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So machen die das! 4 Geheimnisse organisierter Familien

Inga Back
von Inga Back Veröffentlicht am 1. April 2018
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Es gibt diese Familien, die den Eindruck erwecken, als würden sie immer alles unter einen Hut kriegen: Haushalt, Arbeit, Schule und Zeit für sich als Paar scheinen sie auch irgendwie zu finden. Aber wie machen sie das? So viel sei verraten: Es ist möglich und Superkräfte braucht man dafür nicht. Wir haben für euch 4 Tipps, mit denen auch ihr in Zukunft endlich den Alltag genießen könnt und nicht mehr durchs Leben hetzen müsst.

Kennt ihr dieses Gefühl, vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr zu sehen? Wenn ihr nur über eure ganzen To-dos nachdenkt, habt ihr das erste schon vergessen, bis ihr beim letzten angekommen seid - und egal was ihr macht, die Liste wird einfach nicht kürzer?

Keine Sorge, es gibt Wege, um aus diesem alltäglichen Hamsterrad auszubrechen! Ihr müsst nicht durch die Woche hetzen und einfach nur versuchen, von einem Tag zum nächsten zu kommen. Das ist auch viel zu schade! Die Zeit vergeht so schnell und im Stress gehen all die schönen, kleinen Momente des Alltags unter. Mit ein paar Tricks und Tipps schafft ihr es jedoch, eure Tage mit Mann und Kind endlich wieder zu genießen und schätzen zu lernen!

Vereinbart Meetings

Die Organisation von Familienleben und Haushalt ist ein absoluter Vollzeitjob und selbst, wenn beide Partner ihn sich teilen, so hat immernoch jeder einen unbezahlten Teilzeitjob dazu bekommen. Das ist viel Arbeit, die leider oft nur wenig Anerkennung bekommt. Aber es wird Zeit, dass sich das ändert und ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist, dass wir selbst anfangen, unser Zuhause etwas mehr wie ein Business zu betrachten. Wenn wir unsere Arbeit Zuhause mit der gleichen Disziplin, Kommunikation und Organisation managen würden wie im Beruf, würden viele Abläufe deutlich einfacher und schneller funktionieren.

Vereinbart zum Beispiel ein wöchentliches Meeting mit eurem Partner, in dem ihr all die Dinge, die in dieser Woche anstehen, besprecht. Steht ein Kindergeburtstag an, für den ein Geschenk besorgt werden muss? Dann habt ihr eure Aufgabe (das Geschenk kaufen) und eure Deadline (der Tag der Geburtstagsfeier). Jetzt könnt ihr besprechen, wie die Aufgabe bewältigt wird. Sucht einer alleine das Geschenk aus, besorgt es und packt es ein oder verteilt ihr Teilaufgaben? Einer sucht das Geschenk aus und bestellt es, der andere packt es ein. So teilt ihr alle Aufgaben der Woche auf und am Ende hat jeder eine To-do-Liste für die Woche.

Beim nächsten Meeting könnt ihr dann besprechen, wie gut eure Aufteilung funktioniert hat und ob ihr alle Termine einhalten konntet. Am Anfang werden die To-do-Listen mit Sicherheit noch sehr lang sein und die Aufgabenverteilung nicht optimal. Ihr werdet jedoch mit jedem Meeting besser werden.

Macht eine Wand zur Kommandozentrale

Eine Kommandozentrale ist eine Wand in eurem Zuhause, die komplett der Organisation gewidmet und für jedes Familienmitglied einsehbar ist. Dort findet sich also der Familienkalender, eine Pinnwand, ein Magnetboard, vielleicht auch eine Tafel für Botschaften sowie ein Putzplan.

So sehen Eltern und Kinder direkt, wer heute die Spülmaschine ausräumt, wer den Müll rausbringt, aber auch welche Events anstehen und wer den Fahrdienst übernimmt. Geburtstage, Fußballspiele, Musikunterricht - all das findet sich in der Kommandozentrale.

Das Beste daran ist, dass ihr selbst entscheidet, was eure Kommandozentrale braucht. Ihr könnt sogar kleine Tafeln für jeden Tag der Woche anbringen, die ihr bei eurem Meeting dann mit den Tagesaufgaben füllt. Die Kommandozentrale richtet sich komplett nach den Bedürfnissen eurer Familie.

Bleibt realistisch

Selbst eine noch so gute Organisation wird manchmal über den Haufen geworfen. Kinder werden krank, es kommen überraschend Aufgaben rein, oder die Waschmaschine geht kaputt. Verplant also niemals eure komplette Zeit, sondern erwartet, dass Dinge schiefgehen. Wenn ihr von vornherein damit rechnet, dass Probleme auftauchen und To-dos länger dauern, dann werdet ihr auch nicht so aus der Bahn geworfen, wenn etwas nicht klappt.

Plant also immer einen Puffer für Verzögerungen oder andere Probleme ein, anstatt eure Tage mit To-dos zu überladen. Ihr werdet diesen Puffer garantiert fast immer brauchen und falls ihr ihn mal nicht brauchen solltet: Freut euch, ihr habt gerade extra Zeit für euch geschaffen!

PS: Wenn das bedeutet, das bestimmte To-dos nicht in der Woche erledigt werden können, dann ist das so. Die Welt wird nicht untergehen, wenn ihr mal nicht gesaugt habt oder einen gekauften Kuchen, statt eines selbstgebackenen mitgebracht habt. Perfektionismus ist nicht euer Freund.

Gebt Aufgaben an die Kinder ab

Ja, ihr habt es richtig gelesen: Gebt Aufgaben an eure Kinder ab. Viele To-dos können sie genauso gut selbst erledigen. Damit schlagt ihr im Übrigen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Eure Kinder werden selbstständiger, weil ihnen erlaubt wird, Verantwortung für Aufgaben zu übernehmen und ihr müsst nicht mehr alles selbst machen, sodass ihr euch entspannen könnt und weniger Konfliktpotenzial mit eurem Partner habt.

Für eure Kinder ist es außerdem sehr wichtig, schon früh zu lernen, dass auch sie zum Haushalt beitragen können. Sie entwickeln ein gesundes Selbstbewusstsein und werden selbstständig, wenn ihnen vermittelt wird, dass sie Zuhause gebraucht werden und die Dinge auch selber machen können. Mama und Papa vertrauen ihnen, dass sie das auch alleine schaffen.

Schon kleine Kinder können ihre Schuhe, Jacken, oder Spielsachen wegräumen, ihre Betten machen, den Tisch decken oder schmutzige Wäsche in den Wäschekorb räumen. Ältere Kindern können auch schon größere Verantwortung übernehmen und Wäsche falten oder wegräumen, Haustiere füttern, beim Kochen helfen, den Müll rausbringen und sogar ihre eigenen Butterbrote für die Schule schmieren.

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