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Abfluss verstopft? Diese Tricks und Hausmittel helfen WIRKLICH

Inga Back
von Inga Back Veröffentlicht am 29. November 2018
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Ein verstopfter Abfluss ist nicht nur ein extrem nervtötendes, sondern auch noch ein wiederkehrendes Problem. Wenn ihr es satt habt, alle drei Wochen denselben Abfluss mit irgendwelchen chemischen Rohrreinigern zu behandeln, dann sind diese Tricks genau das Richtige für euch.

Es ist ein extrem nerviges Gefühl, wenn ihr unter der Dusche plötzlich knöcheltief im Wasser steht, oder das Wasser in eurer Spüle nur im Schneckentempo abläuft. Eklig ist es obendrein. Doch chemische Reiniger lösen das Problem meistens nur für kurze Zeit. Relativ bald ist der Abfluss wieder verstopft und ihr müsst erneut die Chemiekeule einsetzen. Dabei ist das zu allem Übel auch noch extrem schlecht für unsere Umwelt.

Es muss also auch anders gehen. Der wichtigste Schritt ist natürlich die Prophylaxe: Macht eure Abflüsse regelmäßig sauber und verseht sie mit einem Sieb, damit Haare und grobe Lebensmittelreste gar nicht erst ins Abflussrohr gelangen. Ein Edelstahl-Abflusssieb für die Küche könnt ihr schon für unter 10 Euro gleich hier bei Amazon shoppen.

Doch wenn es bereits zu spät ist und der Abfluss teilweise oder ganz verstopft ist, gibt es auch eine ganze Reihe Hausmittel, die ebenfalls helfen können.

Verstopften Abfluss vermeiden mit heißem Wasser

Heißes Wasser macht natürlich kein akut verstopftes Rohr wieder frei, aber es kann dabei helfen, dass das Rohr gar nicht erst verstopft. In der Küche sind häufig Fettrückstände der Grund für verstopfte Rohre. Das Fett gelangt noch flüssig in den Abfluss, im Rohr erkaltet es dann und wird wieder fest.

So legt sich ein immer dicker werdender Fettfilm um die Rohrwand, bis es schließlich verstopft (Öl hat übrigens einen ähnlichen Effekt und gehört folglich auch nie in den Abfluss). Regelmäßiges Durchspülen von heißem Wasser kann also helfen. Durch das heiße Wasser wird das Fett wieder flüssig und kann rausgespült werden.

Achtung: Das Wasser sollte zwar heiß sein, das heißt aber nicht, dass ihr einfach kochendes Wasser in den Abfluss kippen könnt. Die Kunststoffrohre könnten sonst beschädigt werden.

Das Wasser fließt langsamer ab? Salz kann helfen

Am besten wartet man nicht erst, bis das Wasser langsamer abfließt, sondern man setzt rechtzeitig bestimmte Hausmittel ein, um Verstopfungen vorzubeugen. Eines davon ist Salz. Bei ersten Anzeichen von Verstopfungen im Rohr, das kann zum Beispiel ein übler Geruch sein, könnt ihr also zwei Esslöffel Salz in den Abfluss geben.

Lasst das Salz circa eine halbe Stunde lang einwirken, bevor ihr mit viel Wasser nachspült. Salz kann Verkrustungen im Rohr lösen, wie zum Beispiel Kalkablagerungen, und es wirkt antibakteriell, wodurch es den Mief neutralisiert. Diese Salzbehandlung kann nach Bedarf wiederholt werden, falls der schlechte Geruch nach der ersten Behandlung nicht verschwunden ist.

Verstopfter Abfluss: So entfernt ihr Haare

Bevor ihr versucht, die durch Haare verursachte Verstopfung durch ein ätzendes Mittel zu lösen, solltet ihr erst einmal versuchen, sie mechanisch zu beseitigen. Das ist nicht nur die umwelt- und gesundheitsschonendste Variante, sondern in der Regel auch die effektivste.

Dafür müsst ihr natürlich nicht die Rohre unter dem Waschbecken aufschrauben, sondern es reicht eine Saugglocke, man nennt sie auch Pömpel, am Abfluss anzusetzen. Somit eignet sich diese Methode auch gut für die Dusche oder Badewanne.

Füllt das Becken mit Wasser und zieht den Stöpsel, setzt nun die Saugglocke über dem Abfluss an und pumpt, in dem ihr den Pömpel von oben nach unten bewegt. Überläufe solltet ihr dabei mit einem Schwamm oder Lappen abdichten. Die Saugglocke drückt Luft und Wasser ins Rohr und saugt es anschließend wieder hoch.

So wird die Wasser- und Schmutzsäule im Rohr bewegt und die Verstopfung gelöst. Gerade im Bad bei Haarknäueln, die die Rohre verstopfen, ist diese Methode die beste. Das Haarknäuel wird nach oben gesaugt, wo ihr es anschließend einfach entsorgen könnt.

Eine Saugglocke könnt ihr direkt hier bei Amazon bestellen.

Verstopfter Abfluss in der Küche: Essig und Backpulver helfen

Backpulver (oder auch Natron) und Essig sind echte Allround-Talente im Haushalt. Man kann mit ihnen nahezu alles reinigen und sie sind schonender als agressive Reiniger. Da ist es kein Wunder, dass sie so ziemlich auf jeder Liste stehen, auf der es um Hausmittel zur Reinigung geht. Ihr könnt auch versuchen, verstopfte Rohre mit ihnen freizubekommen.

Schüttet dafür einfach 4 Esslöffel Backpulver oder Natron in den verstopften Abfluss und gießt direkt eine halbe Tasse Essig hinterher. Ihr dürftet dann ein Zischen oder Blubbern hören. Dieses Zischen ist die chemische Reaktion, die passiert, wenn Essig und Backpulver zusammenkommen. Dabei wird Kohlenstoffdioxid freigesetzt, das Verschmutzungen aufwirbeln und lösen kann. Außerdem verändert sich der pH-Wert des Wassers, sodass Seifenrückstände aufgelöst werden. Nebenprodukt der Reaktion sind lediglich Wasser und Salz, sodass dieser Reinigungsversuch für unsere Umwelt vollkommen unbedenklich ist.

Wenn das Zischen oder Blubbern aufhört, solltet ihr direkt heißes Wasser nachkippen. Dadurch werden die gelösten Verschmutzungen dann endgültig rausgespült. Da diese Methode bei Seifen- oder Fettrückständen am besten funktioniert, eignet sie sich hervorragend bei Verstopfungen in der Küchenspüle.

Achtung! Dieses Hausmittel hilft NICHT gegen einen verstopften Abfluss

Lange Zeit wurde Kaffeesatz nachgesagt, dass er Rohre freibekäme. Die Körner könnten die Verschmutzungen quasi abschmirgeln. Das ist nicht nur Quatsch, Kaffeesatz macht das Problem sogar noch schlimmer! Kaffee ist sehr fetthaltig und verbindet sich deswegen mit der bestehenden Verstopfung.

Wirklich schlimm wird es aber erst danach: Die Verbindung von Kaffeesatz und anderem Schmutz härtet aus. Ist es einmal hart geworden, wird es für den Laien nahezu unmöglich die Verstopfung selber zu lösen.

Wenn alles nicht hilft: Das Rohr auseinandernehmen

Wenn die Verstopfung einfach nicht weggeht, greifen viele Menschen zur Radikalmethode und montieren das Rohr ab. Es sieht auf den ersten Blick auch recht simpel aus. Man stellt einen Eimer unter, löst die Schrauben mit der Rohrzange und schon hat man das verstopfte Rohrteil in der Hand.

Problematisch wird es jedoch, wenn man sich nicht auskennt und das Rohr im Anschluss falsch wieder zusammenbaut. Sitzen die Dichtungen nicht richtig, riskiert man einen Wasserschaden. Im Zweifel überlässt man diese Arbeit also doch lieber dem Klempner. Für etwa 100 € wird die Arbeit dann vom Fachmann erledigt. Die Verstopfung ist weg und man braucht keine Angst zu haben, dass die Küche unter Wasser steht, wenn man das nächste Mal nach Hause kommt.

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