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Wenn nix mehr hilft: 5 Tipps gegen Wutanfälle bei Kleinkindern

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 18. November 2015
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Bitte lieber Boden, tu dich jetzt sofort auf! Eltern von einem zweijährigen Kind haben diesen Wunsch leider ziemlich oft. Die lieben Kleinen neigen nämlich in dieser Phase zu heftigen Wutanfällen - gern in aller Öffentlichkeit.

Wutanfälle sind bei Kleinkindern ganz normal und kein Grund vor Scham im Boden versinken zu wollen. Ja, es ist unangenehm, doch alle um einen herum, die selber Kinder haben, haben genau das vermutlich selber schon erlebt. Bleibt also lieber ruhig, atmet tief durch und mit ein bisschen Glück ist der Wutanfall mit Schreien, Tränen und Schlagen nach zwei Minuten vorbei.

Darum gehen Kleinkinder so schnell in die Luft

Der Grund, warum Kleinkindern so schnell der Kragen platzt, ist schlicht und einfach Frust. Darüber, dass ihnen etwas nicht gelingt oder dass sie ihren Willen nicht kriegen. Das kennt wohl auch jeder Erwachsene.

Nur: Als Erwachsener kann man seinen Frust in Worten ausdrücken, hat die Macht etwas zu ändern oder versteht, dass es jetzt so ist und man damit leben muss.

Ein Kleinkind kann das noch nicht verstehen, kaum sprechen und wählt den einzigen Weg, den es kennt: Schreien, Schlagen, Toben. Das komplette Wutanfall-Paket. Das ist nicht schön, aber eben die Art mit der Kleinkinder ihren Frust loswerden.

Auch wenn es Mamas schwerfällt: Lasst den Wutanfall zu.

Euer Kind muss seinen Ärger äußern dürfen. Aber zeigt ihm klar, dass andere zu schlagen oder zu treten keine Option ist. Findet andere Wege, mit denen es seinem Zorn Luft machen kann, zum Beispiel indem es in ein Kissen boxt.

5 Tipps, mit denen ihr den Wutanfall eures Kindes in den Griff kriegt

Optimal ist es natürlich, wenn es so selten wie möglich zu einem Wutanfall kommt. Ihr könnt das nicht komplett verhindern, aber es gibt ein paar Tipps, mit denen ihr vorbeugen könnt.

Kinder sind beispielsweise schneller frustriert, wenn sie müde oder hungrig sind. Versucht deswegen Schlafenszeiten einzuhalten und achtet darauf, dass es regelmäßig isst und trinkt. Habt immer Snacks dabei, wenn ihr unterwegs seid.

Versucht aufkommenden Frust außerdem schon im Keim zu ersticken und lenkt das Kind ab. Bietet Optionen an, wenn es regelmäßig beim Anziehen oder Essen zu Stress kommt. Hat euer Kind trotzdem einen Wutanfall, bleibt ruhig und probiert die folgenden Tricks:

1. Nehmt es fest in den Arm und sagt ihm, dass ihr es lieb habt.

2. ​Ignoriert den Wutanfall und macht ganz normal weiter.

3. ​Lenkt euer Kind ab und sprecht bewusst über etwas ganz anderes.

4. ​Lasst es toben, aber dabei bitte nicht allein.
Passt auf, dass es sich und anderen dabei nicht wehtut.

5. Fokussiert die Wut auf einen Punkt.
Lasst das Kind zu Hause Papier zerknüllen oder zerreißen oder in ein Kissen boxen. Seid ihr unterwegs, könnt ihr es auch mit einem Papier oder Taschentuch probieren. Oder mit einer Butterbrottüte, die es aufblasen und zerplatzen lassen kann.

Gebt eurem wütenden Kind Zeit sich zu beruhigen

Da Wutanfälle für Eltern und Kind anstrengend sind, solltet ihr nicht direkt danach darüber sprechen sondern eine Weile abwarten. Versucht herauszufinden, warum es wütend geworden ist. Macht klar, dass es Grenzen gibt. Findet gemeinsame Wege, bietet Alternativen, damit nicht die immer selben Dinge einen Wutanfall auslösen. Redet auf Augenhöhe mit eurem Kind.

Quellen & Informationen:

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