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Bettdecke waschen: Die besten Tipps

von Inga Back Erstellt am 24. Mai 2020
Bettdecke waschen: Die besten Tipps© Getty Images

Viele machen sich keine Gedanken darüber, dass man die Bettdecke waschen muss. Doch genauso ist es. Wir verraten, wie oft und was ihr dabei beachten müsst.

Es ist eins der schönsten Gefühle, wenn man sich in ein frisch bezogenes Bett kuscheln kann. Noch schöner ist es nur, wenn nicht nur die Bettwäsche frisch ist, sondern auch gleich Kissen und Bettdecke mit gewaschen wurden. Für den duftenden Frischetraum müsst ihr jedoch ein paar Dinge beachten, da ihr sonst mit einer klumpigen Decke zurückbleibt, die alles andere als kuschelig ist.

Sollte man die Bettdecke vor Gebrauch waschen?

Manche fragen sich, ob man eine neue Bettdecke vor dem ersten Benutzen waschen muss. Die Antwort darauf ist: Nein. Man muss eine neue Bettdecke nicht vor dem Benutzen waschen, man kann es aber tun, wenn man sich damit wohler fühlt. Hier sollte man lediglich darauf achten, was das Etikett sagt.

Der Vorteil bei Bettdecken und Kopfkissen ist, dass diese meistens einen neutralen Geruch haben, sodass viele Menschen keine Notwendigkeit dafür sehen, sie vor dem ersten Gebrauch zu waschen

Wie oft sollte man die Bettdecke waschen?

Als grober Richtwert gilt, dass Bettdecken etwa einmal im Jahr gewaschen werden sollten. Das Kopfkissen bis zu zweimal im Jahr.

Hintergrund ist, dass wir in der Nacht etwa einen halben Liter Körperflüssigkeit durch Schweiß verlieren. Der landet im Kopfkissen und in der Bettdecke. Die Bettwäsche kann dabei nicht verhindern, dass sich der Schweiß in der Füllung absetzt. So kann die Füllung auf Dauer verkleben. Mit dem Schweiß bleibt aber natürlich auch Feuchtigkeit in der Decke und kann die Wäremeregulierung negativ beeinflussen.

Durch das regelmäßige Waschen werden außerdem auch Hausstaubmilben beseitigt.

Wie lange kann man eine Bettdecke benutzen?

Einen genauen Zeitpunkt gibt es für das Auswechseln der Bettdecke nicht. Dies hängt sowohl vom Material ab, als auch davon, wie sehr man schwitzt und wie oft die Decke in Gebrauch ist. Die Bettdecke im Gästezimmer wird im Normalfall nicht so sehr beansprucht wie die im Schlafzimmer. Zudem gibt es moderne Materialien, die für einen langen Gebrauch ausgelegt sind.

Allgemein sagt man, dass man Bettdecken etwa nach zehn Jahren auswechseln sollte. Genau kann man das jedoch nur im Einzelfall bestimmen.

Kann man eine Bettdecke auch in der Waschmaschine waschen?

Prinzipiell ließe sich eine Bettdecke ohne Probleme auch in der Waschmaschine reinigen. Bei Kopfkissen ist das auch kein Problem. Bei einer Daunendecke sollte man lediglich auf das Schleudern verzichten, da die empfindlichen Daunen und Federn sonst Schaden nehmen könnten.

Generell wird uns allerdings bei einer Bettdecke das Trommelvolumen zum Verhängnis. Bettdecken ab einer Größe von 1,55 cm passen oft schlicht nicht mehr in die Waschmaschine.

In der Regel dürfen Bettdecken auch nicht zu sehr gequetscht werden, da sonst die Füllung beschädigt werden kann. Dies ist vor allem bei Daunendecken ein Problem.

Meistens bleibt einem hier also bloß der Weg in die professionelle Reinigung. Dort gibt es Maschinen mit einem deutlich größeren Fassungsvermögen als haushaltsübliche Waschmaschinen aufbringen.

Auch interessant: Kopfkissen waschen: So macht ihr es richtig

Bei wie viel Grad sollte man eine Bettdecken waschen?

Wer seine Decke in der Waschmaschine waschen kann, sollte dann auch bei der Temperatur aufpassen. Ab einer Temperatur von 60 Grad sterben die meisten Keime und Bakterien, so unter anderem auch Milben. Besonders für Allergiker empfiehlt sich daher eine 60-Grad-Wäsche. Das Problem dabei ist jedoch, dass nicht jedes Material so heiß gewaschen werden darf.

  • Baumwoll-Bettdecken dürfen meist bei 60 Grad gewaschen werden.
  • Daunendecken können auch bei 60 Grad gewaschen werden.
  • Polyesterdecken können oft nur bei 30 bis 40 Grad gewaschen werden.
  • Mikrofaserdecken sind ein Sonderfall: Es gibt Exemplare, die nur 30 bis 40 Grad vertragen und andere, die ohne Probleme 60 Grad aushalten.

Wer seine Bettdecke waschen möchte, kommt also nicht um den Blick aufs Etikett herum. Dort steht ganz genau, bei wie viel Grad die Decke gewaschen werden darf. Ist das Etikett nicht mehr an der Decke oder bereits ausgeblichen, lohnt es sich lieber etwas kälter zu waschen, als zu heiß und die Decke zu beschädigen.

Im Video: Das bedeuten die Symbole auf den Kleideretiketten

Video von Jane Schmitt

Welches Waschmittel braucht man für eine Bettdecke?

Auch beim Waschmittel kann man einiges falsch machen. Wählt man das falsche Waschmittel, ist im Anschluss die Füllung beschädigt und die Decke wird klumpig und unbrauchbar.

Daunendecken

Daunen und Federfüllungen vertragen zum Beispiel kein Vollwaschmittel. Dieses reinigt zu aggressiv. Es würde die Fettschicht um die Feder- und Daunenfasern entfernen, sodass die Füllung anschließend verklumpt. Wascht Daunendecken am besten mit einem Feinwaschmittel (hier bei Amazon)* oder direkt mit einem speziellen Daunenwaschmittel (hier bei Amazon bestellen)*.

Baumwolldecken

Decken aus Baumwolle können ohne Probleme mit einem Vollwaschmittel gewaschen werden.

Kunstfaser-Bettdecken

Decken, die mit Kunstfasern gefüllt sind, solltet ihr mit Feinwaschmittel (hier bei Amazon)* oder Colorwaschmittel waschen. Diese reinigen sanfter als Vollwaschmittel, da sie keine Bleiche enthalten.

Tipp: Auf Weichspüler solltet ihr in jedem Fall verzichten. Weichspüler führt nur dazu, dass die Fasern der Füllung verkleben. Die Bettdecke wäre im Anschluss klumpig.

Lesetipp: Waschmaschine desinfizieren: So wird's hygienisch sauber

Bettdecke ohne Waschmaschine waschen: So geht's

Viele Waschmaschinen sind schlichtweg zu klein, um eine Bettdecke darin zu waschen. Man könnte die Decke natürlich trotzdem in die Trommel stopfen, aber das würde nur die Füllung beschädigen und eine gründliche Reinigung verhindern – und das ist ja eigentlich Sinn und Zweck des Ganzen. Auch der Tipp, man solle die Decke nass machen, damit sie schrumpft, ist nicht hilfreich. Man kriegt die Decke dann vielleicht in die Trommel, aber wirklich sauber wird die Decke so auch nicht.

Wer seine Bettdecke nicht in eine Reinigung geben kann oder möchte, kann sie auch in der Badewanne selbst waschen. Verwendet dazu am besten nur wenig Waschmittel und achtet darauf, dieses anschließend sehr gründlich auszuspülen. Würde ein Rest Waschmittel in der Decke zurückbleiben, würden dadurch die Fasern der Füllung verkleben.

Das Problematischste an der DIY-Reinigung ist jedoch das Trocknen. Es ist wichtig, dass die Decke vollständig getrocknet ist, bevor ihr sie weiter benutzt. Eine restfeuchte Decke ist nicht nur unangenehm im Bett, sondern auch noch der perfekte Nährboden für Keime, Bakterien und Pilze.

Lesetipp: 7 geniale Haushalts-Hacks: Wäsche waschen war noch nie so einfach!

Bettdecke richtig trocknen

Trocknertrommeln sind oft etwas größer als die von Waschmaschinen. Wer Glück hat und seine Decke in den Trockner stecken kann, sollte dies unbedingt tun. Gebt am besten auch einige Trocknerbälle (hier bei Amazon bestellen)* mit in die Trommel. So verkürzt ihr die Trocknungsdauer und müsst den Trockner nicht allzu heiß laufen lassen. Dies vertragen viele Decken ohnehin nicht, sodass ihr den Trockner am besten im Schongang verwendet.

Wer keinen Trockner (oder einen mit zu kleiner Trommel) hat, sollte seine Decke am besten an einem heißen, sonnigen Tag waschen. Dann könnt ihr die Decke, auf einem Wäscheständer ausgebreitet, in der Sonne trocknen lassen.

Schüttelt die Decke immer wieder gut durch, damit die Füllung sich verteilt und denkt auch daran die Decke regelmäßig zu wenden. Am besten trocknet ihr die Decke auch an der frischen Luft oder einem weit geöffneten Fenster.

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