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4 Tipps, um schüchterne Kinder zu fördern

von Inga Back Veröffentlicht am 2. August 2018

Alle Menschen sind verschieden und Kinder dementsprechend auch. Wenn euer Kind also eher introvertiert ist, ist das erstmal überhaupt kein Problem. Wenn ihr aber das Gefühl habt, dass seine Schüchternheit es übermäßig einschränkt, gibt es Wege, um eurem Kind zu helfen.

Vielleicht kennt ihr es: Zuhause ist euer Kind ein absoluter Wirbelwind, doch kaum ist es unter Menschen, traut es sich nicht, mit anderen Kindern zu sprechen und schon gar nicht zu spielen. Am liebsten klammert es sich an Mama und bleibt erst einmal ganz lange der stille Beobachter.

Manchmal ist es gar nicht so einfach, ein schüchternes Kind aus seinem Schneckenhaus zu locken. Es gibt jedoch ein paar Möglichkeiten, um seinem zurückhaltenden Kind etwas Mut zuzusprechen.

Seid früher bei Veranstaltungen

Schüchterne Kinder brauchen in der Regel etwas länger, um mit fremden Menschen und Umgebungen warm zu werden. Ihr könnt eurem Kind also schon sehr helfen, wenn ihr einfach ein paar Minuten zu früh zu einer Veranstaltung oder einem Termin kommt.

So hat euer Kind Zeit, um sich mit der Umgebung vertraut zu machen und vielleicht auch schon mit ein, zwei anderen anwesenden Kindern Kontakt zu knüpfen. Euer Kind hat dann schon erste Ansprechpartner gefunden und fühlt sich wohl, bevor die Mehrheit der anderen Gäste eintrifft.

Gleichzeitig ist die Überwindung für euer Kind nicht so groß, andere Kinder anzusprechen. Einige wenige Kinder sind schließlich längst nicht so einschüchternd wie eine große Gruppe, in die man sich einfinden muss.

Vergesst den Satz "sie/er ist schüchtern"

In unserer Gesellschaft haben wir leider die Angewohnheit, Menschen sehr schnell zu kategorisieren. Dabei machen wir auch vor Kindern keinen Halt. Wenn deinem Kind eine Frage gestellt wird und es zögert zu antworten, spring nicht dazwischen und sag, dass es "nur schüchtern" ist. Achte auch darauf, dass andere Erwachsene dann nicht einspringen und dein Kind fragen, ob es heute etwas schüchtern wäre.

Kinder, denen immer wieder gesagt wird, sie seien schüchtern, glauben es irgendwann und benehmen sich dann auch dementsprechend. Der einfachste Trick, um schüchterne Kinder zu fördern ist, ihnen eine echte Chance zu geben, ihre Schüchternheit zu überwinden. Ohne dass wir sie in eine Schublade packen.

Gebt eurem Kind Sätze an die Hand

Wenn wir bei dem Beispiel bleiben, dass euer Kind zögert eine Frage zu beantworten, kann es helfen, wenn ihr mit einigen Vorschlägen einspringt. Das heißt natürlich nicht, dass ihr für euer Kind sprechen sollt. Gebt ihm ruhig einen Moment, um sich selbst eine Antwort zu überlegen. Je mehr Gelegenheiten es hat, um für sich selbst zu sprechen, desto sicherer wird es darin.

Wenn ihr jedoch merkt, dass es zögert, weil es gar nicht weiß, wie es reagieren soll, könnt ihr eurem Kind Antworten vorgeben, die passen würden. Mit der Zeit wird euer Kind so lernen, welche Antwort sich bei welcher Gelegenheit anbietet. Dadurch gewinnt es Selbstvertrauen, um irgendwann ganz alleine antworten zu können.

Lasst es sich auch mal unwohl fühlen

Am liebsten würde man sein Kind vor jedem Problem beschützen. Wenn man das tut, hilft man ihnen jedoch nur kurzfristig. Langfristig profitieren schüchterne Kinder mehr davon, wenn sie lernen, sich in Situationen zurecht zu finden, in denen sie mit ihrer Schüchternheit konfrontiert werden.

​So lernen sie, dass sie sich am Anfang vielleicht unwohl fühlen, nach einer Zeit jedoch in der ungewohnten Umgebung zurechtkommen und vielleicht sogar neue Freunde finden. Das steigert ihr Selbstvertrauen und vielleicht legen sie so ihre Schüchternheit eines Tages sogar ab.

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