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Orangenhaut: Viele Frauen haben Cellulite, doch was hilft?

von Jane Schmitt Erstellt am 21. Februar 2021
Orangenhaut: Viele Frauen haben Cellulite, doch was hilft?© GettyImages

Orangenhaut ist ganz normal, die meisten Frauen kennen die Dellen. Und ja, auch wer schlank ist, kann Cellulite an Beinen und Po haben. Es gibt Methoden, die gegen Cellulite helfen und diese lindern sollen. Doch die wenigsten wissen, weshalb es zu den Dellen kommt und welcher wichtige Zweck dahinter steckt.

Zugegeben, die wenigsten Frauen können Orangenhaut leiden und haben sicher schon unzählige Artikel gelesen, wie man die Dellen am ehesten loswerden kann. Aber Fakt ist leider auch: Wir haben sicher alle schon unzählige Methoden und Tipps ausprobiert und sind mehr oder weniger überzeugt vom Ergebnis – sagen wir besser: Wir wurden meistens eher enttäuscht.

Dabei ist letztich nicht die Orangenhaut, auch Cellulite genannt, das Problem, sondern ein völlig unsinniges Schönheitsideal, dem wir entsprechen wollen. Denn Orangenhaut ist ganz natürlich und das Ergebnis einer ganz wichtigen Funktion des weiblichen Körpers und spiegelt dessen Flexibilität wider.

Video: Anti-Cellulite-Tipps: Damit ihr Orangenhaut vermeiden oder abschwächen könnt!
Da die meisten Frauen das heutige Idealbild der glatten Haut allerdings gar nicht mehr aus ihren Köpfen kriegen, haben wir die Tipps gesammelt, die als besonders erfolgreich gelten, um die sogenannte Orangenhaut zumindest zu mildern.

1. Ernährung
2. Trinken
3. Wechselduschen
4. Massagen
5. Peelings
6. Cremes
7. Soforthilfe
8. Sport

Im Video erfährst du, wie und warum du diese Tipps anwenden solltest.

Video von Jane Schmitt

Kann Orangenhaut verhindert werden?

Es heißt ja, Frauen sollten sich weniger um solche Dinge wie veraltete Schönheitsideale scheren. Zu recht, schließlich ist jeder Körper schön und es wert akzeptiert und geliebt zu werden. Dennoch bleibt es jeder Frau selbst überlassen, wie sie mit ihrem Körper umgeht und wie sie sich fühlt.

Wer sich also dafür interessiert, wie man das Bindegewebe stärken kann, um somit die Orangenhaut zu beeinflussen, ist hier genau richtig. Schließlich gibt es einige Mittel und Wege, um die Ausprägung der Dellen abzuschwächen, beziehungsweise die Entstehung zu verzögern oder idealerweise sogar zu verhindern. Von der Ernährung, über Cremes, ästhetische Eingriffe bis hin zum Sport – wir verraten euch, was gegen eine Bindegewebsschwäche am besten hilft und wie man Cellulite den Kampf ansagen kann.

Warum gilt Orangenhaut als Makel?

Dass die meisten Frauen trotzdem nach Tipps suchen, um Orangenhaut zu bekämpfen, liegt am derzeitigen Schönheitsideal. Anfang des 20. Jahrhunderts hat sich keine einzige Frau auf der Welt um sichtbare Dellen an Oberschenkeln und Po geschert.

Erst durch die Medien wurde eine straffe, makellose Haut zum vermeintlichen Must-have. Was einige Schönheitsmittel und -behandlungen hervorbrachte und somit eine riesige Maschinerie in Gang setzte, um den Dellen den Kampf anzusagen. Mit der Veränderung der Mode-Trends Ende der 1960er Jahre (vor allem Miniröcke) wurden die Beine in den Fokus gerückt und Dellen sichtbar und endgültig als "Problem" gehypt.

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Was hilft gegen Orangenhaut?

Bei Orangenhaut ist das Gewebe an Oberschenkeln, Po und Bauch häufig nicht so gut durchblutet und die Lymphflüssigkeit wird schlecht abgeleitet. Daher liegt es nahe bei der Behandlung von Orangenhaut auf Massagen und Lymphdrainagen zu setzen. Das kann den Blut- und Lymphfluss wieder in Schwung bringen, um dadurch die Dellen der Cellulite zu reduzieren, wenn auch nicht von Dauer.

Das Gute: Diese Maßnahmen kann man wunderbar zu Hause selbst durchführen. In Kombination mit Cremes und Ölen, die zumindest gut duften und ein gutes Hautgefühl schaffen, können Selbstmassagen am ehesten empfohlen werden. Äußerst beliebt ist auch das sogenannte Trockenbürsten (hier bei Amazon kaufen*), da es ebenfalls die Durchblutung anregen soll.

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Zusätzlich können auch Wechselduschen helfen, da der Wechsel von warm und kalt ebenfalls durchblutungsfördernd ist und die Haut dadurch straffer wirkt.

Außerdem hält regelmäßige Bewegung den Blutfluss in Gang und kurbelt Stoffwechselprozesse an. Gleiches gilt für eine ausgewogene Ernährung. Gerade hierbei ist auch eine Reduzierung von Zucker und Salz sinnvoll, denn was viele nicht wissen: Zu viel Salz im Essen fördert Wassereinlagerungen im Gewebe.

Ihr seht: Letztlich sind es viele Dinge, die per se gesund für unseren Körper sind, die gegen die ungeliebten Dellen helfen. Es lohnt sich also durchaus, einige von den Tipps anzuwenden. Es kommt mit Sicherheit nicht nur eurer Schönheit zugute.

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Warum bekommt man Orangenhaut?

Cellulite (umgangssprachlich als Orangenhaut bezeichnet) beschreibt eigentlich eine Eigenschaft des weiblichen Bindegewebes, die extrem wichtig ist. Das weibliche Bindegewebe ist nämlich ziemlich genial konzipiert! Schließlich könnten ohne die Flexibilität der Haut und der darunterliegenden Schichten gar keine Kinder ausgetragen werden.

Der Körper einer Schwangeren muss sich schließlich sehr stark verändern und "mitwachsen". Ohne die außergewöhnliche Struktur des weiblichen Bindegewebes an Bauch, Po und Oberschenkeln wäre das nicht möglich. Zusätzlich ist das Bindegewebe aber auch da, um unsere Organe zu stützen. Und nicht zuletzt ist es der Wasserspeicher des Körpers.

Damit das Bindegewebe straff bleibt, braucht es intakte Kollagen- und Elastinfasern. Allerdings nimmt die straffe Hautstruktur mit zunehmendem Alter ab, weshalb die meisten Frauen ab circa 20 Jahren die ersten kleinen Dellen vor allem auf der Rückseite der Oberschenkel entdecken. Die Ausprägung der Orangenhaut ist jedoch auch abhängig von der genetischen Veranlagung, den Hormonen und dem Lebenswandel.

Lesetipp: Schwaches Bindegewebe stärken: So haben Dellen keine Chance

Warum haben Männer keine Orangenhaut?

Frauen und Männer haben eine unterschiedliche Hautstruktur und somit auch ein anderes Bindegewebe: Die weibliche Haut ist dünner und anders aufgebaut als die männliche. Das weibliche Unterhautfett ist zum Teil mit einem Netz aus senkrechten Bindegewebsstäbchen unterteilt. Außerdem sind die Fettzellen anders strukturiert, vor allem in den Bereichen Oberschenkel, Gesäß und Bauch. Ebendiese Struktur des weiblichen Bindegewebes lässt es zu, dass sich große Fettzellen nach oben drücken und die Haut darüber unregelmäßig wölben. An diesen Stellen können die Dellen daher eher sichtbar werden.

Bei Männern hingegen sind die Haut und das Bindegewebe anders aufgebaut und es ist extrem selten, dass Orangenhaut auch bei Männern vorkommt.

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Was fördert die Entstehung von Organgenhaut?

Da die vergrößerten Fettzellen auch kleinere Blutgefäße abklemmen können, wird das Gewebe schlechter durchblutet, der Lymphabfluss verringert sich und der Stoffwechsel der Zellen wird verlangsamt. Mitunter kann es sein, dass sich in den typischen Cellulite-Zonen wie Po und Oberschenkeln eure Haut sogar etwas kühler anfühlt.

Lasst euch nicht verunsichern. Zwar gilt auch Übergewicht als typischer Grund für Cellulite, aber auch schlanke sportliche Frauen können Cellulite haben. Es gibt weitere Faktoren, die die Entstehung von Organgenhaut begünstigen:

  • erbliche Veranlagung
  • niedriger Blutdruck
  • Bindegewebeschwäche
  • Venenerkrankungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Hormonveränderungen
  • Übergewicht
  • zu wenig Bewegung

Video: Zu wenig Bewegung? Viel Spaß beim Anti-Cellulite-Workout mit Simon

Video von Aischa Butt

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Das sagt die Wissenschaft zu Orangenhaut

Allerdings scheint es derzeit keine Methode zu geben, die die ungeliebte Orangenhaut nachweislich und langfristig entfernt. Es gibt ein sehr großes Angebot an Behandlungsmöglichkeiten gegen Cellulite. Neben allerlei Cremes bieten vor allem Arztpraxen und Kosmetikinstitute Lasertechniken, Ultraschallbehandlungen, Vakuumtherapien und Bindegewebsmassagen an. Aber wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es deutlich weniger. Darauf wies bereits ein Bericht in der Ärztezeitung vor einigen Jahren hin.

Zwar erscheinen immer wieder Studien zu dem Thema, doch kam Dr. rer. nat. Stefanie Lübberding 2015 bei einer Überprüfung sämtlicher Studien zu Cellulite-Anwendungen zu dem Ergebnis, dass es aktuell keine Methode gebe, mit der Cellulite dauerhaft entfernt werden könne. Irgendwie einleuchtend, schließlich ist Cellulite weniger Krankheit, als mehr ein natürliches Phänomen, das von Menschen zum Problem gemacht wurde. Daher wird weiterhin geforscht.

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Stars, die Cellulite haben © Getty Images
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Der Inhalt dieses Artikels dient lediglich der Information und ersetzt keine Diagnose vom Arzt. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen oder Beschwerden auf, wendet euch an euren Arzt oder Apotheker. Ein aktiver Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung, ist immer noch der beste Weg, um dauerhaft fit zu bleiben und sich in der eigenen Haut wohl zu fühlen.

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