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Beikostplan: Die optimale Babynahrung für das erste Jahr

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 5. November 2019
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Endlich ist es soweit, langsam lernt dein Baby zu essen. Durch den Beikostplan erfährst du direkt, wie du dabei vorgehen solltest.

Nach rund vier Monaten Mutter- oder Flaschenmilch ist es an der Zeit, das Baby an neue Lebensmittel zu gewöhnen. Zum einen benötigt das Kind langsam mehr Nährstoffe, zum anderen zeigt es auch von sich aus immer mehr Interesse an Essen.

So weit, so gut. Aber wie geht man dabei vor? Gerade zu diesem Thema gibt es scheinbar unerschöpfliche Mengen an sinnvollen und weniger sinnvollen Ratschlägen, Verboten und Trends. Wir haben das Wichtigste für euch zusammengefasst.

Beikoststart: Wann ist dein Baby bereit für Essen?

Die Frage, ab wann Beikost eingeführt werden sollte, stellen sich alle jungen Eltern. Grundsätzlich gilt: Wenn ihr bemerkt, dass euer Baby anfängt mit den Augen mitzuessen, als könnte es kaum abwarten, bis der Löffel endlich in seine Richtung wandert, dann ist es Zeit, dass ihr es mit Beikost vertraut macht. In der Regel ist das mit Beginn des 5. bis zum Ende des 6. Lebensmonats. Selbstverständlich entwickelt sich jedes Kind ganz individuell. Sobald es den Kopf alleine halten kann, aufrecht sitzt und sich vielleicht schon der erste Zahn zeigt, ist es bereit.

Bitte beachtet: ​Vor Ende des 4. Lebensmonats sind die Verdauungsorgane eures Kindes noch nicht bereit für Beikost – euer Kind wird dann mit Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Bauchschmerzen auf die Beikost reagieren.

Was ist Beikost?

Beikost ist, wie der Name bereits verrät, eine Ergänzung zu den Milchmahlzeiten, denn diese bleiben im ersten Lebensjahr auch die Hauptnahrungsquelle des Babys. Damit aber der steigende Nährstoffbedarf gedeckt wird, sollte langsam zugefüttert werden.

Achtung: Bitte verwechselt Beikost nicht mit Breikost.

Beikost kochen: Woraus besteht der erste Brei?

Die Beikost startet ihr mit einem fein pürierten Gemüsebrei. Am besten eignet sich Gemüse wie Möhren, Pastinaken oder Kürbis. Achtet darauf, dass die erste 'feste' Nahrung eures Babys wirklich nur aus einer Gemüsesorte besteht, damit sich das Kind an den neuen Geschmack gewöhnen kann. So könnt ihr auch feststellen, ob vielleicht eine Unverträglichkeit oder Allergie besteht. Für den Anfang genügen zwei bis drei Teelöffel, dann wird die Menge langsam gesteigert.

Kocht die Beikost einfach mit dem Gemüse eurer Wahl in einem Wasserbad und püriert es anschließend mit ein paar Esslöffeln des Kochwassers. Lasst euer Kind bestimmen, wie viel der ersten Beikost es essen will. Es geht am Anfang wirklich nur um die Gewöhnung an Geschmack und Konsistenz.

Nimmt euer Kind die Beikost gut an, dann ergänzt den Gemüsebrei mit einem Esslöffel Rapsöl und einem Schuss Orangensaft. Das Öl hilft dabei, dass der Körper eures Babys die fettlöslichen Vitamine besser aufnehmen kann, der Saft, bzw. Vitamin C, unterstützt die Aufnahme von Eisen.

Möhrenbrei für Babys: So einfach könnt ihr den Klassiker selbst zubereiten

So könnte der Beikostplan zwischen dem 5. und 7. Monat aussehen:

  • Die erste Mahlzeit am Morgen: Muttermilch oder Anfangsmilch (nach Bedarf auch vormittags)
  • Das Mittagsmenü: Gemüsebrei + Muttermilch oder Anfangsmilch (zum Sattwerden)
  • Am Nachmittag gibt es dann nochmal Muttermilch oder Anfangsmilch
  • Abends noch einmal Muttermilch oder Anfangsmilch

​Ungefähr nach vier weiteren Wochen darf es zum Mittagsbrei schon etwas mehr sein:

  • Gemüse-Kartoffel-Brei + Muttermilch oder Anfangsmilch (nach Bedarf zum Sattwerden)

  • Später können ruhig auch zwei Gemüsesorten, die dann auch mit püriertem Fisch oder Fleisch erweitert werden, gefüttert werden. Nach weiteren vier Wochen könnte die Mittagsmahlzeit so aussehen: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei + Getränk (Wasser)

Selbstverständlich ist jedes Kind verschieden, auch in seiner Entwicklung. Manche Kinder brauchen etwas mehr Zeit und Geduld bis sie einen ganzen Mittagsbrei schaffen. Drängt ihnen den Brei nicht auf, sondern versucht es immer wieder. Irgendwann findet jedes Kind Gefallen an seiner Beikost bzw. seinem Brei.

Gemüsebrei für das junge Gemüse

Diese Gemüsesorten bieten sich am besten für den Beikost-Start an: Möhren, Fenchel, Pastinaken, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kürbis und Zucchini.

Nach einiger Zeit könnt ihr Kartoffeln untermischen. Eine Mahlzeit entspricht dann circa 100g Gemüse und 50g Kartoffeln.

Zusätzlich zu den Milchmahlzeiten und den ersten Breimahlzeiten ist es wichtig, dass ihr eurem kleinen Schützling auch etwas zu trinken anbietet. Ideal sind stilles Wasser, sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees.

Babys Ernährung mit 12 Monaten

Gegen Ende des 1. Lebensjahres könnte der Speiseplan eures Kindes folgendermaßen aussehen:

  • morgens eine Milchmahlzeit
  • mittags ein Gemüse-Kartoffel-(Fleisch-) Brei
  • nachmittags ein Getreide-Obst-Brei
  • abends ein Milch-Getreide-Brei
  • nachts wird nach Bedarf gestillt bzw. die Flasche gegeben


Dabei solltet ihr euch jedoch weniger an einem Plan orientieren, als vielmehr an eurem Kind. ​​Schnell genug wollen es die Kleinen selbst in die Hand nehmen und versuchen selbstständig zu essen – ganz wie die Großen.

Babys können ideal mit gekaufter oder selbstgemachter Bei- und Breikost ernährt werden. Am besten ist vermutlich eine Mischung aus beiden Varianten.

​Kartoffeln, Gemüse & Fleisch: Babybrei selber kochen geht ganz leicht!

​Wollt ihr die Beikost selbst zubereiten, solltet ihr die Zutaten langsam dünsten, damit die wichtigen Nährstoffe erhalten bleiben. Anschließend werden die Zutaten mit etwas Garwasser zu einem Brei püriert. Hier ist es natürlich sinnvoll etwas mehr vorzukochen und in kleinen Portionen zu konservieren. So habt ihr bei Bedarf rasch eine Mahlzeit parat.

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Quellen:

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