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Ihr wollt ein Ohrpiercing? Wir haben alle Infos über Methoden, Tipps und Risiken!

von Heike Schmidt Veröffentlicht am 22. März 2014
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Ohrpiercing ist längst nicht mehr auf zwei Löcher für die klassischen Ohrringe beschränkt. Ohren werden jetzt mehrfach mit Steckern, Klemmen oder so genannten 'Tunnels' geschmückt. Wer seinen Ohrschmuck aufrüsten will, sollte sich vorab über Risiken und Methoden informieren - damit das Ergebnis schön aussieht und nicht zum medizinischen Problemfall wird.

Ohrpiercings sind natürlich kein neuer Trend, schließlich gibt es sie seit Jahrtausenden in fast allen Kulturen. Am häufigsten muss heute das Ohrläppchen dran glauben. Vom kleinen Mädchen bis zum erwachsenen Mann ist der klassische Ohrring oder -stecker der beliebteste Körperschmuck überhaupt.

Doch seit jeher werden auch andere Stellen des Ohres durchstochen (engl: ‚to pierce‘). Auch wenn Ohrpiercing heute zum Standardangebot vieler Schmuckläden und Piercingstudios zählt, birgt es dennoch Risiken. Schon die Art des Stechens will gut überlegt sein.

So wird das Ohrpiercing gestochen

In vielen Schmuckläden kommen spezielle Pistolen zum Einsatz, die mit großem Druck den Ohrstecker durch das Ohr schießen. Vorteil: Geht schnell, kann aber dazu führen, dass das Gewebe einreißt. Das erhöht das Risiko einer Infektion.

Neue Pistolensysteme verzichten auf hohen Druck und drücken den Stecker rein manuell ins Ohr. Das Gewebe wird dabei geschont. In Piercingsstudios wird das Ohr mit einer Hohlnadel durchstochen. In das Loch, das eventuell noch mit einer Kanüle gesichert ist, wird dann der Ohrring eingeführt.

Bei allen drei Arten des Stechens werden Ohrstecker aus Chirurgenstahl eingesetzt. Dieses Material ruft kaum Abstoßreaktionen hervor.

Welche Stellen eignen sich für ein Ohrpiercing?

Neben dem Ohrläppchen gibt es noch einige weitere Stellen am Ohr, die sich für ein Piercing eignen. Besonders beliebt sind übereinander angeordnete Ohrlöcher am seitlichen Rand der Ohrmuschel ('Rim') oder ein Piercing im gegenüberliegenden Teil des Ohres, dem sogenannten 'Daith‘.

Rim und Daith Ohrpiercings - das sind die Risiken

Diese Ohrpiercings machen nach dem Stechen wesentlich häufiger Probleme durch Entzündungen als das klassische Ohrläppchen-Piercing. Hier durchdringt der Stecker nicht das weiches Gewebe, sondern harten Knorpel. Und der reagiert auf Verletzungen viel empfindlicher.

Es kann sogar sein, dass der Körper hier keine Fremdkörper toleriert und das Ohrpiercing wieder entfernt werden muss. Eine Entzündung im Knorpelbereich muss auf jeden Fall sehr ernst genommen werden. Sie kann sonst auf das Innere des Ohres oder sogar das Gehirn übergehen und bleibende Schäden verursachen.
Hier erfahrt ihr mehr zum Thema Daith Piercing: DER neue Trend auf Instagram

Neben 'Daith' und 'Rim' gibts noch weitere Stellen für ein Ohrpiercing (siehe Grafik):

Ohrpiercing: Darauf sollte man achten

Der Körper reagiert meist mit Schwellungen und Rötungen auf das Piercing. Kein Wunder, denn beim Durchstechen wird das Ohrgewebe nicht nur verletzt, sondern gleichzeitig ein Fremdkörper eingeführt. Damit muss das empfindliche Körperteil, in dem zahlreiche Nerven zusammenlaufen, erst einmal klarkommen. So macht man es ihm leichter:

> Makellose Hygiene: Die Ohren sollten vor dem Stechen sorgfältig gereinigt und die betroffene Stelle desinfiziert werden. Gleiches gilt für die Ohrstecker, sofern sie nicht sowieso sterilen Packungen entnommen werden. Dass der Piercer sterile Handschuhe trägt und die Räumlichkeiten sauber sind, ist selbstverständlich.

> Nach dem Piercen lässt man die betroffene Stelle am besten völlig in Ruhe: Kontakt mit Seife, ungewaschenen Händen, Haaren usw. ist tabu. In den ersten sechs Wochen sollte das Ohrpiercing dreimal pro Tag gereinigt werden. Dafür eignet sich ein alkoholhaltiges Gesichtswasser.

Ein Ohrläppchen-Piercing gilt nach etwa sechs Wochen als verheilt. Dann können die Spezialstecker durch normale Ohrringe getauscht werden. Beim Knorpel-Piercing muss damit 12 Wochen lang gewartet werden. Wenn sich dann keine Entzündungen oder sonstige Veränderungen gezeigt haben, ist das Piercing gut verheilt und zum extravaganten Ohrschmuck geworden.

Auch Promis lieben Ohrpiercings. Achtung: Bei einigen sind die Stecker nicht echt, sondern nur Klemmen! Finden Sie heraus, wer 'schummelt'?

Miley Cyrus mit Ohrpiercing © Getty Images

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