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Wassereinlagerungen loswerden: 9 Tipps gegen geschwollene Beine

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 15. Juli 2018
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Schwere Beine, geschwollene Füße, schmerzende Hände: Wassereinlagerungen in Armen, Beinen oder Bauch können ganz schön lästig sein. Doch woher kommt das angestaute Wasser im Körper? Und was können wir gegen die Schwellungen tun?

Wassereinlagerungen im Körper sind keine Seltenheit - gerade im Sommer, wenn es warm ist, sammelt sich Wasser in Beinen, Füßen, Händen und an den Knöcheln. Viele Frauen fühlen sich zudem vor der Periode einfach nur aufgedunsen und alles andere als wohl in ihrem Körper.

Wassereinlagerungen, auch Ödeme genannt, sind zwar medizinisch nicht weiter gefährlich, dennoch können sie zu müden, schweren Beinen und unangenehmen Schmerzen führen. Wir erklären dir, woher diese Wasseransammlungen kommen können und was du dagegen tun kannst.

Wie entstehen Wassereinlagerungen?

Wassereinlagerungen entstehen, wenn Wasser aus den Blutgefäßen oder aus dem Lymphsystem austritt und sich im umliegenden Gewebe staut und ansammelt. Besonders häufig sind dabei die Beine betroffen, die durch die Wasseransammlungen dick und schwer werden. Oftmals schwellen zudem die Füße und die Knöchel an. Auch die Hände, Finger, das Gesicht oder der Bauch können von Wassereinlagerungen betroffen sein.

Ob es sich wirklich um ein Ödem handelt, kannst du ganz einfach selbst feststellen: Drücke dafür mit dem Finger einige Sekunden auf den geschwollenen Bereich. Bleibt eine sichtbare Delle zurück, die sich nur langsam wieder zurückbildet, handelt es sich um ein Ödem.

Die 5 häufigsten Ursachen von Wassereinlagerungen

Gründe, warum es zu den unangenehmen Wassereinlagerungen kommt, gibt es viele. Doch das sind die häufigsten Ursachen:

1. Veranlagung
Zum einen sind unsere Gene Schuld, zum anderen sorgen verschiedene Lebensweisen für die Schwellungen. Stehen oder sitzen wir beispielweise viel, sackt das Blut im Körper in die Beine, wodurch ein erhöhter Druck entsteht und das Wasser aus den Gefäßen ins Gewebe fließt.

2. Hitze
Viele Menschen leiden zudem im Sommer unter Ödemen und klagen besonders über schwere Beine und Füße. Der Grund: Bei Hitze erweitern sich die Gefäße, um die eigene Körperwärme besser abgeben zu können. Die Blutzirkulation verlangsamt sich und die Venen verlieren an Elastizität. So kann Wasser ungehemmt in die umliegenden Gewebe gelangen.

3. Hormonelle Umstellungen bei der Frau
Eine weitere Ursache für Wasseransammlungen sind der weibliche Zyklus bzw. die Schwangerschaft: Auch vor und während der Periode sowie in der Schwangerschaft kommt es nicht selten zu unangenehmen Spannungen in den Beinen, Füßen, Händen und Brüsten.

4. Medikamente
Doch nicht immer sind Hitze oder Schwangerschaft der Grund, wieso es zu Ödemen kommt. Auch bestimmte Medikamente wie Antidepressiva, Entzündungshemmer oder Medikamente gegen Bluthochdruck und Diabetes sowie ein zu hoher Salzkonsum oder Insektenstiche gehören zu den häufigsten Auslösern von Wassereinlagerungen.

5. Krankheiten
Zudem können die Schwellungen im Zusammenhang mit schweren Krankheiten wie Krebs, Leber- und Nierenerkrankungen, Schilddrüsenunterfunktion oder Herzkrankheiten stehen. Um ernsthafte Krankheiten auszuschließen, sollte daher unbedingt Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden - gerade bei starken und langanhaltenden Beschwerden. Wer dauerhaft unter zu dicken Beinen oder Armen leidet, sollte zu dem checken lassen, ob er von einem Lipödem betroffen ist.

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9 Tipps gegen Wassereinlagerungen in Bauch, Beinen & Co.

Es gibt ein paar Tipps und Tricks, mit denen du schnell und einfach deinen Körper wieder entwässern kannst. Ganz wichtig ist es, auf eine gesunde Ernährung zu achten.

Magnesium (z.B. Nüsse, grünes Gemüse und Vollkornprodukte), Kalium und Vitamin B6 helfen zum Beispiel dabei, überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe abzutransportieren.

Auch Lebensmittel mit hohem Wasseranteil wie Wassermelonen, Gurken, Erdbeeren, Trauben, Kürbisse und Kopfsalat sorgen dafür, dass Giftstoffe aus dem Körper ausgeschwemmt werden und reduzieren so Wassereinlagerungen.

Das kannst du tun, um Wassereinlagerungen loszuwerden:

Tipp #1: Kaliumreiche Lebensmittel

Kalium ist ein Mineral, das unseren Wasserhaushalt reguliert. Haben wir zu wenig davon im Körper, etwa durch zu viel Salz, zu wenig Wasser oder einen erhöhten Alkoholkonsum kann es zu Wassereinlagerungen kommen. Deswegen solltest du regelmäßig Trockenfrüchte, Bananen, Melonen, Kartoffeln, Quinoa und Avocado essen. Diese Lebensmittel strotzen nämlich nur so vor Kalium.

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Tipp #2: Apfelessig

Apfelessig soll nicht nur für eine schlanke Linie sorgen, sondern auch bei Wassereinlagerungen im Gewebe helfen. Apfelessig ist reich an Kalium, wirkt entzündungshemmend und verringert so Schmerzen und Schwellungen in Beinen, Armen und Co.

Am besten zweimal täglich ein bis zwei Teelöffel rohen, naturtrüben Apfelessig in einem Glas Wasser verrühren und in kleinen Schlucken trinken. Auch gut: Ein Handtuch in Apfelessig und Wasser tränken und auf die betroffenen Stellen legen.

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Tipp #3: Kräutertees

In den meisten Drogeriemärkten sowie Apotheken finden sich bestimmte Kräutertees mit entwässernder und harntreibender Wirkung. Sie helfen dabei, die überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper abzutransportieren und aktivieren den Lymphfluss.

Besonders gut ist hier Brennessel-, Pfefferminz-, Birkenblätter- oder Grüner Tee. Weitere harntreibende Tees sind: Schachtelhalmtee, Löwenzahntee und Wacholdertee. Auch Ananas und Fenchel wirken übrigens entwässernd.

Unser Tipp: Petersilientee. Dafür ein Teelöffel getrockneter Blätter in einen Topf mit zwei Tassen Wasser geben, etwa zehn Minuten köcheln lassen, absieben und bedeckt fünf bis sieben Minuten ziehen lassen. Am besten zwei- bis dreimal täglich trinken.

Tipp #4: Wasser trinken

Wasser trinken, um Wasser aus dem Gewebe zu schwemmen? Klingt paradox - hilft aber wirklich! Denn der Körper reagiert auf Wassermangel mit Einlagerungen. Um also die Schwellungen in den Beinen schnell wieder los zu werden, solltest du auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Täglich zwei bis drei Liter Wasser sollten es schon sein - im Sommer darf es sogar noch ein wenig mehr sein.

Tipp #5: Alkohol, Salz und Zucker reduzieren

Wer mit Wassereinlagerungen und müden Beinen zu kämpfen hat, sollte die Finger von zu viel Alkohol, Zucker und Salz lassen. Salz ist für den Menschen zwar überlebenswichtig, doch nehmen wir zu viel davon zu uns, sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe an. Deshalb: Lieber mit Kräutern würzen anstatt zu salzen und Fertiggerichte, salzige Snacks, Süßigkeiten, Gewürzmischungen, Fast Food und Dosennahrung meiden. Wer von Salz nicht genug bekommen kann, sollte zumindest auf Meersalz umsteigen, da dies weniger Natrium enthält.

Aufgeschwemmtes Gesicht? Das kann am Alkohol liegen! Denn der sorgt dafür, dass die Schwellkörper im Gesicht mehr Flüssigkeit als üblich speichern und die Haut aufquellen lassen.

Tipp #6: Lein- und Koriandersamen

Sowohl Lein- als auch Koriandersamen fördern die Durchblutung und helfen, den Körper zu entgiften und schädliche Stoffe auszuschwemmen. Die Samen wirken dabei entzündungshemmend und können Schwellungen und Schmerzen lindern.

Einfach etwas Koriander- oder Leinsamen mit Wasser vermischen, aufkochen lassen und anschließend Samen absieben. Am besten zweimal täglich trinken, bis die Beschwerden verschwunden sind. Gemahlene Leinsamen kannst du übrigens auch super unter dein morgendliches Müsli mischen.

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Tipp 7#: Kühlen und hochlegen

Geschwollene, schwere Beine sollten am besten höher gelagert werden, damit die angesammelte Lymphflüssigkeit besser abfließen kann.

Auch eiskaltes Wasser kann die lästigen Wasseransammlungen reduzieren - gerade dann, wenn Hitze der Grund für die Ödeme ist. Durch das kalte Wasser ziehen sich die Gefäße zusammen und die Flüssigkeit im Gewebe wird abtransportiert. Generell gilt: Wer zu Wassereinlagerungen neigt, sollte sich gerade im Sommer in gekühlten Räumen aufhalten. Auch regelmäßige Wechselduschen helfen, die Durchblutung zu aktivieren.

Bei Flüssigkeit in Beinen, Armen und Co. sollte auf Saunagänge, heißes Duschen und heiße Bäder verzichtet werden.

Tipp #8: Bewegung

Viele kennen es: Wer lange sitzt oder steht, bekommt auf Dauer müde, geschwollene Beine. Die Lösung: Bewegung! Sport und andere körperliche Aktivitäten helfen, Schwellungen in den Beinen zu lindern und vorzubeugen. Sehr gut eignet sich übrigens Schwimmen. Der hydrostatische Druck des Wassers regt die Lymphgefäße und somit den Rückfluss des Blutes an.

Tipp #9: Teebaumöl

Ein wunderbares Mittel gegen Ödeme, die durch Insektenstiche ausgelöst wurden, ist Teebaumöl. Teebaumöl wirkt stark entzündungshemmend und reduziert schnell und effektiv Schwellungen und Schmerzen.

Einfach ein paar Tropfen Teebaumöl auf ein Wattepad geben und die betroffene Stelle damit betupfen. Kurz einwirken lassen und danach mit warmen Wasser abspülen.

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