Home / Mama / Baby & Kleinkind

Mama

Warum weint mein Baby im Schlaf? Ursachen und hilfreiche Tipps

von Anne Walkowiak Erstellt am 28. Februar 2020
Warum weint mein Baby im Schlaf? Ursachen und hilfreiche Tipps© Getty Images

Wenn Babys im Schlaf weinen, jammern oder gar schreien, ist das erschreckend für Eltern. Warum sie das tun und wie ihr am besten darauf reagiert, verraten wir.

Für Eltern gibt es gerade am Anfang kaum etwas Schöneres, als ihr friedlich schlafendes Baby zu beobachten. Dann fallen Sorgen und Last des Tages ab und Mama und Papa können ein bisschen durchatmen. Aber was, wenn das Baby eben nicht friedlich schläft? Wenn es zwar wegdöst, aber nach kurzer Zeit im Schlaf weint, jammert oder gar schreit?

Oft macht sich eine gewisse Hilflosigkeit bei den Eltern breit, die nicht wissen, wie sie ihrem Kind helfen können. Soll man es auf den Arm nehmen und trösten oder lieber in seinem Bettchen liegen lassen?

Dass Babys in den ersten Wochen und Monaten vermehrt weinen, ist nicht ungewöhnlich. Denn es ist ihre Art sich der Umgebung mitzuteilen. Bei Hunger, Durst, einer vollen Windel oder Bauchschmerzen weinen Babys. Und manchmal machen sie das eben auch im Schlaf. Aber warum eigentlich?

Videotipp: 4 Tipps, damit das Baby endlich die Nacht durchschläft

Video von Inga Back

Ursachen: Darum weinen Babys im Schlaf

Babys müssen jede Kleinigkeit, die wir Erwachsenen für selbstverständlich erachten, erst kennenlernen. Licht und Dunkelheit, Kälte und Wärme, Geräusche und Stille – all das und noch viel mehr hinterlässt jeden Tag unzählige Eindrücke bei deinem Baby.

In den ersten Wochen seines Lebens rauscht vieles davon noch an ihm vorbei, denn Neugeborene schlafen sehr viel. Doch je wacher und aufmerksamer dein Kind mit den Monaten wird, desto mehr Eindrücke und Reize nimmt es wahr. Und diese muss dein Kind verarbeiten.

Das passiert im Schlaf. Und je nachdem, welche Gefühle die Beobachtungen des Tages in deinem Kind wecken, reagiert es darauf unterschiedlich im Schlaf. Dass dein Baby mal im Schlaf weint und danach direkt wieder lacht, ist also gar nicht ungewöhnlich.

Babys träumen im Übrigen auch ganz anders als wir Erwachsene. Sie wechseln während einer Nacht viel häufiger zwischen Tiefschlaf- und Traumschlafphase. Das erklärt zum einen, warum sie öfter aufwachen, aber auch, warum sie sich auch während des Schlafs vermehrt bemerkbar machen.

Neben den Eindrücken des Tages können auch Hunger, Blähungen oder Frieren und Schwitzen zu nächtlichem Weinen oder Wimmern führen.

Auch interessant: Blähungen beim Baby: SOS-Hilfe gegen Bauchweh

Baby weint im Schlaf: hilfreiche Tipps

Wird dein Baby nachts wach und weint, dann tut es das, weil es deine Hilfe braucht. Sei es, weil die Windel voll ist, es Hunger hat oder einfach deine Nähe braucht. In diesem Fall kann man das Kind getrost auf den Arm nehmen und beruhigen, bzw. ihm helfen.

Auch interessant: Das perfekte Babybett finden: Tipps und Empfehlungen

Weint dein Baby im Schlaf und wird nicht davon wach, solltest du es nicht hochnehmen und so eventuell wecken. Besser ist, wenn du ihm durch Auflegen deiner Hand Nähe gibst oder ihm durch das Summen eines Kinderliedes oder ruhiges Zuflüstern signalisierst, dass du da bist.

Vermutlich weint oder jammert dein Kind im Schlaf, weil es etwas träumt. Spürt es, dass du in der Nähe bist, fühlt es sich geborgen und hört aller Wahrscheinlichkeit nach auf zu weinen.

Beobachtest du, dass dein Kind nach einem sehr hektischen oder erlebnisreichen Tag unruhig schläft und vielleicht auch im Schlaf jammert oder weint, liegt das vermutlich daran, dass es zu viele Reize verarbeiten muss. Plant am besten für den folgenden Tag deshalb weniger Aktivitäten. Das hilft deinem Baby, das Erlebte der Tage davor zu verarbeiten, ohne es direkt mit neuen Reizen zu überfordern.

Beobachtest du, dass dein Baby regelmäßig unruhig schläft oder im Schlaf weint und jammert, solltest du mit ihm zum Kinderarzt gehen. Vielleicht stecken Koliken oder andere Beschwerden dahinter.

Lesetipp: SOS-Tipps für 5 typische Situationen, in denen dein Baby weint

Abendroutine hilft deinem Baby beim Schlafen

Babys lieben Routine, denn die hilft ihnen dabei, zu verstehen, was passiert. Das gilt ganz besonders für die Schlafenszeit am Mittag oder Abend. Weiß dein Baby, dass nach dem Zähneputzen und der Gute-Nacht-Geschichte das Bett wartet, kommt es schneller zur Ruhe und kann besser ein-, aber auch durchschlafen.

Hast du also einen unruhigen oder sehr leichten Schläfer zu Hause, versuche ihm so viel Routine wie möglich zu bieten.

Lesetipp: 8 geniale Tipps, mit denen dein Kind abends besser einschläft

Mein Baby schreit im Schlaf: Was steckt dahinter?

Im Alter zwischen zwei und sechs Jahren kann es vorkommen, dass Kinder nachts hochschrecken und schreien, dabei aber keinesfalls wach sind. In einem solchen Fall kann es sich um den sogenannten Nachtschreck handeln.

Der Nachtschreck tritt oft in den ersten drei Stunden nach dem Einschlafen auf – in einer Phase, in welcher Kinder noch nicht träumen. Begleitet wird der Nachtschreck oft von schreien, rufen oder auch um sich treten.

Auch das kann für Eltern sehr erschreckend sein, denn das Kind ist beim Nachtschreck nicht ansprechbar, obwohl es wach wirkt. Am besten lässt man es deshalb – so schwer es einem fallen mag – in seinem Bett liegen und versucht nicht, es zu wecken.

Stattdessen sollte man ruhig und leise mit dem Kind reden und ihm so Sicherheit vermitteln. Außerdem sollte man aufpassen, dass sich das Kind nicht verletzen kann, wenn es beispielsweise um sich schlägt.

Übrigens: Am nächsten Tag kann sich das Kind nicht daran erinnern.

Auch interessant: Hallo, Sandmännchen! Die besten Einschlafhilfen fürs Baby