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Aufgepasst: Diese 10 Fehler macht fast jeder Katzenbesitzer

von Nicola Pohl Veröffentlicht am 13. Oktober 2019

Ihr habt euch schon immer gefragt, warum es zwischen euch und eurer Katze nicht ganz rund läuft? Wir klären über die häufigsten Fehler bei der Katzenhaltung auf.

Die Katze möchte nicht kuscheln und versteckt sich, sie ist übergewichtig, trinkt zu wenig oder pinkelt in die Wohnung. Manchmal wissen wir einfach nicht so recht, was unserer Katze fehlt. Doch häufig sind wir selbst dafür verantwortlich, wie sich unsere Katze verhält.

Und selbst als erfahrener Katzenbesitzer machen wir hin und wieder Fehler, weil wir es nicht besser wissen. Wir verraten euch die 10 häufigsten Fehler, die Katzenbesitzer machen, aber unbedingt vermeiden sollten.

1. Fehler: Die Katze anstarren

Der erste Fehler unterläuft uns meist, wenn wir noch unerfahrene Katzenbesitzer sind oder uns einfach nicht allzu gut mit der Kommunikation von Katzen auskennen. Denn Katzen kommunizieren ganz anders als wir selbst oder auch zum Beispiel Hunde.

Insbesondere, wenn eine Katze neu bei uns eingezogen ist, neigen wir dazu, sie die ganze Zeit anzuschauen. Kein Wunder: Sie ist süß und wir wollen sehen, was sie gerade macht. Katzen können aber genau das als Drohgebärde auffassen und reagieren verängstigt oder verunsichert. Denn Katzen starren einander sonst nur an, wenn sie sich drohen oder kurz vor einem Kampf stehen.

Die Lösung: Schaut eure Katze nicht die ganze Zeit direkt an, sondern beobachtet sie lieber aus dem Augenwinkel. Wenn sie euch anschaut, könnt ihr eurer Katze auch langsam zublinzeln – das wird sie als freundliche Geste auffassen und im besten Fall zurückblinzeln.

2. Fehler: Katze nicht chippen lassen – oder sie nicht registrieren

Auch Katzen, die Freigänger sind, halten sich meist in der Nähe der Wohnung auf, da sie häufig innerhalb ihres Reviers unterwegs sind. Und natürlich möchte sich niemand von uns ausmalen, wie es wäre, wenn unsere Katze einmal verschwinden würde.

Dennoch sollten wir auf den Fall der Fälle vorbereitet sein. Denn kommt unsere Katze tatsächlich nicht mehr nach Hause, können wir nur wenig tun, wenn wir im Vorfeld nicht vorgesorgt haben.

Die Lösung: Lasst eure Katze unbedingt chippen – auch wenn ihr reine Wohnungskatzen habt. Es kann immer mal etwas passieren! Die Wohnungstür steht kurz offen, die Katze erschreckt sich und läuft nach draußen.

Was vielen außerdem nicht klar ist: Es reicht nicht aus, seine Katze nur beim Tierarzt chippen zu lassen. Denn entgegen der häufigen Annahme ist eure Katze damit nicht automatisch in einer Datenbank erfasst. Dafür seid ihr zuständig! Mit der Transpondernummer müsst ihr eure Katze zusätzlich in einer Datenbank wie TASSO melden. Ansonsten kann zwar der Chip eurer Katze beim Tierarzt ausgelesen, aber keinem Besitzer zugeordnet werden.

3. Fehler: Katze nicht kastrieren

Tierbabys sind süß, keine Frage. Manch einer wünscht sich auch einfach, dass die Katze mal erleben darf, wie es ist, Mutter zu sein.

Doch bei Freigängern ist es ein echtes Problem, wenn ihr sie nicht kastrieren lasst. Katzen können nämlich schon in jungem Alter geschwängert werden. Und besitzt ihr wiederum einen Kater, seid ihr dafür verantwortlich, dafür zu sorgen, dass er nicht herumläuft und alle Katzen in der Nachbarschaft schwängert.

Die Lösung: Sowohl Katzen als auch Kater sollten kastriert werden. Für Katzen ist nämlich nicht nur die Geburt eine große Anstrengung und Belastung, sondern auch die Schwangerschaft. Diese Erfahrung solltet ihr eurer Katze daher ersparen. Kater fangen außerdem meist an, in der Wohnung zu markieren, wenn ihr sie nicht kastrieren lasst. Und das möchte nun wirklich keiner.

4. Fehler: Wassernapf neben den Futternapf stellen

Habt ihr euch schon mal gefragt, warum eure Katze kaum etwas trinkt? Gegebenenfalls liegt das nicht nur daran, dass Katzen von Natur aus wenig trinken, sondern auch am Standort des Wassernapfes. Häufig richten wir eine Futterecke für unsere Vierbeiner ein, wo sie Futter und Wasser bekommen. Steht der Wassernapf aber direkt neben dem Futternapf kann das der Grund dafür sein, dass eure Katze nicht aus der Schüssel trinken möchte.

Die Lösung: Katzen, die in freier Wildbahn leben, würden niemals Wasser trinken, das sich direkt neben ihrer Beute befindet. Das liegt daran, dass das Wasser bereits vom Aas verseucht sein könnte. Auch in der Wohnung solltet ihr den Wassernapf deshalb in einiger Entfernung zum Futter aufstellen.

5. Fehler: Zu wenige Katzenklos

Eine Katze, ein Katzenklo. Zwei Katzen, zwei Katzenklos. Falsch! Zwar liegt die Annahme nahe, dass eine Katzentoilette pro Katze ausreicht, allerdings kann das schnell zu Problemen führen. Zum einen verrichten viele Katzen ihr kleines und großes Geschäft gerne in unterschiedlichen Toiletten. Zum anderen mögen es manche Katzen nicht, ein Katzenklo zu benutzen, was bereits von einer anderen Katze benutzt wurde. Vor allem bei der Haltung mehrerer Katzen sollte außerdem immer sichergestellt werden, dass es ein freies Katzenklo gibt, auf das sie ausweichen können, wenn eins gerade besetzt ist.

Die Lösung: Die Faustregel lautet: Ein Katzenklo pro Katze + ein weiteres. Habt ihr also zwei Katzen, solltet ihr insgesamt drei Katzentoiletten in eurer Wohnung aufstellen.

6. Fehler: Den Balkon nicht absichern

Oft denken wir, dass unsere Katzen ganz brav sind und deshalb niemals auf dem Balkongeländer herumklettern würden. Oder wir denken, dass sie eben sehr geschickt sind und deshalb nicht vom Balkon fallen werden – es sind schließlich Katzen.

Aber leider täuscht diese Annahme, denn auch Katzen können vom Balkon fallen. Sei es nur, weil sie einen Vogel gesehen haben oder sich vor etwas erschrecken. Und auch Katzen überleben einen Fall aus einem höheren Stockwerk nicht unbedingt unbeschadet.

Die Lösung: Um wirklich sicher zu stellen, dass eurer Katze nichts passieren kann, solltet ihr euren Balkon katzensicher machen. Das ist zwar nicht immer ganz billig, aber die Kosten für eine OP, falls eure Katze fällt und sich verletzt, werden durchaus höher sein. Mit Katzennetz (hier bei Amazon) gesichert, könnt ihr eure Katzen hingegen ohne Sorge alleine auf den Balkon lassen.

7. Fehler: Die Fenster kippen

Auch mit den Fenstern ist es so eine Sache. Vor allem, wenn wir keinen Balkon oder keine Terrasse haben, kippen wir die Fenster mal kurz, um etwas frische Luft reinzulassen. Doch auch das kann Katzen wirklich schnell zum Verhängnis werden. Versuchen sie nämlich, durch den Spalt hinaus zu springen oder zu klettern, können sie stecken bleiben und sich nicht nur Quetschungen zuziehen, sondern sich sogar erhängen.

Die Lösung: Lasst eure Katzen niemals unbeaufsichtigt in einem Raum, wenn ihr das Fenster kippt. Im besten Fall legt ihr euch einen Kippschutz zu (erhältlich hier bei Amazon), der verhindert, dass eure Katze sich am gekippten Fenster verletzen kann.

8. Fehler: Katze alleine halten

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum Katzen alleine gehalten werden. Die Kosten für eine zweite Katze erscheinen zu hoch oder wir denken, dass unser Vierbeiner keinen Artgenossen braucht – oder vielleicht sogar gar nicht akzeptieren wird.

Die Wahrheit ist jedoch, dass vor allem Wohnungskatzen und insbesondere Kitten niemals alleine gehalten werden sollten. Als Mensch können wir niemals einen Artgenossen ersetzen und eure Katze kann sich schnell langweilen oder vereinsamen.

Die Lösung: Solange eure Katze nicht krank oder schon sehr alt ist, macht es immer Sinn, eine Zweitkatze in Erwägung zu ziehen. Wichtig ist vor allem, dass die Katzen charakterlich zueinanderpassen und richtig zusammengeführt werden.

9. Fehler: Katze ein Halsband anziehen

Klar, so ein Halsband mit Glöckchen kann süß aussehen. Und auch die Vorteile eines Flohhalsbands für Freigänger lassen sich nicht bestreiten. Allerdings solltet ihr euch im Klaren darüber sein, dass Katzen mit ihrem Halsband zum Beispiel an einem Baum hängen bleiben können. Im schlimmsten Fall können sie sich strangulieren.

Die Lösung: Auf Glöckchen solltet ihr generell verzichten, da sie für die empfindlichen Ohren eurer Katze eine Qual sind. Falls ihr unbedingt Halsbänder verwenden möchtet, solltet ihr nur auf solche mit Sicherheitsverschluss zurückgreifen. Im Falle eines Notfalls öffnet sich dieser nämlich von selbst.

10. Fehler: Den Napf ständig nachfüllen

Manchmal bekommen wir den Eindruck, unsere Katze hätte ständig Hunger. Doch indem wir sie ständig füttern, tun wir ihr keineswegs etwas Gutes. Denn frisst sie zu viel, wird sie übergewichtig und krank. Häufig sind Wohnungskatzen auch einfach gelangweilt und wollen deshalb Futter.

Die einzige Ausnahme: Kitten, die sich noch im Wachstum befinden, sollten immer Futter zur Verfügung haben.

Die Lösung: Führt feste Futterzeiten ein. Zum Beispiel morgens und abends. Wenn ihr zuhause seid, eventuell auch eine Kleinigkeit am Mittag. Sind die Näpfe leer, solltet ihr sie also nicht einfach nachfüllen, sondern bis zur nächsten Fütterung warten.

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von Nicola Pohl