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Garten winterfest machen: Checkliste und die 9 besten Tipps

von Jessica Stolz Erstellt am 19.10.21 um 12:00

Im Herbst sollte der Garten unbedingt winterfest gemacht werden, damit Pflanzen und Möbel die kalten Tage gut überstehen. Wir verraten euch die besten Tipps und geben euch eine übersichtliche Checkliste an die Hand.

Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, die Temperaturen fallen und sich die ersten Blätter verfärben, ist klar: Der Herbst ist da und somit steht auch der Winter unmittelbar vor der Tür. Für Gartenbesitzer*innen bedeutet das: Noch ein letztes Mal im Garten anpacken und Pflanzen, Möbel oder andere Utensilien winterfest machen. Auch die Vorbereitungen für den Frühling müssen nun getroffen werden.

Der ideale Zeitpunkt, um den Garten winterfest zu machen, ist Mitte bis Ende Oktober. Ist der Oktober sehr mild, solltet ihr die Arbeiten auf einen späteren Zeitpunkt verlegen. Denn solange es noch warm ist, wachsen Rasen & Co. munter weiter und den Garten dann winterfest zu machen, würde sich nicht lohnen.

Den Garten so zu gestalten, dass ihm Kälte und Frost nichts anhaben, bringt übrigens gar nicht so viel Arbeit mit sich, wie man vielleicht denken mag. Zumindest nicht, wenn man strukturiert vorgeht und eine Checkliste hat, die man Schritt für Schritt abarbeiten kann. Denn dann könnt ihr alle Aufgaben locker an einem Wochenende erledigen.

Checkliste: Gartenwinterfest machen

1. Laub entfernen & Rasen mähen
2. Bäume & Sträucher zurückschneiden
3. Beete zurückschneiden & abdecken
4. Kübelpflanzen reinholen oder schützen
5. Gießkannen & Tonnen ausleeren
6. Wasser abstellen
7. Empfindliche Möbel schützen
8. Frühblüher einsetzen
9. Futterstellen errichten

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1. Laub entfernen, Rasen mähen & düngen

In den meisten Gärten nimmt der Rasen den meisten Platz ein. Deswegen gilt es, ihm besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken, damit er auch im nächsten Jahr wieder schön grün und saftig wird.

Im ersten Schritt solltet ihr die Rasenfläche von Laub befreien. Nehmt euch dafür am besten eine große Harke zur Hand. Beim Rächen des Rasens entfernt ihr nicht nur das lose Laub, sondern auch Moos und Rasenreste. Das ist wichtig, damit die Grünfläche genug Luft und Licht bekommt. Das solltet ihr natürlich nicht nur einmal machen, sondern im Herbst alle paar Tage. Durch das feuchte Milieu unter dem Laub können nämlich schnell Fäulnis und Schimmel entstehen – und das gilt es natürlich zu vermeiden.

Tipp: Anstatt das Laub zu entsorgen, bildet im Garten an einer Stelle einen Laubhaufen. Dieser bietet Igeln und anderen Tieren Schutz in der eisigen Jahreszeit. Sobald es im nächsten Jahr wieder wärmer wird, könnt ihr das Laub nach und nach in den Kompost geben.

Wenn die Grünfläche vom Laub befreit ist, mäht ihr den Rasen noch ein letztes Mal. Anschließend könnt ihr noch eine spezielle kaliumbetonte Herbstdüngung (findet ihr im Baumarkt oder hier bei Amazon)* über den Rasen geben. Diese schützt den Rasen vor Frost und kräftigt ihn für die Wintermonate.

2. Bäume und Sträucher zurückschneiden

Im zweiten Schritt kümmert ihr euch um die Bäume und Sträucher. Diese müssen vor Wintereinbruch zurückgeschnitten werden. Dies fördert das Wachstum der Pflanzen und gibt ihnen zusätzliche Kraft für den neuen Austrieb.

Hecken, vor allem Kirschlorbeer und Weißdorn, sollten ordentlich gestutzt werden. Entfernt zunächst die abgestorbenen und überhängenden Äste und bringt eure Hecke dann durch einen Zuschnitt wieder in die gewünschte Form.

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Für Bäume gilt dasselbe. Abgestorbene Äste oder verfaulte Stellen kann man ohne die Blätter jetzt besonders gut erkennen und deshalb auch einfach entfernen. Junge Bäume solltet ihr an einen Pfahl binden. So werden sie bei schlechtem Wetter und Sturm weniger durchgeschüttelt und das Wurzelwerk kann besser anwachsen.

3. Beete zurückschneiden & vor Kälte schützen

Auch euer Beet verdient nun noch mal Aufmerksamkeit. Stauden sollten gekürzt und am besten bodennah gekappt werden. Anders als beim Rasen gilt hier: Das Laub darf gerne liegen bleiben. Dieses dient nämlich als natürlicher Kälteschutz für winterharte Pflanzen. Die Laubschicht sollte allerdings nicht dicker sein als 5 cm, sonst kann auch hier Fäulnis entstehen. Damit die Blätter nicht gleich beim ersten Herbststurm wegfliegen, solltet ihr sie etwas beschweren, zum Beispiel mit Tannenzweigen oder kleinen Ästen.

Im Video: So könnt ihr Blattläuse bekämpfen

Video von Esther Pistorius

4. Pflanzen reinholen oder schützen

Alle nicht winterharten Pflanzen sollten in der kalten Jahreszeit reingeholt werden. Das gilt vor allem für Kübelpflanzen, die eisigen Temperaturen oft nicht standhalten können. Habt ihr keine Möglichkeit, eure Pflanzen im Haus unterzubringen, könnt ihr sie auch mit Luftpolsterfolie (hier bei Amazon)* ummanteln.

Wickelt die Folie dafür mehrmals um den Kübel. Die Erde und das Grün sollten frei bleiben, damit ihr die Pflanze weiterhin gießen könnt. Viele wickeln zusätzlich noch ein paar Jutebahnen um die Folie, das dient aber eher der Optik als dem Schutz. Stellt den Topf dann auf eine Platte oder einen anderen, erhöhten Untergrund, damit die Pflanze nicht dem Bodenfrost ausgesetzt ist. Außerdem solltet ihr den Kübel an eine Hauswand schieben, diese schützt zusätzlich vor Kälte.

5. Gießkannen und Tonnen ausleeren

Nun ist der Großteil, um einen Garten winterfest zu machen, bereits getan und es stehen lediglich Kleinigkeiten an. Gießkannen und Regentonnen sollten vor dem Winter unbedingt geleert und ordnungsgemäß verstaut werden. Am besten bringt ihr die Gartenutensilien in eurem Gartenhäuschen oder im Keller unter. Überwintern die Gießkannen draußen, stellt sie kopfüber auf, damit es nicht hereinregnen kann. Bei Regentonnen Ablasshähne öffnen.

Übrigens: Wenn ihr schon dabei seid: Der Herbst ist auch der ideale Zeitpunkt, um euer Gartenhaus oder den Keller mal wieder in Schuss zu bringen. Mistet alles aus und räumt alle Gartenutensilien an die dafür vorgesehen Stellen. Glaubt es uns: Wenn ihr im Frühling mit der Gartenarbeit durchstarten wollt, werdet ihr mehr als dankbar über einen aufgeräumten Arbeitsplatz sein.

6. Wasser abstellen

Das Wasser sollte den Winter über im gesamten Garten abgestellt werden. Ansonsten könnte Frost das verbliebene Wasser im Rohr gefrieren lassen. Dieses dehnt sich dann aus und sprengt im schlimmsten Fall Wasserhahn und Leitung.

Auch der Gartenschlauch sollte entleert und anschließend aufgerollt werden. Lagert ihn nicht draußen, denn der Kunststoff kann durch den Temperaturwechsel spröde werden. Der Schlauch ist dann im nächsten Jahr unbrauchbar – und das wäre schließlich super schade.

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7. Empfindliche Möbel & Grill abdecken

Heutzutage gibt es häufig Möbel zu kaufen, die bereits winterfest sind. Das erspart einem, das lästige Reintragen der Möbel im Winter und das anschließende Raustragen im Sommer. Dazu zählen zum Beispiel Möbelstücke aus Aluminium, Edelstahl, Polyrattan oder auch hochwertig beschichtetem Stahl. Alle anderen Möbel, vor allem Möbel aus Holz, solltet ihr im Winter unbedingt schützen.

Idealerweise habt ihr die Möglichkeit, eure Gartenmöbel drinnen zu überwintern, zum Beispiel im Keller oder im Gartenhaus. Habt ihr diesen Platz nicht, könnt ihr auch auf Schutzhüllen und Abdeckplanen (zum Beispiel hier bei Amazon)* zurückgreifen. Auch die Polster solltet ihr unbedingt trocken lagern, damit sie im Winter nicht kaputtgehen oder verfärben.

8. Frühblüher in den Boden setzen

Seelisch bereiten wir uns vor dem Winter schon auf graue Monate ohne bunte Blumen vor. Doch so ganz vergessen dürfen wir sie nicht, denn genau jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um Frühblüher zu pflanzen, damit sich im nächsten Frühjahr eine wunderbar farbige Blumenpracht entfalten kann. An frostfreien Tagen könnt ihr Knollen für Frühblüher wie Krokus, Blaustern, Tulpen, Narzissen und Märzenbecher einsetzen.

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9. Futterstellen für Vögel anbieten

Und last but not least: Denkt auch im Winter an die Singvögel, die nicht in den Süden ziehen. Denn sie brauchen in der kalten Jahreszeit besonders viel Energie, um ihre Körpertemperatur von rund 40 Grad Celsius aufrechterhalten zu können. Bei Schnee und Eis ist fettreiche Nahrung in der Natur besonders schwer zu finden.

Am besten stellt ihr in der kalten Jahreszeit Futtersilos (hier bei Amazon shoppen)* auf. Diese sind besonders sinnvoll, da die Nahrung so gegen Schnee, Wind und Regen geschützt wird.

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