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Raumluft verbessern: 7 Tipps, damit es zu Hause immer gut riecht

von Inga Back Erstellt am 9. Juni 2020
Raumluft verbessern: 7 Tipps, damit es zu Hause immer gut riecht© Getty Images

Damit man sich zu Hause wohlfühlen kann, ist ein angenehmer Duft ein Muss. Wir verraten euch, wie ihr eure Raumluft verbessern und üblen Mief beseitigen könnt.

Es gibt nichts Schöneres, als nach einem langen Tag endlich nach Hause zu kommen. Wenn es zu Hause dann auch noch gemütlich ist, ist es gleich doppelt schön. Ein einladendes Wohlfühl-Zuhause muss allerdings ein paar Kriterien erfüllen. Es muss so eingerichtet sein, wie es gefällt, es muss sauber sein und es muss gut riechen. Niemand fühlt sich wohl, wenn einem der Duft des Biomülls entgegenschlägt, sobald man die Tür öffnet.

Volle Mülleimer, Kochdämpfe, Haustiere und sogar die Abflüsse können unangenehme Gerüche verbreiten, die sich irgendwann in den Wänden und Möbelstücken festsetzen. Es gibt aber noch weitere Schadstoffe in der Luft, die viel unscheinbarere Quellen haben. Klebstoffe, Reiniger, Plastik und sogar billig produzierte Möbel geben Schadstoffe an unsere Raumluft ab.

Und letztlich tragen wir selbst auch zu einer schlechteren Raumluft bei, durch bloßes Ausatmen und Schwitzen. Wir verraten euch, wie ihr eure Raumluft verbessert und mit welchen Tipps es zu Hause immer gut duftet.

Raumluft verbessern: 1. Immer gut lüften

Wenn man nur eine Sache machen könnte, um die Raumluft zu verbessern und üble Gerüche im Haus zu entfernen, dann wäre es diese: Lüften. In unserer Atemluft sammeln sich Staubpartikel, Aerosole, Stickstoff- und Schwefelverbindungen und sogar Schadstoffe aus Möbeln und Co. Durch richtiges Lüften kommt es zu einem Luftaustausch – schlechte Raumluft geht raus, frische Außenluft kommt rein. Es ist also ein sofortiger Frischeboost und Geruchsbeseitiger.

Wie oft und wie lange gelüftet werden sollte, hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Jahreszeit, der Dämmung und den eigenen Gewohnheiten. Allerdings sind sich Experten einig, dass mehrmals am Tag gelüftet werden sollte. Dabei reicht das Kippen der Fenster nicht aus, weil die Luftzirkulation durch ein gekipptes Fenster nicht optimal funktioniert. Am besten solltet ihr also mehrmals täglich für mehrere Minuten stoßlüften.

Lesetipp: Luftpflanzen: Die besten Pflege- und Deko-Tipps für Tillandsien

Raumluft verbessern: 2. Ein Aroma-Diffuser

Aroma-Diffuser haben eine große Wirkung auf den Duft im Haus. Sie verteilen einen feinen Nebel im Raum. So erhöhen sie die Luftfeuchtigkeit, was vor allem im Winter für ein besseres Raumklima sorgt.

Setzt man ihnen noch einige Tropfen ätherisches Öl hinzu, verteilen sie durch den Nebel auch noch einen angenehmen Duft im Haus. Die meisten Aroma-Diffuser können programmiert werden, um über mehrere Stunden feinen Nebel zu verteilen. So ist ein wohlriechender Duft über mehrere Stunden garantiert.

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Raumluft verbessern: 3. Pflanzen

Zimmerpflanzen können wahre Wunder bewirken, wenn es darum geht die Raumluft zu verbessern. Damit hat sich sogar die NASA befasst, als sie herausfinden wollten, wie sie die Luft in Raumstationen reinigen könnten. Dabei herausgekommen ist die "NASA Clean Air Study".

Bei dieser Studie fanden die Forscher heraus, dass viele herkömmliche Zimmerpflanzen sogar Formaldehyd, Benzol, Trichlorethen, Xylole, Tuluol und Ammoniak aus der Luft filtern können. Diese Stoffe werden als gesundheitsschädlich eingestuft. Benzol, Ammoniak und Formaldehyd sogar als krebserregend. Trichlorethen und Tuluol stehen im Verdacht krebserregend zu sein.

Tatsächlich kommen diese Stoffe auch in unserer normalen Raumluft vor. Das giftige Formaldehyd gelangt zum Beispiel durch Farben, Lacke, Tapeten, Montageschaum oder Klebstoffe in die Raumluft. Manchmal bringen wir den Schadstoff auch selbst ins Haus. Zigarettenrauch, aber auch aggressive Reiniger und sogar Kosmetika können Formaldehyd an die Raumluft abgeben.

Dank der NASA wissen wir nun jedoch, welche Pflanzen besonders gut Schadstoffe aus der Luft filtern können. Die meisten Schadstoffe beseitigen diese Wunderpflanzen, die ihr in jedem herkömmlichen Gartencenter bekommt:

  • Einblatt
  • Garten-Chrysantheme
  • Drachenbaum
  • Bogenhanf
  • Efeutute


Die vollständige Liste könnt ihr hier einsehen.

Im Video: Diese 7 Pflanzen sind bestens fürs Bad geeignet

Video von Jutta Eliks

Lesetipp: Diese 6 Zimmerpflanzen sind gut für die Gesundheit und machen fitter

Raumluft verbessern: 4. Potpourri und Duftkerzen

Zugegebenermaßen wird die Raumluft durch Potpourri oder Duftkerzen nicht wirklich besser, aber es riecht angenehmer. Tatsächlich belasten Duftstoffe die Raumluft manchmal eher und können Allergien auslösen. Wer trotzdem möchte, dass das eigene Zuhause wie eine Sommerbrise duftet, greift zu Potpourri oder Duftkerzen.

Stellt einfach einige Duftkerzen verteilt im Haus auf. Wenn ihr Duftkerzen ohne Deckel verwendet, verströmen sie auch dann ihren guten Duft, wenn sie nicht angezündet sind. Doch Vorsicht: Beim Thema Schadstoffe in der Luft sind Duftkerzen umstritten. Beim Verbrennen entsteht Ruß, der die Feinstaubbelastung in der Luft erhöht. Zudem können die Duft- und Farbstoffe in den Kerzen Schadstoffe an die Luft abgeben. In dieser Hinsicht gelten jedoch Duftkerzen aus pflanzlichem Stearin, Soja- oder Bienenwachs als unbedenklich.

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Potpourri ist ebenfalls sehr gut für ein duftendes Zuhause. Bei selbstgemachtem Potpourri könnt ihr euch sogar sicher sein, dass es unbedenklich ist. Nutzt getrocknete Orangen- oder Zitronenscheiben, Zimtstangen, Sternanis, getrocknete Blüten (aber nicht gepresste!) uvm. Schüttelt das Potpourri einfach gelegentlich auf, um die Duftverteilung zu reaktivieren.

Raumluft verbessern: 5. Die Abflüsse reinigen

Im Abfluss landen Seifenreste, Haare, Fett, manchmal auch Lebensmittelreste. Dieses Gemisch kann sich an den Rohren ablagern und dort vor sich hin gammeln. Dass die dabei aufsteigenden Gase nicht gerade für einen angenehmen Duft sorgen, dürfte wenig überraschend sein.

Meistens kommt es nicht so weit, dass man direkt beim Betreten des Raums merkt, dass der Abfluss stinkt – manchmal aber schon. Doch selbst wenn der Abfluss nicht merklich stinkt, schadet es nicht, ihn ab und an zu reinigen und den Zersetzungsgasen, die trotzdem aufsteigen, den Garaus zu machen.

Nutzt dafür am besten einfaches Natron. Das Hausmittel wirkt geruchsneutralisierend, weil es antibakteriell und fungizid ist. Schüttet eine Tüte direkt in den Abfluss und gießt im Anschluss ein wenig verdünnten Essig hinterher. Durch die chemische Reaktion wird Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Dies merkt ihr daran, dass das Natron schäumt und zischt. Bei diesem Prozess werden Ablagerungen und sogar Verstopfungen gelöst. Wendet ihr Natron (hier bei Amazon bestellen)* immer mal wieder an, beugt ihr schlechten Gerüchen aus dem Abfluss vor.

Mehr erfahren: Abfluss stinkt? DAS kannst du dagegen tun

Raumluft verbessern: 6. Richtiger Umgang mit Müll

Eine große Quelle für Gestank im Haus ist der Müll. Der größte Übeltäter ist dabei der Biomüll, aber auch Badezimmer- und Plastikmüll können sehr übel riechen. In einem Wohlfühlzuhause sollte man aber nicht riechen können, wo die Mülleimer stehen.

Damit sich kein Gestank entwickeln kann, sollte der Müll natürlich in erster Linie regelmäßig entsorgt werden. Abwarten bis der Mülleimer zu voll ist, um noch mehr hineinzuwerfen, ist also eigentlich keine Option (auch wenn es natürlich selbst in den ordentlichsten Haushalten mal passiert). Die andere Möglichkeit, um Gestank vorzubeugen, ist dem Müll die Feuchtigkeit zu entziehen.

Durch die Flüssigkeit können Lebensmittelabfälle optimal gären und dabei üblen Gestank verursachen. Um das zu vermeiden, müsst ihr also Flüssigkeiten im Biomüll (so gut es geht) vermeiden. Dabei hilft es Lebensmittel in Papier einzuwickeln. Nutzt alte Zeitungen dafür oder auch mal ein Stück Küchenkrepp. Ebenfalls hilfreich: Lasst Lebensmittel wie Teebeutel austrocknen, bevor ihr sie entsorgt.

Tipp: Gebt ein paar Sägespäne in die Biotonne, um zusätzlich Feuchtigkeit aufzusaugen. Es wird auch gerne mal der Tipp gegeben Katzenstreu in den Mülleimer zu streuen. Katzenstreu saugt Feuchtigkeit zwar auf und neutralisiert Gerüche, es darf aber gar nicht in der Biotonne entsorgt werden. Von diesem Tipp solltet ihr also eher absehen.

Lesetipp: Die Spülmaschine stinkt? Das kannst du dagegen tun!

Raumluft verbessern: 7. Waschen nicht vergessen

Wer seine Raumluft verbessern möchte, kann nicht bloß auf eine Maßnahme zurückgreifen. Am Ende geht es um eine Kombination verschiedener Hilfsmittel. Ein weiterer wichtiger Baustein für gute Raumluft sind saubere Textilien. Nachts gelangen Schweiß, Hautschuppen und Fett in unsere Bettwäsche, wo sich Bakterien tummeln können. Auch Polster oder Teppiche können verunreinigt werden und irgendwann Schuld sein, wenn die Raumluft nicht sehr frisch duftet.

Wer wirklich gute Luft zu Hause möchte, muss also auch regelmäßig seine Bettwäsche waschen, Polsterbezüge waschen und auch mal die Teppiche reinigen.