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Blähungen beim Baby: SOS-Hilfe gegen Bauchweh

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 23. Oktober 2018
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Es drückt, zwickt und tut einfach nur weh - kein Wunder, dass die Kleinen bei Blähungen untröstlich sind. Blähungen beim Baby kommen gerade in den ersten Monaten oft vor und sind eine enorme Belastung für Mama und Kind.

Mit Blähungen, also zu viel Luft im Bauch, quälen wir Erwachsenen uns schon mal rum, wenn wir zu fettig gegessen oder Kohl und Hülsenfrüchte auf dem Teller gehabt haben. Blähungen beim Baby sind ganz ähnlich, doch leider können die Kleinen noch nicht sprechen und klipp und klar sagen: "Mama, mein Bauch tut weh". Sie können nur schreien - und wer ein Baby hat, der weiß: Schreien kann viele Ursachen haben. Wie erkennt man als besorgte Eltern, dass das Kind tatsächlich Blähungen hat?

Blähungen beim Baby: typische Symptome

Bei Blähungen tut das Bäuchlein weh. Das Baby zieht deswegen oft erst die Beine ruckartig an den Körper, um sie danach wieder auszustrecken. Daneben ist es unruhig und weint. Oft treten die Blähungen beim Baby nachmittags oder abends auf.

Was verursacht die Blähungen beim Baby?

Die durch die Luft im Bauch hervorgerufenen Schmerzen können verschiedene Ursachen haben.

Zum einen ist das Verdauungssystem des Babys in den ersten Monaten nach der Geburt noch nicht ganz ausgereift und kann Beschwerden verursachen.

Zum anderen gelangt oft beim Trinken Luft in den Bauch. Blähungen treten beim Baby öfter auf, wenn es das Fläschchen bekommt. Doch auch beim Stillen passiert es, dass die Kleinen zu hastig trinken und dann zu viel Luft in den Bauch gelangt. Das Bäuerchen nach dem Trinken ist deswegen sehr wichtig.

Mehr Informationen zur Verdauung bei Säuglingen (egal ob sie gestillt, mit Fläschchen oder Brei ernährt werden) findest du bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Eine weitere Ursache für Blähungen beim Baby kann die Nahrung der stillenden Mama sein. Durch die Muttermilch gelangen Inhaltsstoffe in den Bauch des Babys.
Schwer verdauliche Lebensmittel sind zum Beispiel:

  • Kohl,
  • Hülsenfrüchte,
  • Pilze,
  • Zwiebeln.

Hat das Kind oft Bauchschmerzen, sollte die Mutter mal darauf achten, was sie vorher gegessen hat.

In seltenen Fällen kommen die Blähungen beim Baby von einer Lebensmittelunverträglichkeit, zum Beispiel einer Milchzuckerallergie, wenn das Kind ein Fläschchen bekommt. Um das auszuschließen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn das Baby sehr viel und nach jeder Mahlzeit schreit.

5 Hausmittel: Das hilft gegen die Blähungen beim Baby

Wir Erwachsenen trinken gegen die Blähungen einen Kräutertee. Doch was hilft beim Baby? Eine Patentlösung gibt es leider nicht, doch ein paar Hausmittel, die sehr gute Erfolge erzielen.

1. Fliegergriff
Ein guter Trick, um die Blähungen beim Baby zu lösen, ist der sogenannte Fliegergriff. Dafür wird das Baby mit dem Bauch nach unten auf den Unterarm gelegt, der Kopf wird mit den Händen gestützt. Größere Kinder können statt auf den Unterarm auch auf die Knie gelegt werden.

2. Baby-Massage
Um die Luft im Bauchraum zu lösen, hat sich auch eine Bauch-Massage bewährt. Dafür nimmt man Zeige- und Mittelfinger und zieht damit auf Babys Bauch im Uhrzeigersinn sanfte Kreise.

3. Fencheltee
Auch Babys dürfen schon ein wenig Fencheltee trinken. Wahlweise, wenn die Blähungen schon da sind oder als Vorbeugemaßnahme, wenn das Baby zu Bauchschmerzen neigt.

4. Warmes Körnerkissen
Wärme löst Blähungen - auch beim Baby. Wer ein Körnerkissen gegen das Bauchweh einsetzt, sollte sehr vorsichtig sein, sonst kommt es schnell zu Verbrennungen. Das Kissen nicht zu heiß machen und immer ein Tuch zwischen Kissen und Babys Bauch legen.

5. Homöopathische Mittel
Globuli, Schüssler Salze: Manche schwören auf homöopathische Mittel - auch beim Baby. Hier sollte man sich auf jeden Fall vom Fachmann beraten lassen und sich genau an die Anweisungen halten.

Sollte das alles nicht helfen, und ihr habt Sorge, es könnte eine Erkrankung hinter den schmerzhaften Blähungen eures Kindes stecken, wendet euch am besten an euren Kinderarzt. Er kann die Sache abklären und euch auch mit praktischen Tipps zur Seite stehen.

So beugt man Blähungen beim Baby vor

Neben der richtigen Nahrung für die Mutter, kann man beim Füttern des Babys auf einige Dinge achten.

1. Beim Stillen: Wer stillt, sollte schauen, dass das Baby nicht nur die Brustwarze in den Mund nimmt, sondern noch das Gewebe drum herum.

2. Beim Fläschchen: Wird das Fläschchen gegeben, sollte die Saugeröffnung altersgerecht sein und zur Nahrung passen. Nach dem Füttern das Bäuerchen nicht vergessen!

Quellen:

Mehr Informationen &Tipps gegen Blähungen beim Baby findest du auf den folgenden Informationsportalen:

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