Home / Mama / Kind & Familie / 5 Dinge, die Papa anders macht - und warum ihr ihn lassen solltet

© iStock
Mama

5 Dinge, die Papa anders macht - und warum ihr ihn lassen solltet

von Inga Back Veröffentlicht am 18. Juli 2019
433 mal geteilt

Papas schmeißen ihre Kinder in die Luft, sind immer für eine Wasserballon-Schlacht zu haben und vergessen dabei glatt, das Geschirr zu spülen - das sind typische Klischees, die vielen Papas anhaften. Tatsächlich gibt es Studien, die dieses Bild sogar ein Stück weit stützen. Wir verraten euch, warum das aber überhaupt nicht schlimm ist und Kinder sogar davon profitieren.

Viele haben noch sehr veraltete Rollenbilder über Eltern in ihren Köpfen - von der Mama, die tröstet und dem Papa, der das letzte Wort hat. Dabei sind die Rollen längst nicht mehr so klar verteilt. Auch Mamas toben mit ihren Kindern oder setzen strengere Regeln fest und Papas bleiben zuhause und kümmern sich um den Haushalt, während Mama arbeiten geht.

Aber es gibt ein paar Erziehungsmaßnahmen, die die Forschung ganz klar Papas zuschreibt (auch wenn es natürlich Ausnahmen für jede Regel gibt). Und als Mama ist es dann wichtig, nicht zu verzweifeln, nur weil der Partner einiges ganz anders macht. Denn die Forscher sind sich in einem Punkt alle einig: Papa erzieht anders als Mama - nicht besser oder schlechter - nur anders. Für die Entwicklung des Kindes sind aber beide Erziehungsarten wichtig. Beide Eltern haben eine wichtige Rolle im Leben des Kindes und gerade durch ihre Unterschiede geben sie ihren Kindern genau das mit auf den Weg, was sie in ihrem späteren Leben brauchen werden.

Wir verraten euch die größten Unterschiede zwischen Mamas und Papas und warum ihr sie insgeheim feiern solltet.

Papas sprechen keine Babysprache

Lange Zeit galt Babysprache als verpönt. Ihr wurde nachgesagt, sie sei schädlich für die Entwicklung der Kinder und sollte tunlichst vermieden werden. Inzwischen weiß man, dass das nicht stimmt. Die hohe Stimmlage und übertriebene Betonung beschleunigt sogar Babys Sprachlernprozess. Mamas aus aller Welt können also wieder aufatmen. Denn meistens sind es doch genau die Mamas, die der Babysprache verfallen, sobald ein Säugling in der Nähe ist. Väter scheinen dagegen immun.

Das hat inzwischen auch eine Studie der Washington State University bestätigt. Wenn Väter mit ihren Babys sprechen, ähnelt ihre Intonation eher der, die sie auch bei einem Gespräch mit Erwachsenen hätten. Sie verändern lediglich Satzbau und Wortwahl. Das ist aber überhaupt nicht schlimm, die Sprechweisen von Mama und Papa ergänzen sich nämlich. Während Mamas Babysprache den Kleinen beim Spracherwerb hilft, funktioniert Papas Sprechweise anschließend wie eine Brücke zwischen der Babysprache und der Sprache, die das Kind später verstehen muss.

Papas raufen auch mal

Für die meisten Kinder gibt es nichts Tolleres, als wenn Papa sie in die Luft, oder plötzlich aufs Sofa-Polster wirft. Sie lachen und freuen sich riesig darüber, mit Papa zu raufen. Mamas könnten das natürlich auch, sind aber oft froh, wenn Papa den lauten, physischen Part übernimmt. Spätestens dann, wenn die Kinder größer und schwerer werden. Manche Mütter machen sich sogar eher Sorgen darüber, weil sie befürchten, die Kleinen könnten sich beim Toben mit Papa wehtun.

Forscher der Universität Newcastle in Australien haben jedoch herausgefunden, dass das Raufen vorteilhaft für die kindliche Konzentration und ihr Selbstbewusstsein ist. Beim Raufen mit Papa müssen die Kinder sich konzentrieren, um mit ihrem Geschick, ihrer Kraft und Kreativität einen stärkeren und überlegenen Erwachsenen zu besiegen. Wenn sie es schließlich geschafft haben, erfüllt sie dieser Triumph über den starken Papa mit jeder Menge Stolz.

Papas konzentrieren sich öfter auf nur eine Sache

Man sagt ja, dass Männer sich schlechter auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren können. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass Mamas noch immer den Großteil der Aufgaben im Haushalt übernehmen und sich somit auf mehrere Dinge konzentrieren müssen. Aber in jedem Fall ist es meistens so, dass Mama, wenn sie mit den Kindern spielt, parallel den kochenden Topf mit Wasser im Auge behält oder schnell noch die Wäsche zusammenfaltet. Papa macht das nicht. Wenn er mit den Kindern spielt, konzentriert er sich nur auf das Spiel.

Ja, es kann ganz schön frustrierend sein, wenn man dann nach Hause kommt und von einem Stapel schmutzigen Geschirrs im Spülbecken und Chaos im ganzen Haus erwartet wird, während der Partner auf dem Boden liegt und eine Tee-Party mit den Kindern feiert. Aber mal ehrlich: Für die Kinder war es bestimmt das Größte. Genau diese Art von ungeteilter Aufmerksamkeit vermittelt ihnen, dass sie für ihre Eltern das wichtigste sind und alles andere warten kann. Und das schmutzige Geschirr ist morgen schließlich auch noch da.

Papas haben weniger Angst vor Risiken

Bereits wenn Eltern ihre kleinen Babys halten, haben Studien schon Unterschiede zwischen Papas und Mamas festgestellt. Mamas halten ihre Babys meist in einer ihnen zugewandten Position, die Blickkontakt ermöglicht. Diese Position vermittelt Nähe und Geborgenheit. Papas halten Babys dagegen eher so, dass diese in dieselbe Richtung blicken wie sie. Sie stärken ihnen also quasi den Rücken, während sie den Kleinen die Welt zeigen.

Dies steht auch exemplarisch für die Erziehung. Während Mamas oft der sichere Punkt sind, von dem aus Kinder operieren und zudem sie immer wieder zurückkommen, sind Papas diejenigen, die sie ermutigen Neues auszuprobieren und an ihre Grenzen zu gehen. Einen blauen Fleck oder ein paar Kratzer nehmen Papas dabei eher in Kauf. Wenn es um echte Risiken geht, beschützen Papas ihre Kleinen aber natürlich genauso wie Mama.

Papas geben auch auf ihre Bedürfnisse Acht

Papa geht auch nachdem das Baby da ist noch zweimal die Woche zum Fußball und Sonntags zum Spiel. Mama überlegt sich unterdessen zweimal, ob sie wirklich Zeit für ein Treffen mit ihrer besten Freundin hat, auch wenn das letzte schon Wochen her ist. Zumindest geht es vielen Mamas so. Ganz oft tauchen sie erst, wenn die Kinder älter werden, so langsam wieder in ihr altes Leben ein.

Diesen Hang zur Selbstaufgabe haben die meisten Männer einfach nicht. Aber auch das ist eigentlich etwas Gutes, denn sie leben damit auch ihren Kindern vor, dass es wichtig ist, auf sich und seine Bedürfnisse Acht zu geben. Ausgeglichene und glückliche Eltern sind schließlich auch bessere Eltern.

Das könnte dich auch interessieren:

So machen die das! 4 Geheimnisse organisierter Familien

Die kleinen Dinge im Leben: 7 Gewohnheiten sehr glücklicher Mamas

4 Dinge, die mit deiner Partnerschaft passieren, wenn du ein Kind bekommst

von Inga Back 433 mal geteilt