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Lippenbekenntnisse: Tipps für Oralsex mit Wow-Effekt

Veröffentlicht von Redaktion
Veröffentlicht am 10. Juni 2016

Fellatio, Cunnilingus sowie andere Oralsex-Techniken und alles, was ihr darüber wissen solltet!

Ob als Teil des Vorspiels oder als gezielter Weg, den Partner zum Orgasmus zu bringen: Oralsex bereichert das Sex-Repertoire. Deshalb hier eine kleine Oralsex-Auffrischung über männliche und weibliche Lustzonen und die besten Methoden, um den anderen auf Wolke 7 schweben zu lassen:

Geben und Nehmen

Wichtigste Voraussetzung: Fühl dich niemals dazu verpflichtet, deinen Partner oral zu verwöhnen, wenn dir nicht danach ist. Das gilt natürlich für beide Seiten. Ideal ist es, wenn beide Freude daran haben und sich gegenseitig verwöhnen und revanchieren. Findet das Verwöhnprogramm nur einseitig statt, dürfte früher oder später Frust aufkommen.

Natürlich kann es auch sein, dass er Lust auf Oralsex hat, sie das gleiche von sich aber nicht behaupten kann. In dem Fall kann sich der Partner anderweitig revanchieren. Wer nicht gerne oral stimuliert wird, der kann sich stattdessen eine erotische Massage, Fingern oder was auch immer von seinem Partner wünschen. Ein ausgeglichenes Geben und Nehmen in der Sexualität heißt ja nicht, dass immer Gleiches mit Gleichem vergolten werden muss. Hauptsache, beide kommen auf ihre Kosten.

Cunnilingus & die weiblichen Lustzonen

​Beim Cunnilingus werden die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, also die Klitoris, die Schamlippen oder der Scheideneingang, mit der Zunge, den Lippen oder den Zähnen erregt. Genuss pur! Der weibliche Körper birgt zudem noch einige weitere erogene Zonen, die immense Lustgefühle hervorrufen können. Hier die wichtigsten Stellen:

Die Innenseite der Schenkel: Die Innenseite der Schenkel zu lecken, zu streicheln und daran zu knabbern, um sich dann zum weiblichen Geschlecht emporzuarbeiten - das sorgt für jede Menge Spannung und Erregung.

Klitoris: Sie ist die ideale Zielzone für Stimulierungen aller Art. Die Empfindlichkeit variiert von Frau zu Frau: Die einen mögen starkes Drücken, die anderen sanftes Streicheln, wieder andere ziehen indirekte Zärtlichkeiten um die Klitoris herum vor.

Die Schamlippen: Sie formen eine Art Trichter am Scheideneingang und enthalten Schwellkörper, die sich bei sexueller Erregung vergrößern. Wie Klitoris und Vagina gehören sie zu den primären Geschlechtsorganen der Frau. Dennoch werden sie viel zu oft vernachlässigt.

Der Scheideneingang: Der Mund kann auch die Öffnung der Vagina, d.h. den Scheideneingang, verwöhnen. Und die Zunge kann sogar einige Zentimeter in die Scheide hineingleiten. Denn die erogensten Zonen der Vagina befinden sich direkt in deren Eingangsbereich.

Die Dammregion: Sie liegt zwischen dem Scheideneingang und dem Anus. Obwohl sie bei manchen Frauen extrem erogen ist, wird diese Zone beim Verwöhnprogramm leider oft vergessen. Ausprobieren lohnt sich also!

Fellatio & die männlichen Lustzonen

Die bekannteste und bei Männern wohl beliebteste Form des Oralsex ist die Stimulation des Penis durch Mund, Zunge, Zähne oder Lippen. Bezogen auf das lateinische Wort "fellare" für saugen oder lutschen wird diese Technik Fellatio genannt. Umgangssprachlich spricht man eher vom Blasen oder einem Blowjob.

Wie wir alle wissen, haben auch Männer erogene Zonen - ganz abgesehen vom Penis. Eine gute Taktik deshalb: Beim unsensibelsten Bereich beginnen und sich dann zu den erogensten Zonen hinarbeiten, um die Erregung langsam aber sicher zu steigern.

Die Hodensäcke: Je nach Mann ist die Sensibilität der Hodensäcke unterschiedlich ausgeprägt. Manche Männer lieben es, dort gestreichelt, geleckt und mit der Zunge gekitzelt zu werden, andere bleiben absolut unempfindlich. Da gibt es nur eine Möglichkeit: ausprobieren!

Der Dammbereich: Als Dammregion (Perineum) bezeichnet man die Zone zwischen dem hinteren Teil des Penis und dem Anus. Man kann an dieser Stelle den Penisschaft spüren, der hier unter der Haut liegt. Küssen, Streicheln mit der Zunge oder sogar Knabbern und leichtes Beißen sind hier perfekt. Achtung: Zöger nicht, starken Druck auszuüben, damit der unterschwellige Penisschaft auch von den Streicheleinheiten profitieren kann.

Der Anusbereich: Der Bereich um den Anus ist sehr empfänglich für orale Streicheleinheiten, wird aber leider oft vernachlässigt. Warum? Natürlich wegen der primären Funktion des Darmausgangs. Manchen Frauen gefällt die Idee nicht, sich mit ihrem Mund oder ihrer Zunge in diesem Bereich zu bewegen. Genauso wenig mögen es manche Männer, wenn man sich diesem Körperbereich nähert. Trotzdem: Ausprobieren lohnt sich!

Der Penisschaft: Natürlich wird auch dieser Bereich gerne geküsst und gestreichelt - aber mit einem gewissen Druck. Denn diese Körperzone ist nicht besonders empfindlich. Der Penisschaft spürt vor allem starkes Drücken, besonders im hinteren Bereich, wo er selbst im erigierten Zustand weniger hart ist. Wenn der Mund beim Blasen um den Penis herum auf- und abgleitet, ist die Wirkung ebenfalls größer, wenn Lippen und Zunge dabei stark zudrücken - im Gegensatz zur empfindlichen Eichel, die es lieber sanft mag!

Die Eichel: Die Eichel ist die sensibelste Körperzone beim Mann und damit für alle möglichen Zärtlichkeiten extrem empfänglich: Lippen, Zunge, Speichel, Zähne (aber nur ganz zart, denn die Eichel ist sehr empfindlich!). Nichts sollte unversucht bleiben, denn im Prinzip gibt es nichts, was ER hier nicht mag! Die empfindlichste und damit erogenste Zone: Der Eichelkranz, d.h. die Furche am Übergang von der Eichel zum Penisschaft.

Das Frenulum: Das Frenulum, d.h. das Bändchen, das die Vorhaut des Penis mit der Unterseite der Eichel verbindet, ist der sensibelste Punkt der Eichel und kann beim Mann am meisten Lust hervorrufen. Es ist ratsam, beim Verwöhnprogramm nie mit dieser hypersensiblen Stelle zu beginnen, sondern lieber erst andere Körperbereiche mit dem Mund zu erforschen und sich der extrem empfindlichen Zone langsam anzunähern. Achtung: Hier ist maximale Vorsicht und Sanftheit gefragt! Ein hauchzarter Kontakt genügt, um ihm ein extremes Lustgefühl zu verschaffen.

Die Technik

Beim Oralsex ist es am besten, verschiedene Techniken zu variieren und auszuprobieren, um herauszufinden, was am meisten Lust bereitet. Schließlich sind die Geschmäcker ja verschieden ...

Lecken: Die Zunge ist geschickt, nass und sanft zugleich. Dadurch ist sie das ideale Mittel, um den Partner besonders erotisch zu liebkosen. Denn die Zunge kann alle möglichen Kunststücke vollführen: Sie kann kreisen, von oben nach unten lecken, vibrieren ... und noch vieles andere, je nach Lust und Fantasie!

Saugen: Hierbei empfindet der Partner an der gefragten Stelle ein sanftes Ziehen. Natürlich sorgt diese Technik vor allem an den Brustwarzen für besondere Erregung, aber auch Eichel, Klitoris und selbst Penisschaft und Vulva sind diesen Liebkosungen nicht abgeneigt.

Drücken: Um Druck auszuüben, können Zunge, Lippen und sogar die Zähnen dienen. Der sanfte bis starke Druck wirkt an den erogenen Zonen meist extrem stimulierend. Gerne darf auch mit den Händen und dem Mund gleichzeitig verwöhnt werden.

Knabbern: Die Zähne sind zu allem fähig – sie können extrem Lust verschaffen, aber auch sehr weh tun! Hier muss jeder die Grenzen zwischen Lustgefühl und Schmerz erforschen.

Kleine Hilfsmittel: Ein Eiswürfel im Mund für etwas Gänsehaut, ein bisschen Schlagsahne und Schokosauce, um ihn anschließend zu vernaschen? Probier ein paar Leckereien in euer Liebesspiel zu integrieren. Das bringt Abwechslung ins Sexleben.

Oralsex und Hygiene

Da man sich extrem nah kommt beim Oralsex, ist es allein schon ein Gebot der Höflichkeit, sich sauber zu fühlen. Das muss jetzt nicht in übertriebene Hygiene ausarten. Von aggressiven Seifen und Waschlotionen ist eh abzuraten, da die betreffenden Körperzonen besonders empfindlich sind! ​Finger weg auch von Intimdeodorants. Meistens hilft schon eine kurze Dusche und alles ist gut.

Klar sollte auch sein: Der eigene Körpergeruch und -geschmack ist für den Partner meist sehr erregend. Deutlich mehr als jedes künstliche Deodorant oder Parfum. Und wer fürchtet, nicht gut zu riechen bzw. zu schmecken, kann ja das Liebesspiel mit einer gemeinsamen Dusche beginnen.

Sicherheit beim Oralsex

Der Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen und Krankheiten, wie z.B. AIDS, ist extrem wichtig. Niemand sollte am nächsten Tag mit einem unguten Gefühl aufwachen, weil er für einen Moment nicht nachgedacht hat. Im Idealfall sollte man vor dem Geschlechtsverkehr mit einem neuen Partner einen Aids-Test machen. Jedoch auch wenn der Aids-Test negativ ausfällt, existiert das Risiko anderer sexuell übertragbarer Krankheiten!

Zwar ist Oralsex risikoärmer als ungeschützter Anal- und Vaginalverkehr, dennoch besteht ein HIV-Risiko, wenn Sperma bzw. Menstruationsblut in den Mund der Partnerin oder des Partners gelangt. ​Deshalb sollte bei der Fellatio ein Kondom verwendet werden. Beim Cunnilingus verwendet man einen sogenannten Dental Dam. Das ist ein Latextuch, das man beim Oralverkehr über die Vagina der Partnerin legt.

No gos beim ​Oralsex

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das ist richtig. Aber wenn man seinem Partner im Bett näherkommen möchte, statt ihn vor den Kopf zu stoßen, sollte man ein paar Dinge lieber vermeiden. Hier ein paar Beispiele:

Gesten erzwingen
Manche Männer lassen ihre Partnerin bei der Fellatio vor sich niederknien und halten ihren Kopf, um ihr den gewünschten Rhythmus vorzugeben. Das empfinden einige Frauen als unangenehm, da sie das Gefühl haben, lediglich Ventil für seine Lust zu sein statt gleichwertige Partnerin. Zöger also nicht zu protestieren, wenn dir sein Verhalten nicht passt.

Ins Gesicht ejakulieren
Die Ejakulation ins Gesicht der Partnerin sollte nur dann geschehen, wenn es der Wunsch beider Partner ist. Denn dieser Moment kann als sehr erregend empfunden werden – oder eben nicht! Daher ist es äußerst wichtig, sich vorher abzustimmen.

Pornofilme nachturnen
Beim Sex geht es nicht darum, möglichst viele und beeindruckende Stellungen und Praktiken durchzuturnen. Und es geht auch nicht darum, einen Pornofilm nachzustellen. Macht das, was euch gefällt, aber setzt euch nicht unter Druck, irgendeinem Idealbild von Oralsex genügen zu müssen. Zumal Szenen in manchen Pornofilmen arg klischeehaft, unterwürfig oder gar brutal sind. Was natürlich nicht bedeutet, dass der gelegentliche Konsum von (guten!) Pornos keine inspirierende Wirkung haben kann!

Den Partner unter Druck setzen
Jemanden dazu zu zwingen, eine Technik anzuwenden oder etwas mit sich machen zu lassen, was einem nicht gefällt, ist kein Zeichen von Liebe. Es ist vielmehr eine Erniedrigung, bei der der Partner zum reinen Objekt der Lust wird. Liebe bedeutet, dem anderen seine Freiheit zu lassen – selbst wenn er nicht den eigenen Wünschen entspricht.

Die 100 besten Kamasutra-Stellungen:

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