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Besenreiser entfernen: So wirst du die Äderchen los!

von Inga Back Veröffentlicht am 28. August 2019
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Das Gute vorweg: Es gibt Wege, die lästigen Äderchen ein für alle Mal loszuwerden! Wir verraten euch, wie ihr Besenreiser verhindern und entfernen könnt.

Frau sein ist natürlich etwas Schönes, in manchen Punkten hat uns die Natur aber wirklich benachteiligt. Einer dieser Nachteile ist, dass das weibliche Bindegewebe dazu neigt, mit dem Alter schwächer zu werden. Die meisten kennen das Problem, weil es Cellulite verursacht.

Doch es gibt noch einen anderen unschönen Nebeneffekt: Krampfadern und Besenreiser. Mit der Zeit schimmern also, wenn wir Pech haben, irgendwann die bläulichen Äderchen netzartig unter der Haut an den Beinen hervor. Und dann wünschen sich die meisten Frauen natürlich nichts sehnlicher, als sie wieder loszuwerden.

Aber wie entstehen Besenreißer eigentlich? Wie kann man sie vermeiden, oder wieder entfernen? Und welche Behandlung ist am effizientesten? Wir verraten euch, wie ihr den unerwünschten Äderchen an den Beinen den Kampf ansagt!

Wie entstehen Besenreiser?

Krampfadern und Besenreiser entstehen dadurch, dass sich Blut in den Venen staut. Dadurch dehnen sie sich aus und werden unter der Haut sichtbar. Besenreiser sind dabei weniger stark ausgeprägt als Krampfadern. Sie sind also eine Unterform von Krampfadern, können jedoch auch als Vorboten für Krampfadern gedeutet werden.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist jedoch eine Bindegewebsschwäche - und leider neigen wir Frauen eher dazu als Männer. Lässt unser Bindegewebe mit dem Alter nach, führt dies dazu, dass weniger Druck auf die Venenwände ausgeübt wird.

In der Folge leiern sie aus, was zu einer schlechteren Durchblutung führt. Östrogen begünstigt die Erschlaffung der Gefäßwände noch zusätzlich. Daher bekommen viele Frauen Besenreiser in der Schwangerschaft oder nach der Einnahme der Anti-Baby-Pille.

Alkohol, Nikotin und langes Sitzen begünstigen Besenreiser

Wir wussten ja schon immer, dass Alkohol und Nikotin nicht gut für uns sind, aber dass unser Bürojob uns nicht nur dick macht, sondern auch Krampfadern und Besenreiser begünstigt, ist ein ganz neues Ausmaß an Nachteilen. Langes Sitzen sowie Liegen behindert den Blutabfluss. Auch dadurch kommt es zum Blut-Rückstau, der dazuführen kann, dass Venen sich ausweiten und in Form von Besenreisern sichtbar werden.

Als erstes Indiz dafür, dass ihr gefährdet seid, könnt ihr deuten, wenn sich eure Beine abends schwer anfühlen und ihr ein Hochlegen der Beine als lindernd empfindet.

Alkohol und Nikotin führen nicht nur zu Gefäßerweiterungen, sie können die Gefäße auch dauerhaft schädigen. Ein ganz großes Minus ist auch, dass durch übermäßigen Konsum Äderchen im Gesicht begünstigt werden.

Das beste Mittel gegen Besenreiser: Prophylaxe

Es ist tatsächlich oft einfacher, dem Schaden vorzubeugen als ihn zu beheben. Im Falle von Besenreisern gibt es sogar einige erfolgreiche und einfache Präventivmaßnahmen. Die wohl wichtigste ist Sport.

Zugegebenermaßen fällt Sport nicht jedem leicht. Aber wer sich den Termin beim Arzt sparen möchte, sollte sich einer Sache bewusst sein: an Effektivität lässt sich Sport nicht übertreffen! Durch die Muskelentspannung wird Druck auf die Venen ausgeübt und dieser fördert die Durchblutung. Außerdem hilft regelmäßiger Sport auch dabei, das Bindegewebe zu stärken.

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Besenreiser mit Wechselduschen vorbeugen

Eine weitere einfache, effektive, wenn auch leicht unangenehme Methode zur Vorbeugung von Besenreisern sind Wechselduschen. Durch Wechselduschen werden unsere Gefäße trainiert sich schnell bei Wärme auszudehenen und bei Kälte zusammenzuziehen. Auch daruch wird die Durchblutung verbessert. Zusätzlich können auch Massagen eingesetzt werden, um sowohl das Entstehen als auch die Ausbreitung von Besenreisern zu verhindern.

Stützstrümpfe gegen Besenreiser und Krampfadern

Wenn ihr zu schwachem Bindegewebe neigt oder eine Venenerkrankung diagnostiziert bekommen habt, ist es ratsam Kompressionsstrümpfe, auch Stützstrümpfe genannt, zu tragen. Sie beugen Besenreisern und Krampfadern vor. Mittlerweile gibt es sogar viele modische Modelle (zum Beispiel hier auf Amazon).

Alternative: Pflanzliche Cremes und Tees gegen Besenreiser

Vielen natürlichen Inhaltsstoffen wird ebenfalls nachgesagt, positive Einflüsse auf die Entstehung von Besenreisern zu haben. So zum Beispiel bei Rosskastanien. Sie enthalten den entzündunsghemmenden Wirkstoff Aescin, der sogar in Salben gegen Krampfadern verwendet wird.

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Außerdem bieten sich auch Hamamelis- und Rosmarin-Tees an, um die Durchblutung von innern zu fördern und somit den Besenreisern den Kampf anzusagen.

Auch Apfelessig wird eine reduzierende Wirkung bei Besenreisern nachgesagt. Dazu reicht es die Beine mit einem in Apfelessig getunkten Tuch oder Wattepad einzureiben und das Ganze einige Minuten einwirken zu lassen.

Wenn alles nichts hilft: Besenreiser entfernen lassen

Da Besenreiser nur bedingt durch Umwelteinflüsse entstehen und eben teilweise sogar genetisch bedingt sind - Stichwort: schwaches Bindegewebe - lassen sie sich auch durch die besten Vorbeugungs-Maßnahmen nicht ganz verhindern. Wenn es nun also so ist, dass ihr mit vielen Besenreisern zu kämpfen habt, gibt es auch Möglichkeiten sie bei einem Arzt, bzw. bei einem Venenspezialisten, entfernen zu lassen.

Besenreiser entfernen durch Verödung

Ein Mittel zum Entfernen von Besenreisern ist das Veröden, man nennt es auch Sklerosierung: Der Arzt spritzt ein spezielles Mittel in die Vene, durch welches sich die Vene verschließt. Die Venenwände verkleben, sodass der Körper die Vene selbst nach und nach abbaut.

Damit die Besenreiser komplett verschwinden, sind jedoch mehrere Behandlungen notwendig und man muss mit Kosten bis zu 100 Euro für eine Sitzung rechnen.

Besenreiser entfernen durch Laserbehandlung

Bei Gefäßen, die zu klein für einen Nadeleinstich sind, kommt häufig die Lasermethode zum Einsatz. Dabei werden die Gefäßwände durch den Laser geschädigt - so sehr, dass der Köper die betroffenen Venen abbaut.

Die Lasermethode gilt als schonender als andere Methoden zur Besenreiser-Entfernung. Sie ist jedoch auch mit gewissen Kosten verbunden: etwa 150 Euro pro Sitzung. Auch bei der Lasertherapie sind in der Regel mehrere Behandlungen nötig.

Weitere Informationen zur Behandlung von Besenreisern findet ihr auf den Gesundheitsportalen:

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