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Für immer schön: So trocknest du einen Blumenstrauß

von Carolin Hartmann Erstellt am 10.11.21 um 16:00
Für immer schön: So trocknest du einen Blumenstrauß © Getty Images

Wer seinen Blumenstrauß lange haltbar machen möchte, sollte ihn trocknen. Klingt kompliziert? Ist es aber gar nicht. Wir zeigen dir die besten Tipps und Tricks, um Blumensträuße einfach zu trocknen.

Blumensträuße und Blumen sind schön. Besonders, wenn du sie von ganz lieben und dir nahe stehenden Menschen geschenkt bekommen hast oder es sich sogar um deinen Brautstrauß handelt. Doch leider sind sie nicht für die Ewigkeit gemacht. Schnell fangen die Blüten und Blätter an zu welken und der bunte Strauß des Partners oder der Partnerin lässt die hübschen Blütenköpfe hängen.

Was, wenn es eine einfache Methode geben würde, um noch lange Spaß und Freude an den schönen Blumen haben zu können? Die Lösung heißt: Blumen trocknen. Was für einige nach viel und komplizierter Arbeit klingt, ist in Wahrheit ganz einfach umzusetzen. Alles, was du dafür brauchst sind Blumen, je nach Trocknungsart verschiedene Hilfsmittel wie Bänder oder Salz, und was ganz wichtig ist: viel Zeit. Denn Blumensträuße zu trocknen braucht in den meisten Fällen mehrere Tage, wenn nicht sogar Wochen.

Vorab im Video: Blumenkranz selber binden: Hier gibt's die Anleitung als Video!

Video von Aischa Butt

Hat man aber Geduld bewiesen, wird man in den meisten Fällen mit einem tollen Ergebnis belohnt, an dem man noch lange Freude hat. Schließlich halten getrocknete Blumen und Sträuße in der Regel mindestens ein Jahr. Bei guter Pflege können sie dich sogar mehrere Jahre lang begleiten.

Welche Blumen eignen sich zum Trocknen?

Im Grunde eignet sich jede Art von Blume zum Trocknen. So natürlich auch die Blumen in Blumensträußen. Neben normalen Schnittblumen eignen sich aber auch Gräser und verschiedene Kräuter dazu, lange haltbar gemacht zu werden. Der Unterschied liegt darin, dass die einzelnen Blumen- oder Gräsersorten verschieden lange Trockenzeiten haben. Varianten mit dicken Knospen brauchen zum Beispiel länger, um getrocknet zu werden. Ebenso Blumen mit einem etwas festeren Stiel. Plane bei diesen Pflanzen bis zu zwei Wochen zum Trocknen ein.

Folgende Blumen eignen sich besonders für Anfänger:

  • Rosen
  • Hortensien
  • Strohblumen
  • Stiefmütterchen
  • Salbei
  • Lavendel
  • Basilikum
  • Oregano
  • Schleierkraut

Wie lange brauchen Blumen zum Trocknen?

Um einen Blumenstrauß zu trocknen oder zu konservieren und haltbar zu machen, sollte man schon etwas Zeit einplanen. Die Trockenzeit hängt nämlich vor allem von der Blume ab und ganz wichtig, von der Konservierungsmethode. Es gibt natürlich Methoden, die relativ schnell gehen. Diese haben jedoch oft einige Nachteile. Die schnellsten Konservierungsmethoden dauern lediglich einige Stunden (z.B. das Trocknen im Backofen), andere können bis zu vier Wochen dauern (z.B. das Trocknen an der Luft).

Blumenstrauß trocknen: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Blumen, Gräser oder Kräuter solltest du anfangen zu trocknen, bevor die Blüten oder Blätter anfangen zu welken. Sind diese erstmal kaputt, kann auch ein Konservierungsvorgang sie nicht mehr aufleben lassen. Falls du also deinen Brautstrauß oder einen anderen Blumenstrauß konservieren möchtest, kannst du natürlich erst noch im frischen Zustand einige Tage Freude an ihm haben. Fangen die ersten Blüten jedoch an zu welken, ist es höchste Zeit den Blumenstrauß zu trocknen, um auch später noch lange Freude an ihm zu haben. Besser ist es, wenn du mit dem Trocknen anfängst, sobald die Blüten vollständig geöffnet sind.

Welcher Ort ist am besten geeignet, um Blumen zu konservieren?

Wer seinen Blumenstrauß an der Luft trocknen möchte, sollte einen trockenen, luftigen und dunklen Raum wählen. Ein Abstellraum, eine Vorratskammer oder einen Keller (solange er nicht feucht ist) sind die ideale Wahl. Im Sommer oder Frühjahr kannst du die Blumen zum Konservieren auch nach draußen hängen. Achte jedoch darauf, dass die Blüten keine direkte Sonneneinstrahlung abbekommen. Das kann nämlich dazu führen, dass die Farbe ausbleicht und der Strauß nach dem Trocknen nicht mehr bunt, sondern eher farblos und trist aussieht.

Unser Lesetipp: DIY Trockenblumen-Deko: So bastelt ihr ein Flower-Mobile

Blumenstrauß trocknen: Diese Konservierungsmethoden gibt es

Um einen Blumenstrauß, Blüten, Kräuter oder Gräser zu trocknen und lange haltbar zu machen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die gängigsten stellen wir dir hier vor.

1. Blumensträuße an der Luft trocknen

Du hast einen ganz besonderen Blumenstrauß von einem ganz besonderen Menschen bekommen oder du möchtest vielleicht deinen Brautstrauß trocknen? Das ist kein Problem, denn auch ganze Sträuße lassen sich konservieren und haltbar machen. Gehe dabei wie folgt vor:

1. Trenne die einzelnen Blumen voneinander und sortiere die welken Blüten aus.
2. Trockne die Blumenstiele gut ab.
3. Nimm einen langen Holzstab zur Hilfe und hänge die einzelnen Blumen kopfüber mit einem Faden daran auf. Lasse dabei ausreichend Abstand zueinander.
4. Wähle dafür einen dunklen, trockenen und, wenn es geht, luftigen Raum aus.
5. Kontrolliere zwischendurch die Bindung, denn beim Trocknen ziehen sich die Stängel zusammen. Bei Bedarf einfach nochmal nachziehen.
6. Je nachdem, um welche Blumensorte es sich handelt, dauert der Trocknungsvorgang einige Tage oder einige Wochen.
7. Wenn alle Blumen trocken sind, kannst du den Strauß wieder individuell zusammenstellen.

2. Blumenblüten konservieren im Backofen

Blumenblüten kann man wunderbar und sehr schnell im Backofen trocknen. Da diese Variante wenig energiesparend ist, solltest du sie nur anwenden, wenn es wirklich schnell gehen soll mit dem Haltbarmachen. Folgende Schritte solltest du dabei befolgen:

1. Lege ein Backblech mit Backpapier aus
2. Gib nun die Blüten darauf und verteile sie gleichmäßig.
3. Stell den Backofen auf 30 bis 40°C Ober- und Unterhitze. Die Tür sollte dabei etwas offenstehen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Am besten kannst du Holzstäbe oder ein Handtuch dazwischen klemmen.
4. Lass die Blumen einige Stunden im Backofen und kontrolliere die Blüten zwischendurch. Wenn die Blüten rascheln, kannst du den Ofen abstellen.
5. Anschließend herausnehmen und abkühlen lassen. Bei Bedarf mit Haarspray einsprühen. Dadurch verlängert sich die Haltbarkeit.

Unser Lesetipp: Blumen und ihre Bedeutungen: Dafür steht jede Pflanze

3. Blumen trocknen mit Trockensalz, Waschpulver oder Silicagel

1. Gib einzelne Blütenblätter in einen verschließbaren Behälter und fülle ihn mit Waschpulver, Silicagel oder Trockensalz (hier bei Amazon erhältlich*) auf.
2. Alternativ kannst du erst etwa 2 cm in den Behälter geben, dann die Blumen aufrecht hineinstellen und anschließend mit dem Salz, dem Pulver oder dem Silica-Gel (bei Amazon shoppen*) auffüllen. Wichtig ist, dass die Blumen vollständig bedeckt sein sollten, damit die Feuchtigkeit aus allen Teilen entzogen werden kann.
3. Deckel schließen und an einem warmen, schattigen Ort aufstellen. Die Blumen sollten nach etwa einer bis zwei Wochen trocken sein.
4. Anschließend das Pulver vorsichtig auskippen.
5. Letzte Reste kannst du mit einem feinen Pinsel von den Trockenblumen entfernen.
6. Zum Schluss gerne mit Haarspray einsprühen.

4. Blumenstrauß trocknen mit Glycerin

Soll es etwas schneller gehen, kannst du Glycerin zum Blumenstrauß trocknen zur Hilfe nehmen. Glycerin bekommst du unter anderem in der Apotheke oder Drogerie (hier z.B. bei DocMorris*). Es handelt sich dabei um ein Zuckeralkohol, der viel Feuchtigkeit binden kann. Vermische die Glycerinlösung mit lauwarmem Wasser (ca. 37°C) im Verhältnis 1:2 und gib die Flüssigkeit in eine Blumenvase.

1. Schneide einzelne Blumenstängel bis auf 2 oder 3 cm kurz ab und umwickle den Stummel mit Blumendraht. Bei ganzen Blumensträußen kannst du die Stängel lang lassen (ca. 20 cm lang).
2. Anschließend die Blumen in die Glycerin-Wasser-Mischung stellen.
3. Nach etwa fünf Tagen sollte der Konservierungsprozess abgeschlossen sein.

Tipp: Für diese Konservierungsmethode eignen sich am besten Blumen mit dicken Stängeln wie zum Beispiel Rosen oder Hortensien.

5. Blüten pressen und trocknen in Büchern

Vielleicht kennst du die nächste Konservierungsmethode für Blüten und Blumen aus der eigenen Kindheit, denn oft wird diese auch gerne in der Grundschule gemacht. Die Rede ist von Blütenpressen. Bei der klassischen Methode solltest du folgende Schritte befolgen:

1. Kürze die Blumenstängel bei Bedarf.
2. Nehme ein dickes und großes Buch, schlage es mittig auf und bedecke eine Seite mit Pergamentpapier.
3. Arrangiere nun die Blumen nebeneinander, sodass sie vollständig ins Buch passen.
4. Lege anschließend ein weiteres Pergamentpapier auf die Blüten und schließe das Buch.
5. Für mehr Druck kannst du noch etwas Gewicht oben auflegen.
6. Zwischendurch den Trocknungsvorgang überprüfen und das Pergamentpapier bei Bedarf austauschen.
7. Nach etwa zwei bis vier Wochen sind die Blüten konserviert und können vorsichtig mit einer Pinzette abgezogen werden.

Tipp: Da die Feuchtigkeit manchmal durch das Pergamentpapier durchkommt, solltest du ein Buch verwenden, dass du nicht unbedingt mehr brauchst oder lesen möchtest.

Deko-Tipp: Gepresste Blüten machen sich toll als Tischdeko oder als Deko für Bilderrahmen.

Unser Lesetipp: Pampasgras dekorieren: So stylt ihr den Deko-Trend

Wie vermeide ich Schimmelbildung?

Da gibt man sich Mühe mit dem Trocknen vom Blumenstrauß und dann merkst du auf einmal, es hat sich Schimmel gebildet. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern die Blumen kannst du jetzt auch wegschmeißen. Damit das beim Haltbar machen nicht passiert, solltest du einige Punkte beachten:

  • Vermeide direktes Sonnenlicht.
  • Hänge den Strauß oder die Blumen an einem trockenen, warmen Ort auf.
  • Trockne die Stiele des Straußes gut ab.
  • Wähle einen frischen Blumenstrauß, bei dem die Blüten noch nicht welk sind.

Wer keine Lust hat, Trockenblumen selbst zu machen, der findet im Internet eine tolle Auswahl an hübschen Gräsern, Zierblumen und Trockenblumensträußen. Eine Auswahl haben wir hier für dich zusammengestellt:

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2. Getrockneter Blumenstrauß im Boho-Stil

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Trockenblumen pflegen: So geht´s ganz einfach

Mit der richtigen Pflege können Trockenblumen theoretisch ewig halten. Der wichtigste Punkt, den du dabei beachten solltest: Platziere die konservierten Blumen an einem ruhigen und trockenen Ort. Wind und Feuchtigkeit sollten vermieden werden. Besonders Sorten mit schwerem Kopf können dann ihre schönen Köpfe hängen lassen.

Achte auch darauf, die Blütenköpfe nicht zu sehr zu beanspruchen. Oft sind diese nach dem Trocknen sehr empfindlich und können leicht abblättern.

Tipp für Pampasgras: Damit Pampasgras nach dem Versand wieder fluffig aussieht, solltest du es nach der langen Reise im Karton vorsichtig ausschütteln. Ebenso soll es helfen, wenn du das Gras für einige Zeit in die Sonne stellst. Das lästige Fusseln kannst du vermeiden, indem du die Trockenblumen aus etwas Entfernung mit Haarspray einsprühst.

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