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Low Budget Urlaub: 10 Tricks, mit denen ihr richtig viel Geld spart

von Christina Cascino Veröffentlicht am 1. Mai 2019

Reisen muss nicht teuer sein. Wer ein paar kleine Tricks beachtet, kann viel erleben - und das für kleines Geld. Wir verraten euch, wie Low Budget Urlaub geht.

Urlaub, ganz besonders Fernreisen, klingt irgendwie erstmal teuer. Doch das muss es nicht sein! Es gibt zahlreiche Tricks, wie ihr auch mit wenig Geld ganz viel Urlaub machen könnt. Und nein, das bedeutet nicht, dass ihr im Urlaub penibel auf's Geld achten müsst. Schon bei der Urlaubsbuchung können wir viel richtig (und falsch) machen, was sich anschließend auf unserem Konto bemerkbar macht.

Wir zeigen euch, wie euer Low Budget Urlaub zum vollen Erfolg wird - und zwar ohne Einschränkungen.

Die 10 besten Tipps für euren Low Budget Urlaub

Tipp #1: Seid flexibel

Je spontaner ihr seid und je flexibler eure Reisedaten sind, desto günstigere Preise könnt ihr ergattern. Das gilt bei der Flugbuchung genauso wie bei Hotels. Auch Pauschalreisen sind oftmals viel günstiger, wenn ihr nicht auf ein bestimmtes Datum oder Reiseziel festgelegt seid.

Auf vielen Schnäppchen-Portalen, wie Urlaubsguru, Urlaubspiraten oder Travelzoo, findet ihr richtig günstige Angebote für euren Low Budget Urlaub. Da es die günstigen Reisen meist nur zu sehr genauen Terminen gibt, ist Flexibilität gefragt. Außerdem solltet ihr auf Flugportalen, wie zum Beispiel Skyscanner, direkt die Suchoption "günstigster Monat" nutzen oder einen ganzen Monat durchsuchen. Bei vielen Airlines könnt ihr zudem direkt auf den Websites nach Billig-Flügen suchen und Benachrichtigungen für solche Angebote aktivieren.

Noch ein wichtiger Tipp: Reist in der Nebensaison

Wenn ihr Low Budget Urlaub machen möchtet, solltet ihr auf keinen Fall in der teuren Hauptsaison, also den Schulferien verreisen. Denn dann sind die Preise teilweise doppelt so teuer wie in der Nebensaison. Wer mit schulpflichtigen Kindern verreisen möchte, sollte einen Abflughafen in einem Bundesland (oder im Ausland) wählen, in dem noch keine Ferien sind - dadurch könnt ihr richtig viel sparen.

Im Video: Kein Stress mit diesen 9 Flughafen-Hacks

Tipp #2: Tools für Billig-Flüge nutzen

Es gibt mittlerweile zahlreiche Apps und Tools im Netz, mit denen ihr wirklich günstige Flüge finden könnt. Auch hier ist allerdings wieder etwas Flexibilität gefragt. Auf momondo.de könnt ihr zum Beispiel die "Bring-Mich-Irgendwohin"-Funktion aktivieren: Ihr tragt einfach euren Reisezeitraum und Abflughafen ein, und schon werden euch die günstigsten Reiseziele vorgeschlagen. Auch genial: Der E-Mail-Newsletter von Travel-Dealz.de. Hier gibt es richtige Mega-Schnäppchen.

Habt ihr außerdem schon einmal was von sogennanten Error Fare Flügen gehört? Error Fare Flüge sind im Grunde Flüge, bei denen versehentlich ein falscher Preis ausgeschrieben wurde. Auch bei Airlindes kann es nämlich passieren, dass zum Beispiel ein Komma falsch gesetzt wird und aus eigentlich 500 Euro plötzlich 50 Euro werden. Häufig ist es auch einfach ein technischer Fehler, wodurch die falsche Preisangabe zustande kommt.

Um solche Error Fare Flüge zu finden, müsst ihr allerdings wirklich schnell und vor allem flexibel sein, denn Reiseziel, Datum und Abflughafen könnt ihr euch nicht aussuchen. Zudem besteht immer ein gewisses Restrisiko, denn Airlines können euer Ticket stornieren, sobald der Fehler bekannt wird.

Noch ein Tipp: Verschleiert bei der Flugsuche euren Standort. Dafür stellt ihr einfach die Sprache, den Standort und die Währung in der Flugsuchmaschine auf das gewünschte Reiseland. Außerdem ist es lohnenswert, wenn ihr in eurem Internet-Browser den Inkognitomodus aktiviert.

Tipp #3: Meilen sammeln

Meilen sammeln bringt nur Vielfliegern und Geschäftsreisenden was? Falsch. Wusstet ihr zum Beispiel, dass ihr eure Payback-Punkte in Meilen umwandeln könnt, wenn ihr über das Lufthansa-Programm Miles & More bucht?

Bei vielen Airlines könnt ihr außerdem Meilen sammeln und somit Geld sparen, indem ihr ein Bankkonto eröffnet, ein Zeitungs-Abo abschließt oder den Internetanbieter wechselt. Manchmal kooperieren Airlines auch mit verschiedenen Onlineshops.

Tipp #4: Mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren

Die meisten Urlauber laufen geradewegs zum Taxistand, nachdem sie am Zielort gelandet sind. Klar ist das die bequemste und einfachste Variante - allerdings auch die teuerste. Wer Low Budget Urlaub machen möchte, sollte daher die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Es gibt eigentlich immer die Möglichkeit, per Bus oder Zug vom Flughafen zum Zielort zu kommen. Informiert euch am besten schon im Voraus und bucht schon online die Tickets, um vor Ort nicht lange suchen zu müssen.

Und nicht nur am Flughafen solltet ihr auf öffentliche Verkehrsmittel setzen - sondern auch auf euer gesamten Reise. Das ergibt natürlich nicht immer Sinn. In Gegenden mit schlechter Infrastruktur braucht ihr meist einen eigenen Mietwagen, um von A nach B zu kommen. Aber es gibt super viele Länder, die sich mittlerweile prima mit öffentlichen Bussen oder Zügen bereisen lassen. Außerdem ist es super cool, sich so fortzubewegen wie es auch die Einheimischen tun.

Tipp #5: Bei der Unterkunft sparen

Vergesst teure Hotelzimmer und übernachtet auf Reisen doch einfach mal ganz umsonst. Wie das geht? Mit Couchsurfing! Hier bieten Menschen auf der ganzen Welt einen Schlafplatz in ihrer Wohnung an - und das vollkommen umsonst. Das kann ein eigenes Zimmer sein, aber auch nur das Sofa. Mit Couchsurfing spart ihr nicht nur jede Menge Geld, sondern lernt auch viele neue Leute kennen. Nicht selten zeigt euch euer Host auch gleichzeitig die Stadt oder lädt euch zum gemeinsamen Kochen ein.

Wem das doch eine Spur zu privat ist und wer auf ein Hotel Wert legt, sollte eher kleine Gästhäuser als große Hotelketten ansteuern. Der Preis ist auch stark von der Lage abhängig: Am Strand ist es zum Beispiel viel teurer als im Landesinneren, im Zentrum der Stadt teurer als am Stadtrand.

Außerdem solltet ihr immer mal einen Blick auf Airbnb.de werfen. Auf der Website werden teils richtig tolle private Unterkünfte angeboten - und die sind meist viel günstiger als Hotels.

Am kostengünstigsten kommt ihr weg, wenn ihr in einem Hostel übernachtet. Das Schlafen in einem Zimmer mit anderen Reisenden ist anfangs zwar etwas ungewohnt, aber gerade für Alleinreisende ist es auch eine super Möglichkeit, Leute für gemeinsame Unternehmungen kennenzulernen.

Tipp #6: Housesitting

Seinen Urlaub in einer Luxusvilla verbringen und dafür keinen Cent zahlen? Das geht mit Housesitting! Wie der Name bereits verrät, kümmert ihr euch als Housesitter um Häuser und Wohnungen, deren Eigentümer gerade selbst verreist sind. Viele Eigentümer wollen sich so vor Einbrüchen schützen oder brauchen jemanden, der ihre Haustiere versorgt.

Wer Housesitter werden möchte, kann sich einfach auf Plattformen wie "House Carers" oder "Mind my House" registrieren und bewerben.

Tipp #7: Selbstverpflegung

Jeden Tag essen gehen ist zwar super cool, um die lokale Küche kennenzulernen, allerdings fressen die vielen Restaurantbesuche auch einen großen Teil unseres Urlaubs-Budgets. Wer dagegen auf Reisen auch mal selbst den Kochlöffel schwingt, kann einiges an Geld sparen. Voraussetzung dafür ist natürlich eine Unterkunft mit Kochmöglichkeit.

In Hotels ist man meist auf teures Auswärtsessen oder Hotelbuffets angewiesen, die meist ziemlich wenig mit den Spezialitäten des Landes zu tun haben. Eine Ferienwohnung oder ein Hostel mit Gemeinschaftsküche sind dagegen eine gute Möglichkeit, sich selbst zu verpflegen.

Genial: In Australien stehen überall an Aussichtsplätzen oder in Parks Gas-Grillstationen herum, die ihr über Geldeinwurf nutzen könnt.

Wer keine Möglichkeit hat, selbst zu kochen, muss dennoch nicht in teuren Restaurants essen. Viel besser und viel authentischer ist Street Food. Die Garküchen oder Foodtrucks auf der Straße sind meist unschlagbar im Preis und suuuuper lecker.

Noch ein Tipp: Kauft in lokalen anstatt touristischen Supermärkten ein! Die sind zwar meist etwas versteckt, dafür aber auch um einiges günstiger. Am teuersten wird es in Supermärkten und Kiosks, die direkt neben großen Hotelanlagen oder an Touristen-Spots gelegen sind.

Tipp #8: Kostenlose Stadtführungen

Nur weil ihr Low Budget Urlaub macht, heißt das noch lange nicht, dass ihr auf coole Unternehmungen verzichten müsst. Denn auch die gehen Low Budget. In fast jeder Stadt werden mittlerweile zum Beispiel sogenannte Free Walking Tours angebote. Hier zahlt ihr höchstens ein kleines Trinkgeld. Bei sogenannten Greeter-Touren zeigen euch Locals umsonst spannende Spots abseits des Mainstreams.

Haltet euch auf jeden Fall - wenn es geht - von geführten Touren fern, auch wenn das Angebot meist verlockend klingt. Solche Touren locken damit, euch direkt am Hotel abzuholen, direkt zum Ausflugsziel zu bringen und wieder zurückzubringen. Dafür müsst ihr meist aber auch einiges hinblättern. Viel günstiger und aufregender ist es, auf eigene Faust loszuziehen und die Gegend zu erkunden.

Tipp #9: Im Ausland arbeiten

Ok, das klingt jetzt erstmal nicht so prickelnd. Schließlich seid ihr im Urlaub und wollt keinen Finger krumm machen. Doch gerade für Reisende, die mehrere Monate unterwegs sind, bietet es sich an, im Ausland ein wenig zu arbeiten. Am einfachsten geht das mit dem Work & Travel-Visum. Damit können alle Touristen unter 35 bis zu 12 Monate in einem anderen Land leben und nebenher jobben. Ihr verdient euch somit nicht nur einiges für euer Reise-Budget dazu, sondern lernt Land, Leute und vor allem Sprache viel besser kennen.

Eine tolle Organisation ist außerdem "World Wide Opportunities on Organic Farms", kurz "WWOOFing". Hier könnt ihr auf Farmen in aller Welt arbeiten und bekommt dafür Übernachtung und Verpflegung. Die Farmen haben ziemlich wenig mit deutschen Bauernhöfen zu tun - über WWOOFing könnt ihr zum Beispiel Pferde in Südafrika pflegen oder Mangos in Thailand ernten.

Tipp #10: Eigene Wohnung untervermieten

Wie ihr noch richtig viel Geld sparen könnt? Indem ihr ganz einfach eure eigene Wohnung untervermietet. Das kann sich richtig lohnen - vor allem dann, wenn ihr in einer Großstadt wohnt. Eure Wohnung könnt ihr über Plattformen wie Airbnb.de oder wg-gesucht.de anbieten.

Aber Achtung: Vorher unbedingt mit dem Vermieter sprechen oder einen Blick in den Mietvertrag werfen. Nicht alle Mietwohnungen dürfen auch untervermietet werden.

Neben eurer Wohnung könnt ihr übrigens auch euer Auto vermieten, während ihr im Urlaub seid. Dafür bieten sich Portale wie tamyca.de oder drivy.de an, bei denen die Versicherung gleich inbegriffen ist.

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von Christina Cascino
 

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