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Plötzlich war er bewusstlos: Was ich erlebt habe, als mein Sohn einen Fieberkrampf hatte!

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 17. Januar 2017

Ich hatte das Gefühl, ich hätte als Mutter versagt.

Es war an einem kalten Januar-Tag 2013 und mein Sohn, von einem fiesen Magen-Darm-Virus und Fieber geschwächt, war gerade auf meinem Schoss eingeschlafen. Und plötzlich war er da, der Moment, vor dem ich mich seit der Geburt meines Zweieinhalbjährigen immer gefürchtet habe. Ein Moment völliger Hilflosigkeit. Der kleine Mensch auf meinen Beinen wurde an diesem Nachmittag stocksteif. Er starrte ins Leere und war nicht mehr ansprechbar. Panik war das Gefühl, das mich sofort ergriff. Ich rief meinem Freund nur zu: "Ruf den Notarzt!"

Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit, bis ich die Sirenen in der Ferne näher kommen hörte. Während ich vor meinem bewusstlosen Sohn kniete und versuchte, ihn ins Hier und Jetzt zurückzuholen, dachte ich immer wieder: "Ich habe versagt. Wie habe ich das nicht kommen sehen? Was hat er? Ist das ein Schlaganfall? Was, wenn das Folgeschäden hat? Was, wenn es noch schlimmer wird?" Ich malte mir das schlimmste aus und war bereits in Tränen aufgelöst, als endlich der Notarzt eintraf.

Ein "einfacher Fieberkrampf"?

Sofort kümmerte er sich um meinen Sohn, der so langsam das Bewusstsein wieder erlangte. Ich wurde ein wenig ruhiger. Und dann sagte er mir, dass das, was wir da gerade erfahren haben, ein vermutlich "einfacher Fieberkrampf" war. Nichts Schlimmes und eigentlich auch gar nichts Seltenes bei Kindern in seinem Alter. Diese Erklärung entzog sich meinem Verständnis vollkommen, denn dieses Erlebnis war das Schlimmste in meinem bisherigen Leben.

Auf der Fahrt ins Krankenhaus schien mein Sohn wieder völlig der Alte zu sein. Die Ärztin im Krankenhaus versicherte mir dennoch, dass es gut gewesen sei, den Krankenwagen zu rufen. "Lieber einmal zu viel als zu wenig", waren so ziemlich ihre genauen Worte.

​Die Untersuchungen zeigten, dass sein Körper von dem Virus sehr geschwächt war. Da er im Behandlungszimmer aber immer munterer wurde und bereits wieder Flüssiges bei sich behalten konnte, durften wir, mit dem Versprechen am nächsten Tag den Kinderarzt aufzusuchen, wieder nach Hause.

Was ich gelernt habe

In den Tagen, Wochen und noch Monaten danach fürchtete ich immer wieder, dass mein Sohn Fieber bekommen könnte. Wir hatten zwar beim Kinderarzt am nächsten Tag ein Notfallmedikament bekommen, aber der Gedanke daran, solch einen Moment noch einmal erfahren zu müssen, verursachte Übelkeit bei mir.​

Heute ist mein Sohn 6, wird im Sommer 7 und ist kerngesund. Er hat das kritische Alter für Fieberkrämpfe hinter sich gelassen. Und er hat weder eine Erinnerung an diesen Tag, noch irgendwelche Folgeschäden davon getragen. Und auch wenn ich noch immer zusammenzucke, wenn die Temperatur bei ihm über 38,5 Grad steigt, habe ich einiges seit seinem Fieberkrampf gelernt.

Fieberkrämpfe sind leider keine Seltenheit. Ich weiß von vielen Freunden, Bekannten und Verwandten, dass ihre Kinder auch einen, manchmal sogar mehrere und schwerere Fieberkrämpfe erlitten haben. Und auch, wenn man ein entsprechendes Medikament zu Hause hat und weiß, dass das Kind zu Fieberkrämpfen neigt, ist man als Eltern bei jedem einzelnen Krampf besorgt.

​Auf die Panik, die ich in diesem Moment hatte, verzichten die meisten allerdings. Denn eines ist wichtig zu wissen: In der Regel überstehen die Kinder Fieberkrämpfe ohne weitere Komplikationen. Eltern sollten also in jedem Fall Ruhe bewahren!

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von Anne Walkowiak