Home / Fit & Gesund / Diät & Ernährung

Fit & Gesund

Fisch: Wie viele Kalorien stecken wirklich in Lachs, Thunfisch & Co.?

von Jane Schmitt Erstellt am 19. November 2008
Fisch: Wie viele Kalorien stecken wirklich in Lachs, Thunfisch & Co.?© Getty Images

Fisch ist gesund und gilt allgemein als Diät-freundliches Nahrungsmittel. Aber wie steht es wirklich um die Kalorien in den verschiedenen Fischsorten? Von Lachs und Thunfisch bis zu Sardine, Forelle &Co. Wir verraten euch, wie kalorienarm Fisch wirklich ist.

Fisch liefert unserem Körper gleich eine ganze Reihe von wichtigen Stoffen, unter anderem die Vitamine A, B2, B6, B12 und D sowie Jod, Omega3 und Omega6-Fettsäuren. Aber wenn es um die Kalorien geht, die so ein Fisch auf den Teller bringt, sieht die Sache schon ganz anders aus. In Sachen Kalorienzufuhr unterscheiden sich die verschiedenen Fischsorten gewaltig voneinander: Manche Sorten sind wahre Kalorienbomben, andere helfen beim Abnehmen. Wir verraten euch, welche Fischsorten zu welcher Kategorie gehören und was uns auch die fettigeren Fische trotz hoher Kalorienzufuhr zu bieten haben.

Kalorienarme Fischsorten

Zu den Fischen, die wenige Kalorien aufweisen, zählen die Scholle, Schellfisch und Rotbarsch ebenso wie Kabeljau, Steinbutt, Hecht und Seezunge.
Auch Tintenfisch, Forelle und Flunder sind arm an Kalorien, aber reich an gesunden Nährstoffen.

Im Durchschnitt kann man bei diesen Fischsorten mit ungefähr 80 kcal/100 g rechnen.

Kalorienarme Fische: Auch eine Frage der Zubereitung

Allgemein versteht es sich wohl von selbst, dass die Zubereitung eine ganz wesentliche Rolle dabei spielt, ob diese kalorienarmen Fischsorten auch so figurfreundlich bleiben, wie sie im Naturzustand daherkommen.
Fettige Soßen zum Hecht oder eine dicke Panade um den Steinbutt machen die Abnehmversuche genauso zunichte wie Fischstäbchen oder frittierte Tintenfischringe. Letztere können es pro 100 Gramm zum Beispiel locker auf 200 Kalorien bringen - ganz im Gegensatz zu Tintenfisch im Naturzustand, der es gerade mal auf ca. 60 Kalorien pro 100 Gramm bringt.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Fisch immer zu dünsten oder schonend zu garen - zum Beispiel zusammen mit Gemüse eingepackt in Alufolie im Ofen oder auf dem sommerlichen Grill. Der Vorteil hierbei: Der kalorienarme Fisch wird wie auf der Zunge zergehen und ist ein wahrer Genuss.

Kalorienreiche Fischsorten

Zu den kalorienreichen Fischen gehören vor allem der Aal, der Lachs, die Makrele, Sardinen und der Hering. Hier muss man durchaus mit 170 Kalorien pro 100 Gramm Fisch und mehr rechnen.

Nicht alle diese Fischsorten muss man allerdings aufgrund ihrer vielen Kalorien mit Verachtung strafen. Alle Meeresfische, die in die Kategorie kalorienreiche Fettfische fallen, sind nämlich wunderbare Lieferanten der Omega3- und Omega6-Fettsäure. Dabei handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für unseren Körper besonders wichtig sind. Sie tragen auch dazu bei, dass wir vor Herz- und Gefäßerkrankungen geschützt werden. Dementsprechend kannst du also ruhig ab und zu einen fetten, kalorienreichen Seefisch auftischen - deine Gesundheit wird es dir danken.

Verarbeitete Produkte aus Fisch: Kalorien pur

Vorsicht ist bei verarbeiteten Fischprodukten geboten. Klar, Fisch ist gesund und oft kalorienarm, er bleibt es aber nicht, wenn er in einer Konserve zusammen mit einer Senfsahnesauce daherkommt oder wenn er paniert oder überbacken auf dem Teller landet. Hier sind einfach zu viele unnötige Kalorien im Fischprodukt vorhanden, die unsere Bemühungen um eine schlanke Figur zunichte machen.

Das beste Beispiel hierfür ist der allseits beliebte Thunfisch: Ihn gibt es in Konserven sowohl eingelegt in minderwertigem Öl als auch eingelegt im eigenen Sud. Wenn du deiner Figur einen Dienst erweisen möchtest, wählst du lieber die Variante im Sud.

Generell ist es gesünder, frischen oder tiefgefrorenen Fisch zu verzehren. Hier kann man dann auch nach Herzenslust seine Kochkünste ausprobieren und leckere Beilagen aus Gemüse zaubern.

Zudem solltest du lieber zu hochwertigen Fischsorten greifen und zu zusammengepressten Fischfilets, die aus Fischresten hergestellt werden und an ihrer merkwürdig quadratischen Form zu erkennen sind. Generell auf tiefgekühlte Ware zurückzugreifen ist - wenn die Qualität stimmt - allerdings legitim.

Kalorienfalle: Fast Food-Fisch

Fast Food Restaurants sind clevere Verführer. Da denkt man sich: Heute mal keinen Burger mit fettiger Bulette, sondern lieber mal etwas mit Fisch und wenigen Kalorien und was bekommt frau? Natürlich die gleiche Kalorienbombe, nur dass Fisch statt Fleisch darin enthalten ist.

Verantwortlich dafür sind die fetten Saucen, die fetttriefende Panade um die Fisch-Bulette und das ungesunde Weißbrot, die den Kaloriengehalt in die Höhe schnellen lassen. Abgesehen davon ist der Geschmack eines solchen fragwürdigen kalorienreichen Fisch-Burgers in keinem Fall mit einem selbstzubereiteten frischen Fisch zu vergleichen.

Fisch verantwortungsbewusst essen

Viele Speisefische sind zwar sehr beliebt und ihre Inhaltsstoffe fördern unsere Gesundheit. Dennoch sollte man beim Fischeinkauf nicht nur auf Kalorien und den eigenen Genuss achten, sondern auch darauf, was mit der Natur vereinbar ist. Viele Fischbestände sind überfischt, sodass die betroffenen Arten auf lange Sicht ernsthaft gefährdet sind.

Als verantwortungsvoller Verbraucher sollten Sie daher unter anderem auf Alaska-Seelachs, Dornhai, Heilbutt, Dorade, Granatbarsch, blauen Seehecht, Kabeljau, Schellfisch, Steinbeißer und viele andere Fischsorten verzichten. Auch die zwar kalorienreiche, aber gesunde Makrele ist inzwischen leider gefährdet. Ausführliche Verbraucherinformationen zum Thema Schutz von gefährdeten Fischen hält Greenpeace bereit.

Lachs zubereiten: Außen knusprig und innen saftig

Video von Diane Buckstegge

Das könnte dich auch interessieren:

Fisch zubereiten: Super einfach & schnell

Gesundes vom Rost: Die leckersten Grillrezepte mit Fisch

Kleiner Fisch, große Wirkung: Jodhaltige Nahrungsmittel im Überblick