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Ketogene Diät: Endlich schlank durch Verzicht auf Kohlenhydrate?

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 16. Februar 2018

Die Ketogene Diät setzt auf viel Fett und wenig Kohlenhydrate und soll so die Pfunde rasant zum Schmelzen bringen. Was genau hinter dieser extremen Ernährungsweise steckt, verraten wir euch hier.

Low Carb - High Fat! So lautet das Motto der ketogenen Diät, bei der fast komplett auf Kohlenhydrate verzichtet wird. Im Fokus stehen dagegen Eiweiß und viel Fett, weswegen sie auch häufig die Fett-Diät genannt wird. Vor allem Kraftsportler setzen aufgrund der hohen Zufuhr von Eiweiß gerne auf diese Diätform, um Muskelmasse aufzubauen.

Wie funktioniert die Ketogene Diät?

Die ketogene Diät ist eine Form der Low Carb Diät, allerdings in extrem drastischer Form. Denn bei dieser Ernährungsform fällt der Kohlenhydratanteil sehr gering aus. Heißt konkret: Pro Tag werden maximal 20 bis 40 g Kohlenhydrate mit der Nahrung aufgenommen. Zum Vergleich: Ein Vollkornbrötchen hat etwa 40 g Kohlenhydrate. Durch die geringe Menge an Carbs soll es zu einem schnellen Gewichtsverlust kommen.

Bye bye Kohlenhydrate: Endlich abnehmen mit der Low carb Diät.

Ohne Kohlenhydrate greift der Körper die Fettzellen an

Wie das Ganze funktioniert? Wenn der Körper nicht ausreichend mit Kohlenhydraten versorgt wird (weniger als 40 g pro Tag) und alle Glukosespeicher aufgebraucht sind, bedient er sich zur Energiegewinnung an den lästigen Fettzellen. Diesen Zustand nennt man die sogenannte Ketose (daher der Name der Diät), die in der Regel nach 24 bis 72 Stunden (das ist bei jedem anders) auftritt.

Das dürft ihr bei der ketogenen Diät essen

Bei der ketogenen Diät wird der Stoffwechsel komplett von einer Zucker- auf eine überwiegende Fettzufuhr umgestellt. Der Energiebedarf sollte zu 5 Prozent aus Kohlenhydraten, 35 Prozent aus Proteinen und 60 Prozent aus Fetten bestehen.

Tabu während der ketogenen Diät sind kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Brot, Reis, Müsli, Nudeln, Süßigkeiten und Kartoffeln sowie alles, was Zucker enthält (Fertigprodukte, Soßen, Getränke, Alkohol, ...). Auch viele Obst- Und Gemüsesorten, Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Erbsen, Bohnen, Linsen) und Milch sind verboten. Lediglich Süßstoffe wie Xylitol und Stevia sind erlaubt.

Welche Lebensmittel sind erlaubt?

Fetthaltige Lebensmittel sollten ganz oben auf dem Speiseplan stehen. Dazu zählt vor allem Fisch, etwa Lachs, Thunfisch, Makrelen und Forellen sowie Fleisch (Steak, Schinken, Bacon, Hünchen). Diese Produkte sollten ebenfalls auf dem Teller landen:

  • Avocados
  • Nüsse & Samen (außer Erdnüsse)
  • Eier
  • fetthaltige Milchprodukte wie Käse, Butter und Sahne
  • gesunde Öle (Oliven- und Kokosöl)
  • kohlenhydratarmes Gemüse: Tomaten, Brokkoli, Zucchini, Zwiebeln, Gurke, Salate, Pilze, Blumenkohl

Lebensmittel ohne Kohlenhydrate: Die MÜSSEN alle Low carb Fans kennen.

Für wen eignet sich die No Carb Ernährung?

Viel Fett und Eiweiß - das ist nicht für jedermann geeignet. Menschen mit hohem Cholesterinspiegel sollten auf jeden Fall die Finger davon lassen. Auch für Menschen mit Nierenerkrankungen ist diese Diätform nicht geeignet. Die Deutsche Gesellschaft steht extremen Low carb Diäten zudem skeptisch gegenüber, weil der hohe Eiweißkonsum gesundheitlich bedenklich ist.

Für den Körper ist die Umstellung von Kohlenhydraten zu Fetten enorm. Aus diesem Grund kann es vor allem in den ersten Tagen zur sogenannten "Keto-Grippe" kommen. Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Verstopfungen und Müdigkeit sind keine Seltenheit. Zudem können die Ketone den Körper übersäuern und Mundgeruch und Sodbrennen verursachen. Der Harnsäurespiegel steigt, und damit auch das Risiko für Gicht oder Nierensteine.

Achtung: Auch wenn die Keto-Diät schnelle Erfolge auf der Waage verspricht, sollte diese Diät auf keinen Fall als dauerhafte Ernährungsform angesehen werden, da sie nicht ausgewogen ist, dem Stoffwechsel schadet und es zu einem Mineralstoff- und Vitaminmangel kommen kann. Die ketogene Diät sollte daher stets unter ärtzlicher Kontrolle durchgeführt werden. Besser als solche Diätformen ist allemal eine ausgewogene und gesunde Ernährung - so bleibt euch auch der allseits gefürchtete Jo-Jo-Effekt erspart.

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