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"War der Weihnachtsmann schon da?" So beruhigst du zappelige Kinder

von Anne Walkowiak Geändert am 22. Dezember 2020
"War der Weihnachtsmann schon da?" So beruhigst du zappelige Kinder© Getty Images

Wenn die Kleinen nervös durch die Wohnung tippeln und alle 5 Minuten fragen, wie lange es denn noch bis zur Bescherung dauert, dann braucht man als Eltern schon mal starke Nerven. Da hilft nur eins: Die Kinder ablenken.

Eigentlich wolltest du am Morgen des 24. noch heimlich die letzten Geschenke einpacken, während Papa sich um die Vorbereitungen für den Abend kümmert. Geplant war eine anschließende Mittagspause, in der Kinder und Eltern noch mal runterkommen, um dann ganz entspannt in den Nachmittag zu starten.

Höhepunkt soll schließlich die Bescherung mit Einbruch der Dunkelheit sein. Nur doof, dass die Kinder vor Aufregung wie kleine Flummis durch die Wohnung hüpfen. Alles Spielzeug ist an diesem Tag langweilig und sowieso vergeht die Zeit für sie viel zu langsam.

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Um eure Nerven zu schonen und die Kinder aus dem "Bescherungs-Tunnel" zu befreien, müsst ihr sie schlichtweg ablenken. Wichtig dabei ist, dass ihr nicht nur eure Kinder, sondern auch euch von der Uhr befreit.

Wie wir das meinen? Die meisten haben an Heiligabend eine feste Routine und damit verbunden auch feste Uhrzeiten: Kaffee gibt es um 15 Uhr, Bescherung ist aber erst um halb sechs – oder so ähnlich. Da kann sich der Tag ganz schön ziehen.

Versucht mal, nicht alles genau nach der Uhr zu machen. Und ihr werdet merken, dass nicht nur eure Kleinen, sondern auch ihr entspannter durch den Tag kommt. Aber was macht man denn jetzt so am Weihnachtstag? Schließlich haben aktuell aufgrund der Corona-Pandemie Schwimmbäder, Eishallen und Kinos geschlossen.

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Gemeinsam den Baum schmücken

Nach einem hoffentlich ruhigen und ausgedehnten Frühstück, kann der erste Programmpunkt am Weihnachtstag das gemeinsame Schmücken des Baumes sein. Nach der Lichterkette dürfen große Kinder die zerbrechlichen Weihnachtsbaumkugeln aufhängen, während die kleinen Sterne, Glocken oder Schleifen am Baum anbringen.

Kleiner Tipp: Statt teurer Glaskugeln kann man auch Schokokugeln am Baum anbringen. Die gehen zum einen nicht so schnell kaputt und können auch von kleineren Kindern an den Baum gehangen werden. Muss der Weihnachtsbaum schließlich geputzt werden, macht auch das mit essbarem Weihnachtsbaumschmuck gleich doppelt so viel Spaß.

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Alternativen zu Schlittschuhlaufen oder schwimmen im Corona-Jahr

In diesem Jahr ist alles anders. Statt die Kinder beim Schwimmen oder Schlittschuhlaufen ordentlich auspowern zu können, damit man anschließend eine ruhige Mittagspause genießen kann, zwingt uns das Coronavirus dazu, kreativer zu werden.

Aber keine Angst, wir haben uns da schon ein paar Gedanken gemacht. Ist zu Hause noch einiges zu erledigen, schnappt sich ein Elternteil die Kinder und geht eine große Runde spazieren, auf den Spielplatz oder schnallt sich gemeinsam mit dem Nachwuchs Inliner oder Rollschuh an die Füße. Verbringt so viel Zeit an der frischen Luft wie ihr und eure Kinder es aushalten.

Zurück zu Hause geht es für die Kleinen in die Badewanne, aufwärmen, nach all dem Spaß an der frischen Luft. Und wenn ihr ihnen danach noch ein leckeres Mittagessen kredenzt, ist die ruhige Mittagspause garantiert.

Tipp: Eltern, deren Kinder keine Fans von Mittagsschlaf sind, können ihrem Nachwuchs ein Hörbuch oder Hörspiel anmachen und vereinbaren, dass so lange Ruhe im Kinderzimmer ist, bis die Geschichte vorbei ist. Das gibt einem genug Zeit, um selbst ein bisschen auszuspannen.

Märchenfilm im Homekino

Besondere Umstände verlangen besondere Lösungen. Gehörte es bei euch schon fast zur Tradition, am Weihnachtsmorgen mit den Kindern ins Kino zu gehen (oder sie mit den Großeltern gehen zu lassen), so ist das in diesem Jahr leider nicht möglich.

Auf den Weihnachtsfilm müsst ihr aber trotzdem nicht verzichten. Dank diverser Streaming-Dienste stehen euch nicht nur einer, sondern unzählige Filme jederzeit zur Verfügung. Aber halt, sagt ihr jetzt, die Kinder können nicht im Wohnzimmer sitzen und einen Film schauen, da müssen wir den Baum schmücken und so einiges herrichten.

Das müssen sie auch gar nicht. Denn die Streamingdienste lassen sich auch auf dem Tablet oder Laptop wunderbar starten. Macht es euren Kindern also im Zimmer eurer Wahl so richtig gemütlich. Baut eine Höhle, ein gemütliches Deckenlager oder einen Berg aus Kissen. Hauptsache, euren Kindern gefällt es. Noch eine kleine Portion (Mikrowellen-) Popcorn dazu und schon wird das Heimkino tausend Mal besser als ein Ausflug ins (langweilige) Kino.

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Video von Sarah Glaubach

Eine Runde 'Mensch ärgere dich nicht'

Nach dem traditionellen Kaffeetrinken am Nachmittag des Heiligabends werden die Kinder oft so richtig unruhig. Denn so langsam sollte der Weihnachtsmann (oder das Christkind) doch wirklich mal kommen. Versucht deshalb, einfach ein schönes Brett- oder Kartenspiel mit allen zu spielen. Das bringt Spaß und vertreibt die Zeit. Langeweile kann so auch nicht aufkommen.

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Besuch in der Kirche, Corona-Edition

Aufgrund der Corona-Pandemie und dem aktuellen Lockdown ist die Teilnahme an Gottesdiensten an den Weihnachtsfeiertagen streng limitiert. Die meisten Gemeinden verlangen eine Voranmeldung. Solltet ihr also bis heute nicht angemeldet sein, dann wird das aller Wahrscheinlichkeit auch nichts mehr an den Feiertagen.

Wollt ihr Heiligabend aber nicht auf den Gottesdienst verzichten, könnt ihr auf vielerlei anderen Wegen daran teilnehmen. Zum einen strahlen viele TV-Sender am Vormittag und Nachmittag Christmessen am 24. Dezember aus. In den Abendstunden könnt ihr auch am Radio zuhören. Zusätzlich gibt es einige Messen, die auf YouTube gestreamt werden.

Mancherorts finden auch Messen unter freiem Himmel statt. Informiert euch am besten bei eurer Gemeinde, ob es entweder eine Möglichkeit gibt, digital an der Messe teilzunehmen, oder ob es in diesem Jahr sogar eine Open-Air-Variante gibt.

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Spaziergang mit süßen Überraschungen

Auch Familien, die nicht in die Kirche gehen, zieht es vor der Bescherung oft noch mal nach draußen. So ein Spaziergang klingt in den Ohren der aufgeregten Kinder allerdings alles andere als verlockend. Deshalb könnt ihr diesen ein bisschen spaßiger gestalten.

In kleinen, unbeobachteten Momenten, könnt ihr eine kleine Schokokugel oder einen kleinen Schokoweihnachtsmann am Wegrand postieren, den die Kinder finden.

Mit der Geschichte, dass die Süßigkeit vielleicht der Weihnachtsmann auf seiner Geschenkeroute verloren hat, werden eure Kinder voller Enthusiasmus weiter mitlaufen wollen. Denn wer weiß, vielleicht findet man noch mehr oder erhascht sogar einen Blick auf den Weihnachtsmann mit seinem Schlitten. Schließlich muss er ja gerade erst über eure Köpfe hinweggeflogen sein.

Erstellt am 27. Dezember 2019