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Bist du eine Über-Mutti? 10 Anzeichen, dass du zu den Helikopter-Eltern gehörst

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 1. August 2015

Nur das ALLERBESTE fürs Kind: Dieses Lebensmotto ist toll, doch manche Mamas und Papas, sogenannte Helikopter-Eltern, zeigen ein bisschen zu viel Einsatz ....

Es ist zwar wünschenswert, dass sich Eltern für ihr Kind interessieren und es unterstützen, doch man kann es leider auch übertreiben. Sogenannte Helikopter-Eltern versuchen, es ihrem Nachwuchs so leicht wie möglich zu machen. Beschützen es, wo es nur geht, bewahren es vor Fehlern ... Das Problem: "Die Kinder werden unselbständig, unengagiert und maßlos anspruchsvoll", so Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes und Autor des Buchs 'Helikopter-Eltern'.

Er warnt davor, es den Kindern zu leicht zu machen. Seiner Meinung nach sind Kinder sehr viel widerstandsfähiger als allgemein angenommen wird. Und er betont, dass sie nach schwierigen Erfahrungen häufig neue Stärken entwickeln.

Bist du ganz entspannt, wenn es um die Erziehung deiner Kinder geht oder gehörst du in die Kategorie Helikopter-Eltern? Falls ein Großteil der nachfolgenden Punkte auf dich zutrifft, solltest du vielleicht darüber nachdenken, ob du deinem Nachwuchs nicht ein paar mehr Freiheiten lassen solltest.

Mach den Test: Helikopter-Mama oder total relaxed?

1. Du bügelst jeden Fehler deines Kindes aus

Dein Kind hat beim Spielen die Fensterscheibe der Nachbarn eingeschlagen: Statt es selbst mit einer Entschuldigung rüberzuschicken, übernimmst du das. Genau wie bei allen anderen Missgeschicken und Fehlern, die deinem Kind passieren.

2. Du versuchst, deinem Kind das Leben so leicht wie möglich zu machen

Du fährst es überall mit dem Auto hin, erledigst kleine Dinge, damit sich das Kind voll auf seine Hausaufgaben konzentrieren kann und bist beim kleinsten Hindernis zur Stelle. Helikopter-Eltern setzen außerdem alles daran, dass ihr Kind bloß keine Fehler macht oder falsche Entscheidungen trifft.

3. Du hilfst jeden Tag bei den Hausaufgaben

Hausarbeiten ganz ohne dich? Undenkbar! Du sitzt jeden Nachmittag daneben, hilfst, wo es nur geht. Viele Helikopter-Eltern überprüfen danach auch noch mal ganz genau, ob sich wirklich kein Fehler eingeschlichen hat.

4. Du hast immer ein Auge auf dein Kind, wenn es draußen spielt

Dein Nachwuchs spielt draußen mit Freunden? Das macht dich ganz nervös. Du schaust alle 15 Minuten mit einem fadenscheinigen Grund auf den Lippen nach, ob alles ok ist. Was in Ordnung ist, wenn das Kind nicht älter als sieben ist. Ist es elf, dürfte es bald sehr genervt sein.

5. Du willst immer ganz genau wissen, wo und mit wem das Kind unterwegs ist

Du weißt ganz genau, mit welchen Kindern dein Nachwuchs spielt. Kennst die Eltern, hast den Fußball-Coach genau abgecheckt und deinen Sohn vielleicht in eine andere Mannschaft gesteckt, weil dir der Trainer der ersten Mannschaft nicht sympathisch genug war. Extrem übervorsichtige Helikopter-Eltern haben sogar eine App, mit der sie den Standort ihrer Kinder jederzeit peilen können.

6. Du hast die Laufbahn deines Kindes schon komplett geplant

Macht nichts, dass dein Kind gerade erst in den Kindergarten gekommen ist. Seine Zukunft steht für dich ganz klar fest. Erst die beste Grundschule im Ort, dann das von allen empfohlene Gymnasium einen Ort weiter und später wahlweise ein BWL- oder Jura-Studium. Kommt drauf an, wo man besser einen Job bekommt. Helikopter-Eltern haben das ganz genau im Blick.

7. Du checkst jedes Spielzeug vor dem Kauf genau

Spielzeug kaufen, weil es schön ist? Nicht mit dir! Wenn dein Kind einen neuen Herzenswunsch hat, kontrollierst du erstmal in Foren und 'Stiftung Warentest'-Ausgaben, ob dieses Spielzeug pädagogisch wertvoll ist. Auch Freunden gibst du immer genaue Anweisungen, welches Spielzeug sie deinem Kind schenken dürfen.

8. Du hast die Freizeit deines Kindes bis ins kleinste Detail durchstrukturiert

Einfach mal im Dreck spielen, stundenlang rutschen und schaukeln - dafür hat dein Nachwuchs keine Zeit! Neben Sport, Musik und Englisch muss er auch einmal die Woche zu den Pfadfindern (obwohl du das eigentlich viel zu gefährlich findest).

9. Du hast für jede Eventualität etwas in deiner riesigen Tasche dabei

Schicke Handtäschchen sind hübsch - aber nur was für andere Frauen. Als Helikopter-Mama hast du eine halbe Reisetasche dabei, mit allem, was man unterwegs brauchen könnte. Pflaster, Verbandszeug, gesunde Snacks, was zu trinken, das Englisch-Vokabelheft, falls zwischendurch Zeit zum Lernen ist ...

10. Dein Leben wäre ohne Kind vollkommen inhaltslos

Selbst wenn Helikopter-Eltern beide berufstätig sind, ihr Leben dreht sich trotzdem zu 100 Prozent um den Nachwuchs. Eigene Hobbys, Interessen - gibt es nicht.

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