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Kindern sparen beibringen: 7 Tricks, die spielerisch funktionieren

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 23. Februar 2019

Richtig mit Geld umgehen will gelernt sein. Deshalb lohnt es sich, schon die Kleinsten im Umgang mit Geld zu schulen. Wie du ihnen beibringen kannst, welchen Wert Geld hat und dass es sich lohnt Geld zu sparen, verraten wir dir.

Über Geld spricht man nicht - so, oder so ähnlich lautet die Antwort vieler Eltern, wenn die Kinder mal fragen, wie viel Mama und Papa so verdienen oder wie teuer das Auto so war. Und vielleicht ist an dem Spruch was dran. Vielleicht aber auch nicht.

Denn eigentlich würden besonders unsere Kinder davon profitieren, wenn wir transparenter mit unserem Geld und auch unseren Ersparnissen umgehen würden. Denn woher sollen Kinder verantwortungsvollen Umgang mit Geld lernen, wenn nicht von den Eltern?

Geld sollte kein Tabu-Thema sein

Deshalb muss jetzt natürlich keiner die elterlichen Kontoauszüge mit dem Nachwuchs lesen. Aber wenn die Kinder mal fragen, wie viel Geld Mama und Papa eigentlich haben, kann man ihnen das doch im Zusammenhang mal erklären. Keiner muss mit Zahlen um sich werfen.

Aber, dass man monatlich Miete für die Wohnung bezahlen muss, dass der wöchentliche Einkauf was kostet und auch, dass das Auto nicht mit Luft fährt, das kann man schon den Kleinsten erklären. Und dazu gehört eben auch, ihnen zu erklären, das man für das Geld, was man ausgeben will, arbeiten muss.

Sparen lernen ist der erste Schritt

Kindern den Wert von Geld beizubringen, ist nicht einfach. Die einfachste Methode ist deshalb, ihnen Sparen beizubringen und sie dazu zu animieren, ihr eigenes Geld für Wünsche zu nutzen. Allerdings ist es nicht damit getan, ihnen ein Sparschwein hinzustellen. Es braucht schon ein bisschen mehr Erklärung.

Schließlich geht es für die meisten Menschen im Leben nicht darum, möglichst viel Geld anzuhäufen. Sondern es geht darum, sich mit dem, was man zur Verfügung hat, ein schönes Leben zu machen und sich eben auch mal einen Wunsch zu erfüllen. Und genau das sollten wir unseren Kindern beibringen.

Spielend sparen lernen: 7 Tricks

Das Thema Sparen muss dabei ganz und gar nicht langweilig sein, denn es gibt verschiedene Methoden, um die Kinder spielerisch heranzuführen. Wir haben 7 Tipps gesammelt, die dem Nachwuchs den Wert von Geld kindgerecht vermitteln.

1. Kaufladen spielen

Kleinen Kindern im Alter von zwei, drei Jahren muss man ganz sicher noch nichts konkretes über Geld beibringen. Trotzdem kann man sie spielerisch an das Thema heranführen, nämlich wenn man Kaufladen mit ihnen spielt.

So lernen sie ein bisschen was über das Konzept Geld. Dass man etwas bezahlen muss, wenn man etwas haben will. Da ist es auch erst einmal zweitrangig, wenn sie einem eine Packung Nudeln für 100 Euro verkaufen.

Werden die Kinder größer und kennen die Zahlen bis 10 oder 20 und ihren Wert, kann man das Spiel erweitern. Man kann mit ihnen Preisschilder für die verschiedenen Produkte im Kaufladen basteln und ihnen ein Budget geben, für das sie bestimmte Sachen 'einkaufen' gehen. So lernen sie, auf Preise zu achten, sie zu vergleichen und mit dem auszukommen, was sie zur Verfügung haben.

Tipp: Ihr habt zwar einen Kaufladen, aber Kasse und Spielgeld fehlen? Das kannst du direkt hier bei Amazon kaufen. Bis Ostern ist es ja auch nicht mehr lang.

2. Monopoly spielen

Mit größeren Kindern, die bereits lesen und rechnen können, kann man gut eine Runde Monopoly spielen. Denn da geht es darum, aus dem Startkapital was man hat, die größt möglichen Erfolge zu erzielen. Straßen kaufen, Häuser bauen oder Miete zahlen, sie lernen, dass man (Spiel)Geld gezielt einsetzen muss, um am Ende Sieger zu sein.

Das Spiel ist selbstverständlich kein Abbild der Realität und es geht im Leben auch nicht nur darum, zu gewinnen, trotzdem zeigt es Kindern (und auch Erwachsenen) stark vereinfacht, wie die Marktwirtschaft so funktioniert.

Das klassische Monopoly-Spiel für Spieler ab 8 Jahren kannst du direkt hier bei Amazon shoppen.

3. Kinder mit zum Einkaufen nehmen

Kinder denken bis zu einem gewissen Alter nicht darüber nach, woher die Dinge des alltäglichen Lebens kommen oder, dass diese etwas kosten. Deshalb ist es immer gut, Kinder mit zum Einkaufen zu nehmen. Man kann ihnen erklären, was Butter, Joghurt und Käse kosten und ihnen zeigen, dass manche Produkte günstiger sind als andere. Indem wir unseren Kindern vorleben, wie wir mit dem Geld umgehen, lernen sie.

Ältere Kinder kann man alleine los schicken, um kleine Besorgungen zu machen. Dazu drückt man ihnen die Einkaufsliste und einen gewissen Betrag in die Hand. Und das Restgeld dürfen die kleinen Shopper dann behalten. So lernen sie ganz automatisch, Preise zu vergleichen. Schließlich wollen sie ja mit ein bisschen 'Plus' nach Hause kommen.

4. Eigene Dinge vom Taschengeld kaufen lassen

Ab dem Grundschulalter kann man Kinder an das Thema Taschengeld heranführen. Mit ihrem eigenen Geld können sie sich kaufen, was sie wollen (so lange es ihrem Alter entspricht). Als Eltern sollte man unbedingt den Drang unterdrücken, ihnen Dinge ausreden zu wollen, die man selbst für Quatsch hält.

Nur so lernen sie, dass man auch mal etwas kauft, was sich nicht lohnt. Außerdem verstehen Kinder so schneller den Wert eines Gegenstands oder Spielzeugs und achten besser auf ihre Sachen.

Laut Tabelle: Wie viel Taschengeld sollte mein Kind in welchem Alter bekommen?

5. Helft ihnen bei 'großen Anschaffungen'

Das eigene Taschengeld reicht in der Regel für Kleinigkeiten wie Zeitschriften oder mal einen Kinobesuch. Für größere Anschaffungen muss das Kind lernen, richtig zu sparen. Je nachdem, in welcher Frequenz Kinder Taschengeld bekommen (wöchentlich oder monatlich), sollte man ihnen erklären, wie das geht und nicht einfach nur ein Sparschwein ins Zimmer stellen.

Erkläre deinem Kind also beispielsweise, dass es einen Teil seines Taschengeldes bei Seite tun und für die große Anschaffung sparen soll und dass es den anderen Teil für das Jetzt zur Verfügung hat. So hat es weiterhin die Möglichkeit, sich kleine Wünsche zu erfüllen, kann aber gleichzeitig auf das Große sparen.

Je nachdem, wie groß der Wunsch ist, kann man dem Kind auch anbieten, dass Mama und Papa sich zu einem Teil daran beteiligen. Das motiviert auf jeden Fall.

6. Macht Sparen zu einem Spiel

Zum Sparen motivieren kann man sein Kind auch, wenn man ihm kleine Sparziele nennt, die es erfüllen muss und an denen man ihm eine kleine Prämie zahlt - ähnlich dem Modell von Zinsen bei einem Bankkonto.

Bekommt ein Kind also beispielsweise 5 Euro die Woche Taschengeld und hat am Ende des Monats noch mindestens 10 Euro übrig, kann man ihm eine einmalige Zusatzzahlung von 5 Euro gewähren. Oder man lädt es dann auf einen Kinobesuch ein oder geht gemeinsam Pizza essen. So lernt das Kind, dass Sparen sich richtig lohnen kann.

Eine praktische Spardose, die genau zeigt, wie viel Geld das Kind schon gespart hat, kannst du direkt hier bei Amazon shoppen.

7. Lasst sie einen Flohmarkt veranstalten

Spielzeug ist das A und O für Kinder. Aber irgendwann platzt nicht nur das Kinderzimmer aus allen Nähten, irgendwann knabbert der Konsum auch arg am elterlichen Geldbeutel. Für die neueste Begierde kann man sein Kind deshalb animieren, älteres Spielzeug, das sowieso nur noch rumliegt, zu verkaufen und den Erlös in das neue Spielzeug zu investieren.

Gerade Spielzeug, das Kinder selbst gekauft haben, für das sie gespart haben und für das sie sich von anderen Dingen getrennt haben, ist für sie oft viel wertvoller, als ein geschenktes.

Wie gut kannst eigentlich DU mit Geld umgehen?

Kinder lernen immer und überall von ihren Eltern, eben auch beim Thema Sparen. Mama und Papa sollten deshalb mit gutem Beispiel voran gehen und offen mit dem Kind darüber sprechen. Wie sparen die Eltern und wofür eigentlich? Oder sparen sie gar nicht? Wie gut können denn die Großen mit Geld umgehen?

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