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Mittel gegen Spinnen: 5 Maßnahmen, die helfen

von Inga Back Erstellt am 7. Juli 2020
Mittel gegen Spinnen: 5 Maßnahmen, die helfen© Getty Images

Achtbeiner hat wohl niemand gerne im Haus. Sie lassen sich nicht immer fernhalten, aber es gibt Mittel gegen Spinnen, um den unerwünschten Besuch zu reduzieren.

Die meisten Menschen haben Spinnen nicht gerne im Haus. Sie werden gefürchtet, oder zumindest ekelt man sich vor ihnen. Gleichzeitig hat man sich jedoch damit abgefunden, dass Spinnen eben in jedem Zuhause aufzufinden sind. Sie gehören einfach zum Leben dazu.

Aber stimmt das wirklich, oder gibt es vielleicht doch Mittel gegen Spinnen, die sie von den Innenräumen fernhalten? Wir haben Omas alte Hausmittel durchforstet und zeigen euch fünf Mittel, die gegen Spinnen helfen (und zwei, die nicht funktionieren). Damit ihr euch zumindest im Haus und auf dem Balkon keine Sorgen um die Achtbeiner machen müsst.

Bitte nicht töten – ein Herz für Spinnen

Spinnengegner mögen es kaum glauben können, aber Spinnen sind Nützlinge. Sie sind sehr wichtig für unser Ökosystem. Sie fressen Schädlinge in der Natur und auf Feldern, und sie halten Fliegen und Mücken aus unseren Häusern fern.

So gesehen sind Spinnen also auch sehr wichtig für uns. Wenn man die Wahl hat zwischen einer ruhigen Spinne in der Ecke, manischen Fliegen, die Bakterien auf dem Essen verteilen, und Mücken, die uns zerstechen, dann wirkt die Spinne schon gar nicht mehr so schlimm.

Allgemein wird davon abgeraten Spinnen zu töten, zumal der Tod durch den Staubsauger auch als sehr qualvoll gilt. Sie werden durch das Einsaugen und Schleudern schwer verletzt, aber nicht direkt getötet. Sie sterben dann langsam und qualvoll an ihren Verletzungen. Stattdessen sollte man Spinnen mit Papier und Glas kontaktlos aussetzen.

Das kostet zwar einiges an Überwindung, denn sehr viele Menschen haben große Angst vor Spinnen. In Deutschland ist diese jedoch unbegründet. Hierzulande gibt es nur drei Spinnenarten, die als giftig eingestuft werden. Keine dieser Spinnen ist jedoch giftig genug, um einen Menschen zu töten.

Meist sind harmlose Beschwerden die Folge, die von alleine wieder abklingen. Falls man überhaupt gebissen wird und die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr gering. Diese drei Spinnenarten beißen nur in Situationen, in denen sie sich bedroht fühlen und nicht fliehen können. Die Wasserspinne lebt zudem in moorigen Gewässern, in denen Menschen sich in der Regel gar nicht aufhalten.

Tipp: Wer Spinnen gerne aussetzen würde, aber sich einfach nicht überwinden kann, ihnen so nahezukommen, muss trotzdem nicht gleich zum Staubsauger greifen. Es gibt sogenannte Spinnenfänger (hier bei Amazon bestellen)*, die mit einem langen Stab ausgestattet sind. Das sind Lebendfallen für Spinnen, dank denen wir dieselbe Distanz zur Spinne haben, wie bei einem Staubsauger. Anschließend könnt ihr mit der Falle nach draußen gehen und die Spinne mindestens 30 Meter von eurem Haus entfernt aussetzen – alles vollkommen kontaktlos.

Achtung, bringt nichts, quält nur: Backpulver und Haarspray

Man hört immer wieder von dem Tipp, Spinnen mit Backpulver, Natron oder Haarspray zu vertreiben. Das ist Quatsch. Mann kann Spinnen nicht fernhalten, indem man Ecken und Ritzen mit Haarspray einsprüht. Man erreicht dadurch nur einen klebrigen Film auf den Flächen, der Staub anzieht.

Man kann Spinnen allerdings töten, wenn man sie direkt mit Backpulver bestreut oder mit Haarspray besprüht, dies ist jedoch ein besonders qualvoller Tod. Backpulver und Natron führen in der Regel zum Tod durch Ersticken. Das Haarspray führt dazu, dass die Spinnen verkleben – auch ihre Atemwege. Somit werden sie bewegungsunfähig und ersticken ebenfalls.

Wesentlich schneller und weniger quälend kann eine Spinne getötet werden, wenn man sie mit der Fliegenklatsche erwischt. Wer die Spinne also unbedingt töten möchte, kann es so auf eine humanere Art erledigen.

Im Video: Omas Hausmittel: Die solltest du IMMER zuhause haben!

Video von Aischa Butt

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1. Mittel gegen Spinnen: Fenster sichern

Wenn wir die Haustür offen lassen würden, würden wir uns nicht wundern, wenn jemand ins Haus käme. Offene und gekippte Fenster sind das Äquivalent einer offenen Haustür für Insekten. Wenn wir unsere Fenster nicht sichern, brauchen wir uns nicht wundern, wenn Spinnen ins Haus kommen.

Spinnen finden zwar immer einen Weg hinein, denn ihnen reichen selbst kleinste Ritzen, aber man muss es ihnen ja nicht ganz so einfach machen. Bringt Fliegengitter (hier bei Amazon bestellen)* an all euren Fenstern an und ihr habt damit schon für einen Teil der Insekten den Weg in euer Zuhause versperrt.

2. Mittel gegen Spinnen: Regelmäßiges Putzen

Jedes entfernte Spinnennetz entzieht der Spinne ihre Lebensgrundlage. Spinnen brauchen ihre Netze, um darin Beute zu fangen. Fängt die Spinne keine Beute, zieht sie weiter. Entfernt also jedes Spinnennetz, das ihr seht.

Nur weil ihr keine Spinne in dem Netz seht, bedeutet dies nicht, dass es nicht bewohnt ist. Da Spinnennetze manchmal nicht ganz einfach zu entdecken sind, lohnt es sich Ecken und die Kanten unter der Decke regelmäßig mit einem Staubwedel oder mit dem Staubsauger abzufahren.

Zudem sollte der Boden regelmäßig gesaugt und gewischt werden und Müll sollte spätestens alle zwei Tage entsorgt werden. So haltet ihr zusätzlich auch andere Insekten fern, die wiederum Spinnen anlocken würden. Ein sehr sauberer Haushalt ist das Beste, was man tun kann, um Insekten fernzuhalten.

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3. Mittel gegen Spinnen: Lavendel

Eine weitere Möglichkeit, um Spinnen vom Haus fernzuhalten, sind verschiedene Duftstoffe. Unterschiedliche Spinnenarten sollen zwar unterschiedlich auf verschiedene Düfte reagieren, aber es schadet ja nicht mit verschiedenen Düften zu experimentieren. Glücklicherweise empfinden wir Menschen diese Düfte in der Regel alle als angenehm. Einer dieser abschreckenden Düfte ist Lavendel.

Die Kübelpflanzen können also auch genutzt werden, um den Balkon oder die Terrasse spinnensicher zu machen. Auch getrockneter Lavendel oder Duftsäckchen sollen die Achtbeiner vertreiben.

Tipp: Wer nicht weiß, wie die Achtbeiner ins Haus gelangen, aber weiß, dass sich immer wieder Spinnen in einem bestimmten Raum finden, kann auf eine kleine Aroma-Therapie setzen. Füllt einen Aroma-Diffuser mit Wasser und einigen Tropfen ätherischem Lavendelöl (hier bei Amazon bestellen)*. Dann könnt ihr den Aroma-Diffuser (hier bei Amazon bestellen)* so programmieren, dass er über mehrere Stunden einen feinen nach Lavendel duftenden Nebel im Raum versprüht.

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4. Mittel gegen Spinnen: Eukalyptus

Auch Eukalyptus wird nachgesagt, dass es Spinnen vertreiben kann. Man kann sich dafür entweder einen Eukalyptus-Strauch im Topf auf den Balkon, die Terrasse oder in den Wintergarten stellen, oder man nimmt einzelne Eukalyptuszweige in einer Vase. Auch ätherisches Eukalyptus-Öl (hier bei Amazon bestellen)*, das mit Wasser verdünnt wird, kann in eine Sprühflasche umgefüllt werden und dann genutzt werden, um beliebte Spinnenverstecke einzusprühen.

Dieselben Duftstoffe, die im Eukalyptus enthalten sind und Spinnen fernhalten, finden sich im Übrigen auch in Dill, Fenchel und Pfefferminz. Ein kleiner Kräutergarten auf dem Balkon oder in der Nähe der Terrasse kann also Wunder wirken.

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5. Mittel gegen Spinnen: Anti-Spinnen-Spray

Es gibt inzwischen auch eine ganze Reihe Anti-Spinnen-Sprays. Dieses Sprays versprechen Spinnen zu vertreiben und neue fernzuhalten. Einige töten Spinnen sogar, indem sie ihr Nervensystem lähmen. Damit die Sprays dies leisten können, müssen sie Nervengift enthalten.

Einmal versprüht sollen diese Anti-Spinnen-Sprays die Achtbeiner bis zu mehrere Monate fernhalten. Wenn man ein Spray eimal sprüht und danach Insekten monatelang diese Stelle meiden, ist allerdings fraglich, ob das Produkt ökologisch und für uns Menschen wirklich so unbedenklich ist, wie manch ein Hersteller vermitteln möchte. Viele dieser Sprays sind sogar bewusst nur für den Außenbereich zugelassen. Da die Verwendung in geschlossenen Räumen zu einer Belastung der Raumluft mit dem Biozid führen würde.

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