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Beikostplan: So einfach führst du Babys ersten Brei ein

von Anne Walkowiak ,
Beikostplan: So einfach führst du Babys ersten Brei ein© Getty Images
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Zeigt dein Kind mit vier bis sechs Monaten Interesse an deinem Essen, dann ist es so weit für seine erste Beikost. Wie man bei der Einführung von Brei und Co. vorgeht und worauf man achten sollte, erklären wir euch ratzfatz.

Video von Jessica Jung
Inhalt
  1. · Beikoststart: Wann ist dein Baby bereit für Essen?
  2. · Was ist Beikost?
  3. · Beikost kochen: Woraus besteht der erste Brei?
  4. · So könnte der Beikostplan zwischen dem 5. und 7. Monat aussehen:
  5. · Gemüsebrei für das junge Gemüse
  6. · Babys Ernährung mit 12 Monaten

Mutter- und Flaschenmilch deckt in den ersten Lebensmonaten eines Babys den Nährstoffbedarf ideal ab. Noch dazu ist sie leicht verdaulich und erleichtert es Babys Körper, die Mahlzeiten zu verdauen. Zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat dann, bemerkt man, dass der Nachwuchs plötzlich auf Mamas und Papas Löffel schielt und sogar den Mund öffnet, wenn der mal in seine Richtung wandert. Genau dann ist die Zeit gekommen, mit dem ersten, ganz einfachen Babybrei zu starten. Ein Meilenstein.

Auch lesen: Babybrei selber kochen: Leckere Rezepte und wertvolle Tipps

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Aber wie geht man dabei vor? Gerade zu diesem Thema gibt es scheinbar unerschöpfliche Mengen an sinnvollen und weniger sinnvollen Ratschlägen, Verboten und Trends. Wir haben das Wichtigste für euch zusammengefasst.

Beikoststart: Wann ist dein Baby bereit für Essen?

Die Frage, ab wann Beikost eingeführt werden sollte, stellen sich alle jungen Eltern. Grundsätzlich gilt: Wenn ihr bemerkt, dass euer Baby anfängt mit den Augen mitzuessen, als könnte es kaum abwarten, bis der Löffel endlich in seine Richtung wandert, dann ist es Zeit, dass ihr es mit Beikost vertraut macht. In der Regel ist das mit Beginn des 5. bis zum Ende des 6. Lebensmonats. Selbstverständlich entwickelt sich jedes Kind ganz individuell. Sobald es den Kopf alleine halten kann, aufrecht sitzt und sich vielleicht schon der erste Zahn zeigt, ist es bereit.

Bitte beachtet: ​Vor Ende des 4. Lebensmonats sind die Verdauungsorgane eures Kindes noch nicht bereit für Beikost – euer Kind wird dann mit Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Bauchschmerzen auf die Beikost reagieren.

Was ist Beikost?

Beikost ist, wie der Name bereits verrät, eine Ergänzung zu den Milchmahlzeiten, denn diese bleiben im ersten Lebensjahr auch die Hauptnahrungsquelle des Babys. Damit aber der steigende Nährstoffbedarf gedeckt wird, sollte langsam zugefüttert werden.

Achtung: Bitte verwechselt Beikost nicht mit Breikost.

Auch lesen: Babybrei aus dem Thermomix: gesunde Rezepte für dein Baby

Beikost kochen: Woraus besteht der erste Brei?

Die Beikost startet ihr mit einem fein pürierten Gemüsebrei. Am besten eignet sich Gemüse wie Möhren, Pastinaken oder Kürbis. Achtet darauf, dass die erste 'feste' Nahrung eures Babys wirklich nur aus einer Gemüsesorte besteht, damit sich das Kind an den neuen Geschmack gewöhnen kann. So könnt ihr auch feststellen, ob vielleicht eine Unverträglichkeit oder Allergie besteht. Für den Anfang genügen zwei bis drei Teelöffel, dann wird die Menge langsam gesteigert.

Kocht die Beikost einfach mit dem Gemüse eurer Wahl in einem Wasserbad und püriert es anschließend mit ein paar Esslöffeln des Kochwassers. Lasst euer Kind bestimmen, wie viel der ersten Beikost es essen will. Es geht am Anfang wirklich nur um die Gewöhnung an Geschmack und Konsistenz.

Nimmt euer Kind die Beikost gut an und verdrückt auch schon eine größere Portion, dann ergänzt den Gemüsebrei mit einem Esslöffel Rapsöl und einem Schuss Orangensaft. Das Öl hilft dabei, dass der Körper eures Babys die fettlöslichen Vitamine besser aufnehmen kann, der Saft, bzw. das darin enthaltene Vitamin C, unterstützt die Aufnahme von Eisen.

Lies auch: Babybrei selber kochen: Leckere Rezepte und wertvolle Tipps

So könnte der Beikostplan zwischen dem 5. und 7. Monat aussehen:

  • Die erste Mahlzeit am Morgen: Muttermilch oder Anfangsmilch (nach Bedarf auch vormittags)
  • Das Mittagsmenü: Gemüsebrei + Muttermilch oder Anfangsmilch (zum Sattwerden)
  • Am Nachmittag gibt es dann nochmal Muttermilch oder Anfangsmilch
  • Abends noch einmal Muttermilch oder Anfangsmilch

​Ungefähr nach vier weiteren Wochen darf es zum Mittagsbrei schon etwas mehr sein:

  • Gemüse-Kartoffel-Brei + Muttermilch oder Anfangsmilch (nach Bedarf zum Sattwerden)

Dafür püriert ihr Gemüse und Kartoffeln im Verhältnis 2:1, also beispielsweise 100 g Möhren und 50 g Kartoffeln. Rapsöl und O-Saft gehören auch hier noch dazu. Euer Baby wird vermutlich nicht die ganze Schüssel schaffen. Teilt die Portion also vorher auf, füttert, was euer Baby schafft und stellt den Rest für das nächste Mittagessen in den Kühlschrank.

Zu lange solltet ihr den Brei allerdings nicht im Kühlschrank aufbewahren. Möchtet ihr direkt einen großen Topf kochen, einfach, um ein wenig Zeit zu sparen, friert ihn portionsweise ein. Idealerweise lasst ihr die Portionen langsam im Kühlschrank auftauen. Dafür also am Vortag den Brei aus der Tiefkühltruhe in den Kühlschrank packen.

Vertilgt euer Nachwuchs auch den Gemüse-Kartoffel-Brei problemlos, könnt ihr ihn durch Fleisch oder Fisch ergänzen. Auf 100 g Gemüse und 50 g Kartoffeln kommen dann ca. 30 g püriertes Fleisch oder Fisch. Rapsöl und Orangensaft dürft ihr weiterhin dazu tun, um dem Körper eures Kindes die Aufnahme von Eisen zu erleichtern.

  • Später können ruhig auch zwei Gemüsesorten, die ebenfalls mit püriertem Fisch oder Fleisch erweitert werden, gefüttert werden. Nach weiteren vier Wochen könnte die Mittagsmahlzeit so aussehen: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei + Getränk (Wasser)

Das heißt, die Milchmahlzeit am Mittag fällt nun weg, denn ihr habt mit der Mischung aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch bzw. Fisch eine vollwertige Mahlzeit gekocht. Damit der Verdauungstrakt eures Kindes aber nicht ins Stocken gerät, solltet ihr unbedingt Wasser oder ungesüßten Tee zum Essen reichen.

Selbstverständlich ist jedes Kind verschieden, auch in seiner Entwicklung. Manche Kinder brauchen etwas mehr Zeit und Geduld bis sie einen ganzen Mittagsbrei schaffen. Drängt ihnen den Brei nicht auf, sondern versucht es immer wieder. Irgendwann findet jedes Kind Gefallen an seiner Beikost bzw. seinem Brei.

Lesetipp: Gesunde Ernährung für Babys & Kleinkinder: Darauf solltet ihr achten

Gemüsebrei für das junge Gemüse

Diese Gemüsesorten bieten sich am besten für den Beikost-Start an: Möhren, Fenchel, Pastinaken, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kürbis und Zucchini.

So wie ihr den ersten Mittagsbrei eingeführt habt, geht ihr auch bei den anderen Milchmahlzeiten vor. Gebt eurem Kind und seinem Körper immer ausreichend Zeit, sich an das neue Essen zu gewöhnen und entwöhnt es langsam von der Milchmahlzeit.

Babys Ernährung mit 12 Monaten

Gegen Ende des 1. Lebensjahres könnte der Speiseplan eures Kindes folgendermaßen aussehen:

  • morgens eine Milchmahlzeit
  • mittags ein Gemüse-Kartoffel-(Fleisch-) Brei
  • nachmittags ein Getreide-Obst-Brei
  • abends ein Milch-Getreide-Brei
  • nachts wird nach Bedarf gestillt bzw. die Flasche gegeben


Dabei solltet ihr euch jedoch weniger an einem Plan orientieren, als vielmehr an eurem Kind. ​​Schnell genug wollen es die Kleinen selbst in die Hand nehmen und versuchen selbstständig zu essen – ganz wie die Großen.

Babys können ideal mit gekaufter oder selbstgemachter Bei- und Breikost ernährt werden. Am besten ist vermutlich eine Mischung aus beiden Varianten.

​Kartoffeln, Gemüse & Fleisch: Babybrei selber kochen geht ganz leicht!

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​Wollt ihr die Beikost selbst zubereiten, solltet ihr die Zutaten langsam dünsten, damit die wichtigen Nährstoffe erhalten bleiben. Anschließend werden die Zutaten mit etwas Garwasser zu einem Brei püriert. Hier ist es natürlich sinnvoll etwas mehr vorzukochen und in kleinen Portionen zu konservieren. So habt ihr bei Bedarf rasch eine Mahlzeit parat.

Video-Rezept: Babybrei selber machen: Haferflocken mit Apfelmus

Quellen:


Wichtiger Hinweis zum Schluss: Die Informationen und Tipps in diesem Artikel sind lediglich Anregungen. Jedes Kind ist anders und reagiert auf seine eigene Art und Weise. Es ist deshalb wichtig, dass du auf dein Kind eingehst und so herausfindest, welcher Weg der beste für euch ist.

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