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Selbstreinigende Katzentoiletten im Test: Das sind die Besten

von Nicola Pohl Erstellt am 26. Juli 2020
Selbstreinigende Katzentoiletten im Test: Das sind die Besten© Getty Images

Selbstreinigende Katzentoiletten sollen Katzenbesitzern den Alltag erleichtern. Doch wie gut funktionieren sie? Für unseren Test haben wir es ausprobiert.

Kann es etwas Lästigeres geben als die tägliche Reinigung des Katzenklos? Leider schon, denn machen wir die Katzentoilette nicht regelmäßig sauber, stinkt es in der ganzen Wohnung. Nicht nur zu unserem Leidwesen, denn Katzen sind sehr reinliche Tiere und haben eine gute Nase. Eine dreckige Katzentoilette kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Katzen unsauber werden.

Doch mittlerweile gibt es sogenannte selbstreinigende Katzenklos. Diese sollen die Reinigung deutlich erleichtern oder durch vollautomatische Elektrik die leidige Aufgabe ganz übernehmen und die Katzentoilette stets sauber halten.

Wir wollten wissen, was dran ist: Können solche Katzenklos tatsächlich funktionieren und uns die Arbeit erleichtern? In unserem selbstreinigende Katzentoiletten Test 2020 haben wir verschiedene Produkte auf Herz und Nieren geprüft und das beste Modell gefunden.

Die richtige Katzentoilette finden

Die Bedürfnisse jeder Katze sind unterschiedlich. Genau wie bei der Katzenstreu sind die Vorlieben unserer Vierbeiner bei der Katzentoilette verschieden.

Wichtige Faktoren, die es beim Kauf der Katzentoilette zu beachten gibt:

  • Das Katzenklo sollte groß genug für die Katze sein. Bei großen Katzen muss es gegebenenfalls eine XXL Katzentoilette sein.
  • Nicht jede Katze mag Toiletten mit Deckel, wenn ihr euch nicht sicher seid, kauft lieber eine Katzentoilette mit abnehmbarem Deckel, um es auszutesten.
  • Das Gleiche gilt für Katzenklappen an der Toilette: Dadurch stauen sich die Gerüche noch mehr unter dem Deckel an. Das ist für uns zwar angenehmer, aber für die feine Nase der Katze meist nicht gerade toll.
  • Es sollte immer eine Katzentoilette pro Tier plus eine zusätzliche zur Verfügung stehen. Das heißt bei zwei Katzen: drei Toiletten.

Wichtig: Zudem sollte das stille Örtchen eurer Katze an einem ruhigen Ort stehen, wo euer Stubentiger seine Ruhe fürs Geschäft hat.

Im Video: Die 6 häufigsten Fehler bei der Katzenhaltung

Video von Aischa Butt

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Selbstreinigende Katzentoilette Test 2020: Unsere Kriterien

Jeder Katzenbesitzer kann bestätigen: Unsere Stubentiger haben ihren eigenen Kopf. Unser Testergebnis ist daher eine persönliche Erfahrung. Wir haben die Produkte in unserem selbstreinigende Katzentoiletten Test 2020 auf folgende Kriterien hin beurteilt: Design, Funktion, Akzeptanz bei den Katzen und Preis.

Unser Testpersonal: Die Kater Yukon und Alaska, beide 2017 geboren, sehr neugierig und begeisterte Produkttester. Diesmal ebenfalls mit dabei: der clevere Kater Pablo und der dreibeinige Emil.

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Selbstreinigende Katzentoilette Test 2020: Günstiges Preissegment

SmartSift Katzentoilette von Catit
Preis: ab 78

Bei der SmartSift Katzentoilette von Catit handelt es sich um kein komplett selbstreinigendes Katzenklo. Durch einen innovativen Mechanismus soll die Reinigung aber um einiges leichter werden. Um das Katzenklo zu säubern, soll lediglich ein Hebel betätigt werden, der mithilfe eines Siebs die verschmutzte Streu von der sauberen trennt. Die dreckige Katzenstreu landet in einem separaten Behälter und die Toilette ist wieder sauber.

Um alles zu einer sauberen Angelegenheit zu machen, sollen spezielle Plastikbeutel für die Streuschale und das Abfallfach genutzt werden. Die Toilette soll mit jeder Art von Katzenstreu anwendbar sein.

Hier könnt ihr die SmartSift Katzentoilette von Catit bei Amazon kaufen.*

Für unseren selbstreinigenden Katzentoiletten Test 2020 hatten Alaska und Yukon das SmartSift Katzenklo mehrere Wochen lang zur Verfügung. Der Aufbau gestaltete sich ein wenig umständlich und kompliziert, die Toilette macht aber soweit einen stabilen Eindruck. Leider ist die Katzentoilette wirklich sehr groß und der Einstieg liegt etwa doppelt so weit oben wie bei einem normalen Katzenklo. Zudem ist der Innenraum recht klein und die Katzenstreu kann nicht allzu hoch eingefüllt werden, damit der Mechanismus funktioniert.

Wir haben das Catit SmartSift Katzenklo mit Öko-Katzenstreu getestet. Der Praxistest erwies sich allerdings als schwierig, da weder Alaska noch Yukon das Klo betreten wollten. Alaska wagte sich nach ausgiebigem Beschnuppern ins Innere, wollte aber dort nicht sein Geschäft verrichten und machte sich schnell wieder aus dem Staub.

Unser Fazit:
Die Idee des Katzenklos ist super, aber leider schnitt sie in unserem selbstreinigenden Katzentoiletten Test 2020 nicht so gut ab. Das größte Problem: Yukon ignorierte die Toilette leider von Anfang bis Ende. Alaska nutzte sie lediglich als Aussichtsplattform.

Um dennoch die Funktion zu testen, haben wir verschmutzte Katzenstreu aus der normalen Katzentoilette verwendet. Bei der Betätigung des Hebels zeigt sich bereits ein Problem: Einiges der sauberen Streu rutscht zusammen mit der dreckigen in den Abfall. Beim Zurückbewegen des Hebels bleibt die saubere Streu zudem im Auffangbehälter hängen und rutscht ohne Geklopfe nicht zurück in die Streuschale. Für uns liegt allerdings die Vermutung nahe, dass die Katzentoilette einfach nicht gut mit Ökostreu funktioniert, da diese recht leicht ist und weniger stark klumpt.

Auch können wir die SmartSift Katzentoilette nicht für größere, schwerere Kater wie Alaska empfehlen, da der Innenraum doch recht klein ist und das Katzenklo beim Betreten etwas anfängt zu wackeln. Wir würden die selbstreinigende Katzentoilette daher vor allem für kleinere, agile Katzen empfehlen und nur, wenn sie mit feinkörniger, schwerer Bentonit-Streu verwendet wird, da sonst der Reinigungsmechanismus nicht funktioniert.

Alles in allem können wir das selbstreinigende Katzenklo nur bedingt weiterempfehlen. Die Idee ist super, aber es besteht noch etwas Verbesserungsbedarf. Für einen Preis von knapp 80 Euro ist das SmartSift Katzenklo dafür aber deutlich erschwinglicher als andere selbstreinigende Katzentoiletten.

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Selbstreinigende Katzentoilette Test 2020: Mittleres Preissegment

ScoopFree Ultra Katzentoilette von PetSafe
Preis: 126 Euro

Das ScoopFree Katzenklo von PetSafe ist eine elektrische Katzentoilette, die sich komplett selbst reinigt.

Ein Sensor erkennt, wann die Katze auf Toilette war und kann dann nach 5, 10 oder 20 Minuten das Katzenklo reinigen. Die Toilette besitzt einen Rechen, der die Hinterlassenschaften der Katze automatisch nach vorne in eine kleine Abfallkammer befördert, damit die Toilette stets sauber ist. Nettes Feature: Es wird gezählt, wie oft die Katze auf Toilette war.

Das selbstreinigende Katzenklo wird mit auswechselbaren Streuschalen verwendet, die nicht-klumpendes Silikat-Streu enthalten. Dadurch soll Geruch effektiv gebunden werden und die gesamte Schale kann ganz einfach komplett entsorgt werden, sobald sie nicht mehr frisch riecht.

Hier könnt ihr die ScoopFree Ultra Katzentoilette von PetSafe bei Zooplus kaufen.*

Für unseren selbstreinigenden Katzentoiletten Test 2020 war die ScoopFree Ultra Toilette so lange bei Alaska und Yukon im Einsatz bis die Streuschale nicht mehr frisch war. Der Aufbau des Produkts geht schnell und einfach, da die Wechselschalen bereits mit Katzenstreu befüllt sind. Das Design der Katzentoilette ist zwar nicht unbedingt schön, aber für ein selbstreinigendes Klo durchaus unaufällig und nicht allzu groß. Das hat den Nachteil, dass der Innenraum nicht für große Katzen geeignet ist. Das ScoopFree ist allerdings auch ohne Deckel erhältlich.

Die große Überraschung: Trotz des gewöhnungsbedürftigen Einstiegs kommt das Produkt von PetSafe sowohl beim mutigen Alaska als auch beim vorsichtigen Yukon direkt gut an. Von Anfang an wird es von beiden gerne benutzt. Bei Yukon ist es sogar so beliebt, dass ich ihn öfters dabei erwische, wie er entweder einfach in der Katzentoilette liegt oder neugierig am Abfallbehälter oder Rechen herumkratzt. Ganz zu schweigen vom allerersten Reinigungsvorgang: In Sachen Katzen-Entertainment bekommt die Toilette allemal 10 von 10 Punkten.

Unser Fazit:
Nachdem wir das selbstreinigende Katzenklo eine Zeit lang ausprobiert haben, können wir sagen: Es ist eine deutliche Arbeitserleichterung, aber hat leider so seine Schwächen. Das Silikat-Streu nimmt den Uringeruch wirklich gut auf und die Toilette ist immer sauber, ohne dass man irgendetwas tun muss. Vor allem nach einem langen Arbeitstag ist das wirklich praktisch.

Kleiner Nachteil: Die Reinigung funktioniert nicht immer 100% perfekt. Teilweise fiel der Kot hinten über den Rechen drüber und wurde am Ende wieder mit nach hinten geschoben statt nach vorne ins Abfallfach. Die Folge: Ein verdreckter Rechen, der sich nur schwer reinigen lässt, da er nicht entnommen werden kann.

Was uns leider gar nicht gut gefällt: Die Streuschalen bestehen aus Pappe und müssen nach ausgiebiger Benutzung komplett entsorgt und ausgetauscht werden. Das ist leider nicht nur alles andere als nachhaltig, sondern auch teuer. Wir würden uns daher eine wiederverwendbare Plastikschale wünschen, die mit eigener Streu befüllt werden kann.

Laut Hersteller muss die Schale nach 10-14 Tagen gewechselt werden, wenn sie von zwei Katzen genutzt wird. Das war bei uns leider nicht der Fall: Zu Beginn war die Toilette zwar tiptop sauber und roch nicht, doch bereits nach einer Woche hatte sich die Streu total mit Urin vollgesogen und auch der Kot begann zu riechen, weil das Abfallfach nicht luftdicht verschlossen ist. Wir mussten die Schale daher leider entsorgen, weil auch Alaska und Yukon nicht mehr auf das verdreckte Klo gehen wollten. Zudem ist das ScoopFree leider nur mit der mitgelieferten nicht-klumpenden Streu verwendbar, die recht niedrig eingefüllt ist. Das könnte Katzen, die gerne buddeln, stören.

Insgesamt sind wir aber zufrieden mit der elektrischen Katzentoilette. Sie macht größtenteils genau das, was sie soll und erleichtert damit den Alltag von Katzenbesitzern. Wir hoffen, dass es in Zukunft eine wiederverwendbare Streuschale auf dem deutschen Markt geben wird.

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Selbstreinigende Katzentoilette Test 2020: Luxus-Segment

Automatische selbstreinigende Katzentoilette von Litter-Robot
Preis: 516 Euro

Der Litter-Robot ist die bisher einzige komplett automatische selbstreinigende Toilette für Katzen auf dem deutschen Markt. Sobald die Katze ihr Geschäft verrichtet hat, leitet der Litter-Robot den Reinigungsmodus ein. Die dreckige Streu wird herausgesiebt und luftdicht in einem Abfallbehälter verschlossen. Dadurch werden unangenehme Gerüche vermieden und die Toilette soll stets sauber bleiben. Der Litter-Robot gibt ein Signal ab, wenn der Abfallbehälter voll ist. Zudem soll die Katzentoilette auch für größere Katzen geeignet sein und mit jeder Art von Katzenstreu verwendbar sein,

Hier könnt ihr die automatische selbstreinigende Katzentoilette von Litter-Robot bei Amazon kaufen.*

Für unseren selbstreinigenden Katzentoiletten Test 2020 war der Litter-Robot 2 über einen Zeitraum von einem Jahr bei den Katern Pablo und Emil im Einsatz. Die Installation der automatischen selbstreinigenden Katzentoilette ist wirklich einfach. Was allerdings sofort auffällt: Der Litter-Robot ist weder unauffällig noch schön.

Das Design erinnert er ein wenig an ein Raumschiff, da die Katzentoilette nachts sogar anfängt zu leuchten. Zudem ist sie wirklich riesengroß, sodass auf jeden Fall genug Platz in der Wohnung sein sollte. Großes Plus: Es gibt allerhand Ersatzteile und Zubehör zu kaufen, wie zum Beispiel eine Treppe, die den Einstieg auch für körperlich behinderte Katzen wie den dreibeinigen Emil erleichtert.

Der Litter-Robot 2 wurde schnell von Pablo und Emil angenommen. Was direkt auffällt: Während des Reinigungsvorgangs ist die Katzentoilette recht leise und stört keineswegs.

Unser Fazit:
Nachdem Pablo und Emil die elektrische selbstreinigende Katzentoilette von Litter-Robot ein Jahr lang getestet haben, lässt sich eindeutig sagen: Die Investition lohnt sich. Denn der Litter-Robot 2 funktioniert einwandfrei. Und das bedeutet: Die Katzentoilette ist immer sauber und es entstehen keine unangenehmen Gerüche. Auch bei Katzen, die zu Unsauberkeit neigen, kann das Katzenklo helfen. Nach einer ausgewählten Zeitspanne von zum Beispiel 15 Minuten startet der Reinigungsmodus der Katzentoilette automatisch nachdem der Sensor erkannt hat, dass eine Katze ihr Geschäft verrichtet hat.

In unserem Test war der Litter-Robot damit die einzige selbstreinigende Katzentoilette, die wirklich fehlerfrei funktioniert. Wichtig: Die verwendete Streu sollte sehr gut klumpen, damit sie während des Reinigungsvorgangs nicht zerfällt. Gut geeignet ist zum Beispiel Bentonit-Streu. Nachhaltige Varianten wie Ökostreu funktionieren nicht so gut.

Der große Nachteil: Der Litter-Robot ist mit über 500 Euro sehr teuer. Er lohnt sich vor allem für alle, die viel unterwegs sind oder gerne mal verreisen. Durch die selbstständige Reinigung muss der Abfallbehälter nur alle vier bis fünf Tage entleert werden. Zudem können normale Müllbeutel verwendet werden.

Alles in allem sind wir absolut überzeugt vom Litter-Robot. Er funktioniert richtig gut, wird von den Katzen akzeptiert und die Katzenstreu bleibt sogar länger frisch. Zudem müssen keine speziellen Müllbeutel oder ähnliches nachgekauft werden. Wer also bereit ist, viel Geld in die Hand zu nehmen, wird nicht enttäuscht werden.

Ein Alternativmodell zum Litter-Robot gibt es zum Beispiel auch von Wanguo hier bei Amazon.*

Das beliebteste selbstreinigende Katzenklo im Netz

Roll'n Clean Self Cleaning Cat Litter Box von Omega Paw
Preis: 53 Euro

Zusätzlich zu unserem selbstreinigenden Katzentoiletten Test 2020 haben wir uns bei Amazon nach den beliebtesten Produkten umgeschaut. Ganz vorne mit dabei: die Roll'n Clean Self Cleaning Litter Box von Omega Paw.

Bei Amazon kommt die Katzentoilette auf mehr als 4.400 Bewertungen und auf 4 von 5 Sternen. Durch einen manuellen Mechanismus wird die Toilette zur Seite gerollt und wieder zurück, dabei wird die dreckige Streu von der sauberen getrennt.

Hier könnt ihr Roll'n Clean Self Cleaning Litter Box von Omega Paw bei Amazon kaufen.*

Glaubt man den positiven Bewertungen sorgt das Roll'n Clean Katzenklo für eine deutliche Zeitersparnis und weniger Arbeit, solange man es in Kombination mit gut klumpender Streu verwendet.

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