Home / Liebe & Psychologie / Psycho-Tests / Myers Briggs Test: Welcher Persönlichkeitstyp bist du?

© pexels.com
Liebe & Psychologie

Myers Briggs Test: Welcher Persönlichkeitstyp bist du?

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 7. April 2019

Wie erfasst man den Charakter eines Menschen? Darüber haben sich viele kluge Menschen den Kopf zerbrochen. Herausgekommen ist unter anderem der Myers Briggs Test, auch kurz MBTI genannt.

Der Myers Briggs Test teilt uns in insgesamt 16 Temperamenttypen ein. Wie wir Entscheidungen treffen, wie wir handeln, wie kompromissbereit und wie charismatisch wir sind. Was genau dahinter steckt? Wir erklären dir, welche Typen es gibt, wo der Test gerne verwendet wird und was es mit den Buchstabenkombinationen auf sich hat.

Was ist der Myers Briggs Test?

Die psychologische Typenlehre geht ursprünglich auf Carl Gustav Jung zurück und wurde von Katherine Cook Briggs und Isabel Myers aufgegriffen. Sie brachten zusammen den MBTI Temperament-Test heraus und boten ihn kommerziell an.

Später wurde der Test noch einmal von dem amerikanischen Psychologen David West Keirsey weiterentwickelt und kostenfrei zugänglich. Heute wird der Myers Briggs Test in den USA gerne im Personalbereich angewendet, beispielsweise wenn es um Einstellungsgespräche, Teamwork, Coaching und Jobkriterien geht.

Wie funktioniert der MBTI-Test?

Für den Test gilt es eine Reihe Fragen zu beantworten. Herauskommt anschließend eine vierstellige Buchstabenkombination. Diese Buchstaben setzen sich auf folgenden vier Kategorien mit jeweils zwei gegenteiligen Charakteristiken zusammen, nach denen man beurteilt wird.

Die 4 Kategorien:

Introvert vs. Extrovert (I/E) = introvertiert vs. extrovertiert
Hier wird zwischen extrovertiert, also offen, kontaktfreudig, teamorientiert, und introvertiert, also verschlossen, sensibel und eher Typ Soloplayer, unterschieden.

Intuition vs. Sensing (N/S) = Intuition vs. sensitives Empfinden
Die Kategorie zeigt an: Ist jemand intuitiv, also verlässt er sich eher auf sein Bauchgefühl, oder Sensing, also realistischer und detailorientierter?

Feeling vs. Thinking (F/T) = Fühlen vs. Denken
Diese Kategorie zeigt an, wie jemand Entscheidungen trifft. Feeling passt auf jemanden, der eher subjektiv und emotional ist. Thinking bezeichnet den Denker, der eher logisch und rational agiert.

Judging vs. Perceiving (J/P) = Urteilen vs. Wahrnehmen
Bei dieser Kategorie geht es um Strategien. Wie flexibel und kompromissbereit zeigt sich jemand? Judging beschreibt jemanden, der schnell entscheidet und bei seinem Entschluss bleibt. Perceiving beschreibt jemanden, der eher flexibel ist und auch bereit, sich umzuentscheiden, wenn ihm neue Infos vorliegen.

Die 16 Kombinationsmöglichkeiten:

In jeder Kategorie wird man also in eine der zwei Charakteristiken eingeordnet. Die acht für die Eigenschaften stehenden Buchstaben (I/E, N/S, F/T und J/P) können dabei völlig unterschiedlich miteinander kombiniert werden. Daraus ergeben sich dann die folgenden 16 Temperamenttypen:

1. Idealisten:
ENFJ: charmant, mitreißend und inspirierend
INFJ: eher ruhig, aber dennoch sehr idealistisch und inspirierend, aber fokussierter
INFP: freundlich, hilfsbereit, sensibel und selbstlos
ENFP: selbstbewusst, positiv, enthusiastisch, kreativ

2. Künstler:
ESTP: klug, energiegeladen, abenteuerlustig
ISTP: direkt, offen, überlegt, praktisch veranlagt
ESFP: spontan, enthusiastisch, energiegeladen
ISFP: warmherzig, sympathisch, aufmerksam, kompromissbereit

3. Rationalisten:
ENTJ: organisiert, effizient, eigenwillig, phantasievoll
INTJ: klug, planend, strategisch, perfektionistisch
ENTP: mutig, klug, kreativ, begeisterungsfähig
INTP: wissensdurstig, unabhängig, sehr guter Problemlöser

4. Wächter:
ESTJ: realistisch, klar, entscheidungsfreudig, klar
ISTJ: praktisch, faktenorientiert, zuverlässig, ehrgeizig
ESFJ: hilfsbereit, fürsorglich, beliebt
ISFJ: hingebungsvoll, herzlich, bescheiden, fokussiert

Die 4 Kategorien von Keirsey:

David West Keirsey unterteilte die 16 Typen - wie oben sichtbar - in vier Kategorien: Künstler, Wächter, Idealisten und Rationalisten.

  • Idealisten: freiheitsliebend, brauchen ihre Entfaltungsmöglichkeiten
  • Künstler: umtriebig, freidenkend
  • Rationalisten: geerdet, rational und verlässlich
  • Wächter: brauchen feste Regeln und Strukturen

Was sagt der Test aus?

Alle acht Eigenschaften sind mehr oder weniger in jedem von uns in irgendeiner Ausprägung vorhanden. Welche dominiert und welche eher weniger ausgeprägt ist, ergibt sich im Test.

Alle Persönlichkeitstypen sind ohne Wertung zu verstehen, es gibt also kein besser oder schlechter, sondern es handelt sich einfach um unterschiedliche Herangehensweisen im Leben. Beispielsweise: Wie geht man mit Problemen und Entscheidungen um? Ist man eher Teamplayer oder arbeitet man lieber für sich alleine? Wie kommunikativ ist man, wie kreativ und individuell bei Lösungsansätzen?

Die meisten Frauen sind übrigens ESFJ-Typen (12 bis 17 Prozent), die meisten Männer ISTJ-Typen (14 bis 19 Prozent).

Teste dich!

Neugierig geworden? Den Test kannst du zum Beispiel hier kostenfrei machen: https://www.16personalities.com/de/kostenloser-personlichkeitstest

Geschwister-Typen: So prägt die Familienkonstellation deinen Charakter

Diese Themen könnten dich auch interessieren:

Charisma & Selbst­bewusstsein aufbauen: Was wir von Arschlöchern lernen können

Wer bin ich und warum: Hier findest du alle Persönlichkeitstests

Persönlichkeits-Test mal anders: Rorschach-Test: Was siehst DU im Tintenklecks?

von Fiona Rohde

Das könnte dir auch gefallen