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Corona und Schwangerschaft: Wie gefährlich ist das Coronavirus?

von Anne Walkowiak Erstellt am 18.03.20 um 07:00

Während einer Schwangerschaft sind Frauen anfälliger für Infekte. Gilt das auch für das Coronavirus? Wie gefährdet sind Schwangere und ihre Babys? Wir haben Antworten.

Von Ärzten und Virologen wissen wir, dass das Coronavirus für gesunde Erwachsene und auch Kinder selten gefährlich ist. Denn diese Gruppen reagieren mit gar keinen bis milden Symptomen auf eine Infektion. Wie aber wirkt sich eine Infektion mit dem Coronavirus bei einer schwangeren Frau aus? Ist das Coronavirus in der Schwangerschaft gefährlich für Mutter und Baby?

Nach Angaben des RKI (Stand: 19.04.2021) gehören gesunde Schwangere nicht zur Risikogruppe. Jedoch räumen die Experten ein, dass trotz geringer Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf einer Covid-Erkrankung mit Aufnahme auf eine Intensivstation und Beatmung, dass Risiko für Schwangere im Vergleich zu nicht-schwangeren Frauen erhöht ist. Todesfälle sind nach Angaben des RKI selten. Schwangere mit schwerem Covid-Verlauf haben im Vergleich zu Schwangeren mit leichtem Verlauf (asymptomatischem Verlauf) ein deutlich erhöhtes Risiko für Präeklampsie und vorzeitige Entbindung.

Faktoren, die einen schweren Verlauf einer Covid-Erkrankung in der Schwangerschaft begünstigen, sind:

  • ein höheres Alter der Mutter (zwischen 35 bis 44 Jahre)
  • starkes Übergewicht
  • Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Gestationsdiabetes und Prä-Eklampsie

Auswertungen der CRONOS Register-Studie zeigen bisher einen überwiegend günstigen Verlauf einer Infektion mit SARS-CoV-2 bei den untersuchten Schwangeren in Deutschland.

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Wer zur Risikogruppe zählt, seht ihr im Video:

Video von Esther Pistorius

Worauf Schwangere in Zeiten des Coronavirus achten sollten

Es gelten auch für schwangere Frauen die selben Verhaltens- und Hygenieregeln wie für alle Menschen aktuell. Regelmäßiges Händewaschen, stark reduzierte soziale Kontakte und ausreichend Abstand zu anderen schützen am besten vor einer Infektion mit Covid-19.

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Neben dem neuartigen Coronavirus sollten sich Schwangere außerdem vor einer Grippeinfektion schützen. Die Grippeimpfung in der Schwangerschaft wird von der STIKO allen gesunden Schwangeren ab dem 4. Schwangerschaftsmonat empfohlen. Schwangere mit chronischen Krankheiten wie Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck sollten bereist vor dem 4. Monat geimpft werden.

Eine Empfehlung der STIKO für die Corona-Impfung in der Schwangerschaft liegt aktuell (Stand: 11.06.2021) nicht vor. Schwangere mit Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf begünstigen, können, nach intensiver Nutzen-Risiko-Bewertung, eine Impfung mit einem mRNA-basierten Impfstoff (Biontech/ Pfizer und Moderna) erhalten.

Bei Fragen sollten sich Schwangere immer an ihren behandelnden Arzt wenden.

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Wie reagiere ich, wenn ich schwanger bin und Kontakt zu einer infizierten Person hatte?

Solltest du Kontakt zu einer Covid-19-infizierten Person gehabt haben, solltest du, egal ob sich bei dir Symptome einer Infektion zeigen oder nicht, deinen Frauenarzt im ersten Schritt am besten telefonisch kontaktieren. Er oder sie wird dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Auch das für deinen Wohnort zuständige Gesundheitsamt solltest du kontaktieren. Erreichst du dort niemanden, wende dich am besten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116117. Dort wird man dich über die nächsten Schritte informieren.

Ob du dich wirklich mit dem Coronavirus infiziert hast, kann nur mithilfe eines Abstriches geklärt werden. Das heißt, du musst entweder einen Arzt aufsuchen oder wirst von einem Arzt besucht. Welche Option für dich infrage kommt, kannst du telefonisch bei den Ärzten erfragen.

Vermutlich musst du dich nach dem Kontakt zu einer infizierten Person in Quarantäne begeben.

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Was passiert, wenn ich schwanger bin und positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

So wie alle Infizierten musst auch du bei einem positiven Test in Quarantäne. Informiere deinen Frauenarzt über den Befund. Beobachte dich und die Symptome, die du an dir feststellst. Gehörst du nicht zu einer Risikogruppe und nimmst nur leichte Symptome wahr, kannst du dich zu Hause erholen. Halte aber Kontakt zu deinem Haus- oder Frauenarzt. Bei schweren Symptomen musst du vermutlich in einem Krankenhaus behandelt werden.

Kann ich Vorsorgetermine während der Corona-Quarantäne wahrnehmen?

Egal, ob schwanger oder nicht, eine Quarantäne dient dem Zweck, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und Infektionsketten zu unterbrechen. Das bedeutet, dass du auch während der Schwangerschaft nicht einfach die Quarantäne für eine frauenärztliche Untersuchung verlassen solltest. Sprich also immer mit deinem Frauenarzt. Ist die Untersuchung nicht zeitkritisch, wird sie vermutlich einfach nach hinten verschoben.

Hast du einen wichtigen Termin bei deinem Frauenarzt, der nicht einfach verschoben werden kann, wird sich die Praxis höchstwahrscheinlich nach Absprache auf deinen Besuch vorbereiten und Schutzmaßnahmen ergreifen. Oder man wird dich an eine besser ausgestattete Klinik verweisen.

Mach dir auch während der Schwangerschaft nicht zu viele Sorgen. Du und dein Kind werdet auch bei einer Quarantäne-Situation oder sogar im Falle einer Coronavirus-Infektion bestens versorgt.

Wie reagiere ich als Schwangere in Quarantäne bei einem Notfall?

Solltest du dich unwohl fühlen oder dir große Sorgen um dein Kind machen, hast du vermutlich das Bedürfnis, deinen Arzt zu konsultieren. Damit auch in einem solchen Fall alle Schutzmaßnahmen greifen und du auch möglichst isoliert zum Arzt oder ins Krankenhaus kommst, solltest du dir schon vorher Gedanken dazu machen.

Besprich mit deinem zuständigen Gesundheitsamt einen solchen Notfall. Du solltest das Krankenhaus festlegen, in welchem du behandelt werden möchtest und auch das Krankenhaus darüber informieren. Und ihr solltet besprechen, wie du dahin kommst.

Ega, ob in Quarantäne oder nicht, als Schwangere solltest du nicht einfach in ein Krankenhaus spazieren, sondern dich aktuell immer telefonisch ankündigen. Damit schützt du dich und dein ungeborenes Kind, aber auch andere Patienten.

Wie reagiere ich bei Corona-Verdacht oder Infektion, wenn die Wehen einsetzen?

Bist du gerade in Quarantäne, weil der Verdacht besteht, dass du dich angesteckt haben könntest oder eine Infektion nachgewiesen wurde, solltest du bei Einsetzen der Wehen deine Geburtsklinik anrufen. Sie wird dich über das weitere Vorgehen beraten.

Es ist ratsam bei Corona-Verdacht oder einer Infektion in einer Klinik zu gebären, die über eine umfangreiche Neonatologie verfügt. Denn dort kann das Baby ganzheitlich überwacht werden, vom Einsetzen der Wehen bis nach der Geburt.

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Kann ich mein Baby bei Corona-Verdacht oder Infektion normal gebären?

Geht es dir als Mama gut, egal ob Corona-Verdacht besteht oder die Infektion bereits nachgewiesen wurde, dann steht einer natürlich Geburt nichts im Weg. Nur wenn der Virus einen schweren Verlauf bei dir hat oder dein Gesundheitszustand es erfordert, werden Ärzte eine Kaiserschnittgeburt empfehlen.

Zurzeit gibt es noch keine Berichte, ob sich der Virus von der Mutter im Mutterleib auf das Baby oder nach der Geburt auf das Neugeborene überträgt. Das Baby wird allerdings bei Corona-Verdacht oder einer nachgewiesenen Infektion auf Covid-19 getestet.

Kann ich mein Baby normal stillen, wenn ich das Coronavirus habe oder Verdacht darauf besteht?

Von einer Übertragung des Virus über die Muttermilch ist derzeit nichts bekannt. Besteht Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion bei der Mutter oder ist das Virus nachgewiesen, solltest du besonders auf die Hygiene achten. Wasche deine Hände immer unmittelbar bevor du dein Baby berührst und trage am besten einen Mundschutz, um eine Tröpfcheninfektion zu vermeiden.

Wie lange dauert eine Coronavirus-Infektion?

Egal, ob schwanger oder nicht, Ärzte gehen aktuell davon aus, dass ein Coronavirus-Infizierter um die zehn Tage Symptome hat und ansteckend ist. So lange dauert also mindestens die Quarantäne.

Wenn die Coronavirus-Symptome wie Gliederschmerzen und Husten für 24 Stunden abgeklungen sind und der Patient für mindestens 48 Stunden fieberfrei ist, muss er anschließend noch zwei SARS-CoV-2-PCR-Untersuchungen im Abstand von 24 Stunden machen.

Nur, wenn diese beiden Untersuchungen negativ ausfallen, gilt der Patient als geheilt und darf die Quarantäne verlassen.

Quellen:
Frauenärzte im Netz
Robert Koch Institut

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Wichtiger Hinweis zum Schluss: Der Inhalt dieses Artikels dient lediglich der Information und ersetzt keine Diagnose beim Arzt. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen oder Beschwerden auf, solltet ihr euren Arzt kontaktieren.

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