auf Metallschmuck verzichtet und stattdessen zu Schmuck aus Kunststoff gegriffen werden.

Venom Piercing: Alles zur Heilung und richtigen Pflege

Die Heilung des Venoms verläuft recht ähnlich dem normalen Zungenpiercing. Das Doppel-Piercing im Mund ist in der Regel innerhalb von vier bis acht Wochen abgeheilt. In manchen Fällen kann es aber auch länger dauern. Für einen problemlosen Abheilungsprozess sollte auf eine gute Pflege nach dem Stechen geachtet werden.

So unterstützt ihr den Heilungsprozess:

  • Auf ein Anfassen des Venom Piercings verzichten und wenn, dann nur mit vorher gründlich desinfizierten Händen.
  • Ebenso: Auf keinen Fall mit dem Piercing im Mundraum herumspielen.
  • In den ersten Tagen nach dem Stechen möglichst wenig sprechen.
  • Mund regelmäßig, mindestens nach jeder Mahlzeit mit einer speziellen Mundspüllösung (bei Amazon kaufen*) desinfizieren, um zu verhindern, dass Bakterien in die Wunde gelangen.
  • Desinfektionsmittel auf Alkohol- oder Chlorbasis vermeiden.
  • Während der Heilungszeit, aber mindestens die ersten Tage, auf Milchprodukte, säurehaltige Lebensmittel sowie Alkohol und Rauchen verzichten. Am besten eignet sich flüssige bzw. breiige Nahrung (Suppen, Babybrei, püriertes Gemüse).
  • Vorsicht beim Küssen und Oralverkehr

Tipp: Gegen Schmerzen und Schwellungen helfen Eiswürfel sowie kalte Kamillen- und Salbeitees.

Was zu tun ist, wenn sich euer Piercing doch mal entzündet, erfahrt ihr hier: Piercing entzündet: Was du tun kannst und wann du zum Arzt solltest.

Welcher Schmuck eignet sich für das Piercing in der Wange?

Als Erstschmuck nach dem Stechen wird beim Piercing in der Zunge in der Regel ein Barbell (ein gerader Piercingstab, an dem sich oben eine größere und unterhalb eine kleinere Kugel befindet) in Überlänge eingesetzt. Diese Art von Piercingschmuck begünstigt den Heilungsprozess und birgt die wenigsten Risiken.

Ist das Venom Piercing dann vollständig abgeheilt, kann der Erstschmuck im Piercingstudio durch einen kürzeren Barbell ausgetauscht werden. Empfohlen wird ein Schmuckstück aus Bioflex (PTFE) mit einer Kugel aus Kunststoff, um Zahnschäden zu vermeiden. Was die Farbe und das Design betrifft, könnt ihr ganz individuell nach eurem Geschmack entscheiden.

Weitere Informationen zu gesundheitlichen Risiken des Piercings gibt es hier: Deutsches Ärzteblatt.

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Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen lediglich der Aufklärung und ersetzen keine Diagnose beim Arzt. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen oder Beschwerden auf, solltet ihr euren Arzt kontaktieren.

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