Home / Mama / Baby & Kleinkind / Das gehört in die Hausapotheke für Babys

Mama

Das gehört in die Hausapotheke für Babys

von Anne Walkowiak Erstellt am 23. Mai 2020
© Getty Images

Das Leben mit Baby und Kind ist immer ein bisschen unvorhersehbar. Deshalb gibt es ein paar DInge, die man mit Baby immer in der Hausapotheke haben sollte.

Es ist fast ein bisschen verhext, aber wenn man ein Baby oder Kleinkind zu Hause hat, dann kann man sich sicher sein, dass es in den meisten Fällen an den Tagen krank wird, an denen kein Kinderarzt auf hat. Eine gut ausgestattete Hausapotheke ist für Eltern deshalb ein Muss.

Selbstverständlich sollte ein krankes Baby nicht auf eigene Faust behandelt werden. Nur ein Arzt kann eine akurate medizinische Einschätzung zum Gesundheitszustand geben. Hat das Baby aber nichts akutes oder lebensbedrohliches und die Praxis ist aufgrund eines Feier- oder Sonntags geschlossen, dann muss man nicht zwangsläufig in die Notfallpraxis fahren.

Für kleine Wehwehchen und Unwohlsein beim Baby kann man sich wappnen. Aber was gehört in die Hausapotheke für Babys?

Lies auch: Schnelle Hilfe: Die 10 besten Hausmittel für Kinder und Babys

Hauspotheke Baby: Was sollte immer im Haus sein?

Wichtig ist, Babys und kleine Kinder sollten niemals Medikamente, Sprays oder Salben bekommen, die nicht speziell für sie gemacht sind. Medikamente für Erwachsene sind tabu für Kinder. Bevor ihr eurem Kind etwas gebt, lest immer den Beipackzettel, achtet auf Alters- und Mengenangaben. Selbst zu harmlos scheinenden Salben, die man beispielsweise zum Kühlen nach dem Umknicken auf den Knöchel schmieren kann, gibt es Altersangaben. Haltet euch strikt daran.

Möchtet ihr eure Hausapotheke um Mittel und Medikamente für Babys erweitern, sprecht am besten mal mit eurem Kinderarzt. Er wird euch mit Rat und Tat zur Seite stehen und kann auf seine langjährige Berufserfahrung zurückblicken.

Hausapotheke Baby: Das Verbandsmaterial

Eines gehört in wirklich jede Hausapotheke, egal ob Kinder im Haus wohnen oder nicht: Verbandsmaterial.
Dazu zählen:

  • Pflaster in verschiedenen Größen
  • sterile Wundpflaster in verschiedenen Größen
  • Mullbinden, Brandwundauflage, Dreieckstuch
  • Verbandsschere
  • Desinfektionsmittel (zum Säubern von Wunden)
  • Einmalhandschuhe
  • evtl. Leinentuch für Umschläge

Hausapotheke Baby: generelle Hilfsmittel

Außerdem wichtig für jeden Haushalt:

  • (digitales) Fieberthermometer (für Babys und zum Messen der Temperatur im After gibt es spezielle digitale Thermometer mit flexibler Spitze, um Verletzungen vorzubeugen)
  • Wärmflasche oder Kirschkernkissen
  • Taschenlampe (z.B. zur Kontrolle der Pupillen nach einer Kopfverletzung. Hinweis: Ein Kind mit einer Kopfverletzung sollte am besten immer einem Kinderarzt vorgestellt werden.)

Video-Tipp: 4 Tipps, damit das Baby endlich die Nacht durchschläft

Video von Inga Back

Hausapotheke Baby: Die wichtigsten Medikamente

Die häufigste 'Erkrankung' bei Babys ist der Infekt. Tatsächlich sind bis zu acht Infekte im Jahr bei Kleinkindern ganz normal. Oft äußern sie sich durch eine verstopfte und laufende Nase und/ oder einen Husten. Auch eine erhöhte Temperatur oder Fieber sind keine Seltenheit bei Babys und Kleinkindern.

Nicht jeder Infekt muss medikamentös behandelt werden, denn das Immunsystem eines Babys muss sich erst entwickeln. Sprich immer mit einem Arzt, bevor du deinem Kind etwas verabreichst. Hier Medikamente, die deinem Baby einen Infekt erleichtern können:

  • Zäpfchen oder Saft gegen Fieber und Schmerzen (bei Babys spricht man ab einer Körpertemperatur von 38,5 Grad Celsius von Fieber. Ab einer Temperatur von 39,5 Grad Celsius hat ein Kind hohes Fieber)
  • abschwellende Nasentropfen für verstopfte Babynasen ('normale' Nasentropfen haben eine zu hohe Konzentration)

Und das solltest du in deiner Hausapotheke auch immer vorrätig haben:

  • Wund- und Heilsalbe
  • Zugsalbe (für Splitter)
  • Antihistamin-Gel (gegen Insektenstiche oder Sonnenbrand)
  • Zinksalbe (gegen einen wunden Po)

Auch interessant: Fieber beim Baby: Das hilft dem kranken Kind

Hausapotheke Baby: Die besten Tees

Manch ein Wehwehchen lässt sich auch mit einem Tee behandeln. Gerade am Anfang leiden Babys oft unter Blähungen oder auch mal Verstopfung. Hier kann ein einfacher Fenchel-, Kümel-, Anistee Abhilfe schaffen. Bei Bauchschmerzen, aber auch bei einem durchbrechenden Zahn kann Kamillentee beruhigend wirken.

Vorsicht bei Pfefferminztee, dem man nachsagt, gegen Übelkeit zu helfen. Der ist für Babys und Kleinkinder ungeeignet, denn die Wirkung der Minze auf den noch nicht vollständig entwickelten Magen-Darm-Trakt von Babys ist zu stark.

Hausapotheke Baby: Medikamente richtig und sicher aufbewahren

Wichtig ist, dass ihr Medikamente, Salben oder auch Globuli immer so aufbewahrt, dass sie für Kinder unerreichbar sind. Am besten also, ihr packt sie in einen Medizinschrank, idealerweise mit Schloss, und hängt diesen in einer Kammer oder einer versteckten, aber gut zugänglichen Ecke auf.

Achtung: Das Badezimmer oder die Küche sind nicht der ideale Ort für einen Medizinschrank.

Auch wichtig: Medikamente immer in der Originalverpackung samt Beipackzettel aufbewahren. Darauf findet sich das Haltbarkeits-/ Verwendungsdatum. Flüssige Arzneimittel sind nach Anbruch oft nur begrenzt verwendbar. Man sollte deshalb am besten vermerken, wann man das Medikament geöffnet hat.

Der Medizinschrank sollte regelmäßig entrümpelt werden. Abgelaufene Medikamente können problemlos im Hausmüll entsorgt werden.

Quellen:
Kinder- und Jugendärzte im Netz
Onmeda.de