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Zeitumstellung: So wird der Horror aller Eltern zum Kinderspiel

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 14. Oktober 2019

Eigentlich dürfte man nach der Zeitumstellung auf die Winterzeit eine Stunde länger schlafen. Eigentlich! Denn wer (kleine) Kinder hat, weiß, dass das nicht funktioniert. Es sei denn, man trainiert die Zeitumstellung. Mit diesen Tipps wird die Zeitumstellung auf die Winterzeit zum Kinderspiel.

Vor gut einem Jahr ergab eine Online-Befragung unter EU-Bürgern, dass 84 Prozent der Teilnehmer die Zeitumstellung abschaffen möchten. Der Plan war, dass die Umstellung auf Winterzeit schon in diesem Herbst ausfällt. Leider blieb es bisher nur bei dem Plan, denn Ende Oktober müssen wir doch wieder an der Uhr drehen. Ob sich die einzelnen EU-Staaten jemals einig darüber werden, ob wir die Zeitumstellung nun brauchen oder nicht, bleibt offen.

Und das bedeutet leider, dass wir unsere Uhren am 27. Oktober um eine Stunde, nämlich von drei auf zwei Uhr nachts, zurückstellen. Und schon jetzt steht vor allem Eltern deshalb der Schweiß auf der Stirn. Denn wer schon mal versucht hat, einem Fünfjährigen näher zu bringen, am nächsten Tag doch einfach mal ein bisschen länger zu schlafen, der weiß, dass das Kind einem nur mit einem diabolischen Grinsen begegnen wird.

Damit euch der Kampf ums Aufstehen und viel zu spät ins Bett gehen aber erspart bleibt, verraten wir euch ein paar Tipps, die die Zeitumstellung zu einem Kinderspiel machen. Also fast.

Tagesrhythmus langsam umstellen

Niemand von uns kann von heute auf morgen plötzlich eine Stunde länger schlafen (Teenager ausgenommen) und deshalb ist es sinnvoll, wenn man sich so langsam wie möglich auf die Zeitumstellung einstellt. Für alle, die morgens keinem Zeitdruck unterliegen heißt das, im Idealfall vier bis fünf Tage vorher zu starten.

Gewöhnt die Kinder und euch langsam, am besten in 10 bis 15 Minuten-Schritten, an die neue Zeit. Esst am ersten Tag 15 Minuten später zu Abend und geht 15 Minuten später ins Bett. Am nächsten Tag schiebt ihr Abendessen und Zubettgehen nochmal nach hinten und so weiter. Im Idealfall gewöhnen sich die Kinder so nicht nur an die spätere Zubettgehzeit, sondern schaffen es auch, diese Zeit morgens länger zu schlafen.

Für alle Eltern mit schulpflichtigen Kindern und/oder einem Job ohne Gleitzeit gestaltet sich die Vorbereitung auf die Winterzeit schwieriger - deshalb startet man am besten am Freitag vor der Zeitumstellung. Weil es schneller gehen muss, sich an die neue Uhrzeit zu gewöhnen, beginnt man am besten mit einer späteren Zubettgehzeit.

Länger wach bleiben

Es gibt selten (Schul)Kinder, die sich nicht darüber freuen, wenn sie an einem Freitagabend länger wach bleiben dürfen. Besonders attraktiv kann man es dem Nachwuchs machen, wenn man einen Film zusammen schaut oder einen Familienspieleabend veranstaltet. Da vergisst selbst die größte Schlafmütze, dass sie müde ist.

Viel frische Luft

Eltern, deren Kinder am Abend, von ihrer Müdigkeit gebeutelt, zu grummeligen und schlecht gelaunten Meckerzwergen werden, empfehlen wir, sich die Kleinen zu schnappen und nach dem Abendessen einfach noch mal eine Runde um den Block zu gehen. Denn frische Luft macht munter.

Zubettgeh-Rituale beibehalten

Damit die Kinder trotz längerem Wachbleiben ruhig und zufrieden in den Schlaf finden, sollte man die sonst alltäglichen Abendrituale weiter beibehalten. Nochmal zusammen ein Buch lesen, einfach den Tag Revue passieren lassen: Diese Dinge helfen dem Kind, runter zu kommen, den Tag hinter sich zu lassen und entspannt einzuschlafen.

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Alles schön abdunkeln

Damit das längere Wachbleiben auch dahingehend fruchtet, dass der Nachwuchs (und auch ihr) am Morgen länger im Bett bleibt, solltet ihr dafür sorgen, dass es richtig schön dunkel im Zimmer ist.

Wenn eure Kinder am Sonntag nach der Zeitumstellung allerdings noch nicht länger geschlafen haben, dafür aber richtig schön unausgeschlafen und schlecht gelaunt sind, denkt an den Trick mit der frischen Luft. Vielleicht verhilft euch ein ausgedehnter Vormittagsspaziergang so zu einer überraschend ruhigen Mittagspause.

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