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Waschmaschine stinkt: DIESE 5 Fehler sind schuld

von Inga Back Erstellt am 24. Juli 2020
Waschmaschine stinkt: DIESE 5 Fehler sind schuld© Getty Images

Wenn die Waschmaschine stinkt, sind wir meistens tatsächlich selber schuld. Wir verraten euch, wie ihr die gängigsten Anwendungsfehler vermeidet.

Die Waschmaschine soll eigentlich für saubere, frische Wäsche sorgen. Wenn sie nach faulen Eiern stinkt, ist also etwas im Argen. Spätestens, wenn dann auch die Wäsche nach dem Waschen noch stinkt, gibt es dringenden Handlungsbedarf.

Schuld an dem Gestank sind Bakterien, Pilze und Keime in der Waschmaschine. Es gibt einige Anwendungsfehler, die dazu führen, dass Keime in der Waschmaschine zurückbleiben. Durch das feuchte, warme Klima im Inneren der Maschine können sie sich dann ungestört vermehren – und stinken.

Fehler Nr.1: Ständiges Waschen bei niedrigen Temperaturen

Man denkt, dass man mit dem Eco-Programm der Umwelt etwas Gutes tut. Also wäscht man bei niedrigen Temperaturen und macht sich erst einmal keine weiteren Gedanken darüber. Doch im Eco-Programm erreicht die Waschmaschine oft nicht einmal die eingestellte Temperatur.

Man wäscht meistens also nur bei 20, 30, vielleicht mal 40 Grad. Irgendwann müffeln dann plötzlich Waschmaschine und Wäsche. Denn es ist tatsächlich so, dass der Hauptgrund für eine stinkende Waschmaschine ständiges Waschen bei Niedrigtemperaturen ist.

Die meisten Bakterien und Pilze sterben nämlich erst bei 60 Grad ab. Wer seine Wäsche immer nur bei niedrigen Temperaturen wäscht, hat deshalb immer Restkeime, die in der Waschmaschine zurückbleiben und sich bei dem feucht-warmen Klima munter vermehren können. So entsteht mit der Zeit ein ekliger Film in der Trommel, den Dichtungen und im Innern der Waschmaschine – und der stinkt.

Lösung: Damit sämtliche Bakterien und Pilze abgetötet werden, sollte die Waschmaschine ein oder zwei Mal im Monat bei mindestens 60 Grad laufen. Wer nicht genug Wäsche hat, die so heiß gewaschen werden darf, sollte die Waschmaschine im Leerlauf bei 60 bis 90 Grad waschen lassen.

Ihr könnt auch etwas Vollwaschmittel zu dem Waschgang dazugeben. Die darin enthaltene Bleiche funktioniert wie ein Desinfektionsmittel und tötet alle restlichen Keime ab.

Einige moderne Waschmaschinen haben inzwischen sogar Selbstreinigungsprogramme, die genau für solche Fälle gedacht sind. Bei ihnen läuft die Waschmaschine so heiß, dass sich der Fettfilm im Inneren auflöst und eine keimfreie Umgebung zurückbleibt.

Lesetipp: Wäsche stinkt nach dem Waschen? Das kannst du dagegen tun

Fehler Nr. 2: Trommel wird nicht gelüftet

Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad und Feuchtigkeit sind die idealen Bedingungen für Bakterien und Pilze. Wenn man nach dem Waschen die Trommel fest verschließt, hat man also einen Brutkasten für Bakterien geschaffen. Diese können sich dann in der Waschmaschine ausbreiten und stinken. Beim nächsten Waschgang gehen sie dann auch auf die Wäsche über, sodass die frischgewaschene Wäsche modrig riecht.

Lösung: Lasst die Trommel offenstehen, nachdem ihr die frischgewaschene Wäsche herausgeholt habt. So kann die restliche Feuchtigkeit verdunsten und ihr habt für eventuell übriggebliebene Bakterien erschwerte Lebensbedingungen geschaffen.

Fehler Nr. 3: Waschmittelkammer und Türgummis wurden noch nie gereinigt

Das Waschmittelfach kommt eigentlich nur mit Waschmittel und Wasser in Kontakt. Dass sich dort Keime tummeln können, kommt daher vielen nicht in den Sinn. Dabei ist die Waschmittelschublade sogar oft von Schimmel befallen, weil sie so selten gereinigt wird.

Reste von Waschmitteln und Weichspüler, Feuchtigkeit und auch Keime im Inneren der Waschmaschine sorgen dafür, dass sich Schimmel bilden kann. Da die Waschmittelkammer meistens nicht gut belüftet und deshalb immer feucht ist, können sich Schimmelsporen darin gut vermehren.

Dichtungen und Türgummis sind der nächste Ort in der Waschmaschine, der oft von Bakterien befallen ist. In den Türgummis sammelt sich Wasser. Wird die Trommel nach dem Waschgang verschlossen, finden die Restkeime in dem Wasser einen guten Nährboden. Mit der Zeit entsteht auf Gummis und Dichtungen so ein ekliger Belag.

Lösung: Nehmt die Waschmittelkammer raus und reinigt sie gründlich. Werft auch einen Blick ins Innere der Kammer ohne Schublade und kontrolliert, ob sich dort Schimmel ausgebreitet hat. Auch die Türgummis sollten ihr einmal abfahren und Belag aus dem Inneren entfernen, sofern sich welcher angesammelt hat.

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Fehler Nr. 4: Flusensieb wurde noch nie geleert

Das Flusensieb, oder auch Fusselsieb genannt, hat eine wichtige Funktion bei der Waschmaschine. Es fängt Kleinteile und Fremdkörper aus der Trommel auf, damit diese die Waschmaschine nicht beschädigen. Es fängt aber natürlich auch Fussel und Schmutz auf. Mit der Zeit kann sich darum ein schmieriger Belag im Flusensieb sammeln.

Lösung: Öffnet das Flusensieb. Es befindet sich meist in einer der unteren Ecken der Waschmaschine und erinnert mehr an einen Stöpsel als an ein Sieb. Entfernt dann den groben Schmutz und reinigt es einmal gründlich.

Fehler Nr. 5: Eine defekte Maschine

Es muss nicht immer ein Anwendungsfehler schuld sein, wenn die Waschmaschine stinkt. Manchmal ist das Problem auch eine defekte Waschmaschine. Schon ein kleines Leck reicht aus, damit sich Wasser im Inneren der Waschmaschine sammeln kann. In dieser Pfütze können sich Bakterien sammeln und dann fängt es an zu stinken. Auch Ablaufpumpe oder Abflussrohre können defekt sein.

Lösung: In diesem Fall bleibt nur der Weg zum Fachmann. Dieser kann kontrollieren, ob die Waschmaschine korrekt angeschlossen wurde und ob es einen Defekt gibt. Er kann auch direkt einschätzen, ob dieser reparabel ist, oder ob man eine neue Waschmaschine braucht.

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Wenn die Waschmaschine stinkt: ein Mal desinfizieren

Sämtlicher Dreck, Fett und Schweiß von unserer Kleidung wird beim Waschen durch die ganze Maschine gespült. Bei niedrigen Temperaturen bleibt ein Teil der Keime zurück. Deshalb ist es wichtig die Waschmaschine regelmäßig zu desinfizieren. Erfahrt im Video wie.

Video von Justin Amaral

Die besten Hausmittel, wenn die Waschmaschine stinkt

Zitronensäure

Zitronensäure wirkt antibakteriell und kann somit effektiv Gerüche beseitigen. Es ist zudem auch absolut unbedenklich für unsere Umwelt und kostengünstig. Gebt einfach 5-10 Esslöffel Zitronensäure (hier bei Amazon bestellen*) in die Trommel und schmeißt die Waschmaschine an. Ein positiver Nebeneffekt: Auch Kalk wird entfernt.

Aber Achtung, nur weil Zitronensäure umweltfreundlich ist, ist sie nicht gleich harmlos. Zitronensäure darf auf keinen Fall bei mehr als 40 Grad gewaschen werden. Sonst bildet sich Calciumcitrat. Dieses kann sich ablagern und die Waschmaschine beschädigen. Zitronensäure eignet sich deshalb besser als vorbeugende Maßnahme.

Natron

Es gibt kaum ein Problem im Haushalt, das man nicht mit Natron lösen. Es ist wirksam gegen Bakterien und Pilze und kann somit auch bei einer miefenden Waschmaschine helfen. Gebt einfach 2-3 Päckchen Natron (hier bei Amazon bestellen)* ins Waschpulverfach und lasst die Maschine danach bei mindestens 40 Grad laufen.


Backpulver

Backpulver ist nichts anderes als Natron gemischt mit einer Säure. Wer kein Natron im Haus hat, kann daher auch auf Backpulver zurückgreifen. Vermischt Backpulver mit Wasser zu einer Paste und gebt diese vor dem Waschen direkt in die Trommel. Backpulver ist durch die Säure auch wirksam gegen Kalk.

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Achtung! Von diesen Hausmitteln lasst ihr besser die Finger

Essig

Essig wird gerne zur Reinigung der Waschmaschine empfohlen. Es ist zwar umweltfreundlich, antibakteriell und wirkt auch gegen Kalk, Essigsäure ist aber gleichzeitig sehr aggressiv. So können die Gummiteile angegriffen werden und man riskiert auf Dauer, dass die Waschmaschine Schaden nimmt.


Spülmaschinentabs

Auch Spülmaschinentabs werden gerne empfohlen, um die Waschmaschine zu reinigen. Sie haben zwar starke fettlösende Eigenschaften, das macht sie aber gleichzeitig zu aggressiv für die Waschmaschine.

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